Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 231)
- Language
- German
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225 als Brandtweinbrenner in Diensten gestanden, folglich gesehen, dass die getaufte Jüdin zu dem Jos. David ins Haus durch seine aigene Mutter geführet, und entlich auch von des Jos. David seinen Vatter und Mutter gehöret, wienach seihte in paar Tägen darauf durch dem verstorbenen Juden Wolff Skokan verschicket worden seye. Vierte Aussag des Judens Salomon Jos. Skokan in folgenden: Es were sein Bruder Wolff Skokan einsmahls zu ihme gekommen mit Vermelden: er Salomon könte sich ein Stuckh Geldt verdienen, wan er ein Weibsbild weckführete. Hierauf aber dieser geantwortet hette: er wolte dieses Weibsbild erstlich sehen; mithin auch dieselbe beim Juden-Richter Jos. David gesehen und als ein getaufte Jüdin erkennet, weillen sie ein Gewitscherin von Gebührt gewesen. Darauf seie er fortgegangen und da nun wiederumb sein Bruder zu ihme gekommen, sagte er zum seihten, das seye eine Sach, welche er über sich nit nehmen wolte, wan man ihme auch die gantze Weldt geben solte. Der Bruder reponirte hingegen: wann er es nit thun wolte, so seye derselbe es zu thun willens. Worauf nun dieser Zeug ferners zu seinen Bruder gemeldet hette: man verspricht wohl viel, wo werdestu es aber bekommen'? So sagte aber hierauf der Bruder: die Christin lasset beym Joseph David bis 6000 fl. in Ducaten. Und were also binnen 8 Tägen darauf sie getaufte Jüdin durch dessen Bruder Wolff Skokan von dar weggeführet. Als aber letztlich noch er diesen seinen Bruder erinnerte, wan die Sach mit der Zeith hervorkommet, was daraus geschehen und entstehen könte, hätte der Bruder ferners reponiret, wienach der Judt Joseph David für alles stünde. Hiernechst ferner beyfügende, dass, als er Zeug vor 18 Jahren selbsten in Amsterdam gewesen, seye diese Jüdin zu ihm ungefehr gekommen und gesprochen: „Wie hat mich der Joseph David hinters Licht geführet; er hat mich umb 6000 fl. gebracht, die er bey meiner Anherosendung hinterhalten und mir nit mehr zugesendet, sondern mir Wexlbrief gegeben, der aber auf Leuth gestellet were, so bereits schon verstorben gewesen." Signatum Ollmütz, den 20. Augusti ao. 1733. Frantz Fortunat Miniati Frh. von Campoli. Beilage V. (Zu Seite 191.) Consignation deren auf ein löb. kön. Creißambts ergangene gnädige Verordnung bey dem allhiesieg-Gewitscher Jueden Joseph David in seinem Hauß befündlichen Vermögens-Effectuum, als: In großen Zimmer: Zinnerne große Schüßl .....5 Stückh Täller.........18 Khändl.........10 Messingerne große Leuchter ... 1 „ Dann andere kleinere......2 „ Kupferne Panne.........3 „ 15