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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 140

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 140)
Language
German
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134 Törring geb. Gräfin von Hauben, Frau auf Kron-Poritschen und Buppau. Ihr standen bei das hoch- und wohlgeborne Fräulein Maximiiiana Gräfin von Klenau und der . . Ritter Herr Wilim Przichowsky . . wie obgeschrieben. — Die Tochter Anna erhielt . . den Namen Maximiiiana Barbara. Sie wurde auf dem Arm gehalten von dem hoch- und wohlgebornen Fräulein Maximiiiana von Klenau . . Ihr standen bei die wohlgeborne Frau Anna Ludmila Kausek . . und der hoch- und wohlgeborne Herr Wenzel Wilim Hyserle Freiherr von Chodau. Gott der Allmächtige verleihe ihnen Standhaftigkeit in dem alleinseligmachenden Glauben!7) Im Jahre 1733, den 3. Nov. war wieder eine feierliche Taufe von Katechumenen aus dem jüdischen Unglauben (perfidia), nämlich des Hermann David samt Frau Günel und Tochter Chage; sie erhielten die Namen: Maximilian, Maria Franziska, Elisabeth. Paten sind wieder die Grafen Törring, Ferdinand Josef Tunkl vom Gute Metschkau und Bleonora Tunkl. geb. Baronesse Wallis. Adstantes: Franz Ign. Agarrant, Erzieher der gräfl. Törringschen Kinder Norbert und Josef Franz, und der Verwalter Pens aus Kron-Poritschen. Im Jahre 1725, den 5. August meldete unser Bekannter David Israhel — den Bankrott an. Er ist zahlungsunfähig. In die Chudenitzer Renten schuldet er: für Leder und Pelzwerk seit 1718 . . . 256 fl., für Gänsefedern in den Jahren 1719 und 1720 ... 140 fl., für Leder in den Jahren 1720 und 1721 ... 165 fl., andere Schulden für die Jahre 1723—25 . . . 50 fl., zusammen 611 fl. Sein Häuschen ist 150 fl. wert. Die Beamten geben zu, daß er im Vergleich zu andern Juden die Waren teuerer zahlte, sogar mit Verlust arbeitete: jetzt besteht bei seinem hohen Alter keine Hoffnung auf Besserung des Geschäftsganges und allmähliche Schuldentilgung. Auf Antrag des Amtes ordnete der Graf am 3. Okt. 1726 an, das Haus des Juden zu verkaufen, den Erlös in die Renten zu legen und den Schuldrest nachzusehen. Das half dem Schuldner jedoch nicht auf. Von seinen sonstigen Gläubigern gehetzt, flüchtete der alte Polak i. J. 1727 aus Sch., unbekannt wohin. Und da sich die Notwendigkeit ergab, sein Haus mit einem Wirt zu besetzen, beraumte das Chudenitzer Wirtschaftsamt auf den 21. Jänner 1729 die lizitatorische Veräußerung an. Alle Juden der Umgegend eilten herbei, waren jedoch durch die Bedingung verstimmt, daß der Käufer keinen Aftermieter aufnehmen dürfe. Diese zahlten nämlich recht ansehnlichen

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