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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 402

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 402)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644303--0859-2645201
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387 Oberoffizier und 30 Mann zu Pferde, Kürassiere und Dragoner zu geben, um die Juden zu bewachen, außer den 15 bis 20 Mann Infanterie, die der Platzmajor täglich zur Wache in die Gassen der Judenstadt gab. Inzwischen befestigten die Soldaten der Kaiserin, ihre Herrlichkeit werde erhöht, die Stadt mit Wällen und Gräben. Unsere Gemeinde mußte 500 Mann zu den Befestigungsarbeiten der Stadt stellen und viel Wolle zur Errichtung der Wälle liefern und große Menge Leinen und Säcke außer den großen Mengen Leinen für Hemden und Verbände für die Kranken und Verletzten, ebenso mehr als 50 Maß Branntwein und andere Dinge die man zum Kampfe braucht. Allerdings gegen schriftliche Bestätigung, daß es von unserer Herrin, der Kaiserin, ihre Herrlichkeit werde erhöht, gezahlt werde; die preußischen Soldaten errichteten auch rings um die Stadt Prag an dem erwähnten 2izkovberge und dem Garten, der den Benediktinern gehört, bei dem Klostergarten und den andern Bergen und Hügeln außerhalb der Tore, (außer dem Hradschin und Vysehrad) Graben und Wälle, Batterien und Minen und führten alle möglichen Waffen hin, große Kugeln mit Feuermörsern und die großen „Kanonen" genannten Rohre und dergleichen und allerlei Brandgeräte in großer Menge ohne Zahl. Die Soldaten der Kaiserin, ihre Herrlichkeit werde erhöht, die in der Stadt liegen, konnten nicht mit Gewalt über das preußische Heer kommen, weil sie auch in starken Festungen waren, durch die Bauten, die sie außerhalb der Tore errichtet hatten; auch auf die Hauptstraßen stellten die Preußen große Geschütze „Stück44 genannt, damit sie sicher bleiben können, daß sie niemand plötzlich überfalle. Von Tag zu Tag stieg die Teuerung in allen Nahrungsmitteln außer Brot und Bier, das in Mengen um mittelmäßigen Preis zu haben war. Am heiligen Sabbat, den 9. Siwan (28. Mai), befahlen die Heerführer und die Herren der Repräsentation, ihre Herrlichkeit werde erhöht, Graf Pachta und Baron Duchalski in gemeinsamer Kommission den Bewohnern der Stadt, den Geistlichen, Adeligen, Bürgern, dem niederen Volke und besonders allen Juden, binnen 3 Tagen alles abzuliefern, was sie an Nahrungsmitteln haben, Weizen, Weizenmehl, Reis, Hirse, Erbsen, Linsen, Gerste, die Graupen genannt wird, Hafer, Gries, Fleischfett, Gansfett, Butter eingesalzenes Fleisch, Trockenfleisch. Die Kommissäre und Einnehmer waren in 3 eigenen, dazu hergerichteten großen Häusern auf

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