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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 304

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 304)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644303--0761-2645103
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289 (Besitz des Eabbiners Dr. F. Weiß in Teplitz- Schönau). Ein Memorbuch aus der Zeit Josef IL mit vorhergehender Synagogenagende, Papierhandschrift, besitzt die Gemeinde Trebitsch. Die besonders schöne Schrift, die kostbaren Federzeichnungen und die kunstvoll ausgeführten Initialen verleihen diesem Buche großen Wert. Das umfangreiche Protokollbuch, Großfolio mit Goldschnitt, der Chewra Kadischa K a n i t z (Loge M o r a v i a B. B. Brünn), welches die Statuten, Protokolle, Sitzungsbeschlüsse, Jahresrechnungen dieses Vereines, ferner eine Friedhofseinteilung enthält, hat auch eine Gräberabteilung für Widerspenstige bestimmt, welche sich gegen die Beschlüsse des heiligen Vereines durch Wort oder Tat vergehen. Das Titelblatt (Abbildung 8) zur Abteilung der Widerspenstigen, Buntmalerei, zum Teile gepreßt, zum Teile Scherenschnitt, stellt in naiver Form eine Steinigung dar. Oben zwei Richter mit Gesetzbüchern in Händen, ein dritter Richter, wohl der Scharfrichter, hält ein gezücktes Schwert in der Hand. Weiter unten zwei Zeugen mit Steinen in Händen, entsprechend dem Bibelverse Deutr. 1713. „Damit alles Volk es vernehme und sich weiter niemand mehr vermesse, so zu handeln." Der Schreibkünstler ist der Diener und Beglaubte (hebr. Schammasch weneeman) der Gemeinde Kanitz, Jakob, Sohn Benjamin Krebs, der um 1800 schon seines Amtes waltet. Aus derselben Hand stammt eine34) Schiwisitaf el, Pergamentblatt, die sich durch besonders schöne Schrift auszeichnet und im Besitze der Gemeine Kanitz ist. Die Gemeinde Eibenschitz verwahrt ein handgeschriebenes koloriertes Schir hajichud und Schir hakowaud (Hymnen über Gottes Wundertätigkeit und zur Verherrlichung Gottes), welches ha-Bachur (der ledige) Jakob Hirsch im Jahre 1813 geschrieben. Die Gemeinde M i ß 1 i t z besitzt ein Pergamentgebetbuch aus dem Jahre 1814, mit einer kolorierten Federzeichnimg, von welch Letzterer nur noch Spuren zu sehen, und einen Pergamentspalter, Handschrift; aus dem Jahre 1816, deren Schreiber imbekannt. Die Gemeinde Eiwanowitz verwahrt eine kolorierte Synagogenagende, Papierhandschrift, diese wurde vom „ledigen Mendl,35) Sohn des Schalom Sofer, S t m,36) genannt 19

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