Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 1 (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 236 (sequence 240)
- Language
- German
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236 7. Kapitel. Die Prager Ghettokonskription vom Jahre 1729. Die Ausdehnung der Reduktionspläne auf die gesamte böhmische Judenschaft. — Die Denkschrift der Handelsleute v. J. 1718. — Die ludenfeindlichen Anträge der Konferenz zur Hebung des böhmischen Handels v. J. 1723. — Die Verhandlungen des böhmischen Landtags über die Judenfrage (1724125). — Die Ablehnung der Regierungsproposition, wonach die Juden vom flachen Lande völlig vertrieben und nach dem Stand v. J. 1618 reduziert werden sollten. — Die Entschiedenheit der Regierung. — Die Konskription der Landjudenschaft und deren Bearbeitung durch die ständische Judenreduktionskommission. — Die Beschränkung der Judenehen (Reskript vom 25. September 1726). — Die Errichtung einer Zählungskommision für das Prager Ghetto und ihre Vorschriften. — Der neue Ghettoplan. — Die Schwierigkeiten der Zählungskommission. — Die Einschränkung des jüdischen Handels. — Das Einschreiten der Hofkammer zugunsten der Juden. — Die Liste der jüdischen Beschwerden. — Die Antwort der böhmischen Hofkanzlei. — Der Sieg des Fiskalinteresses. — Die Beratungen der böhmischen Hofkanzlei und der Hofkammer über eine Revision der antijüdischen Verfügungen. — Die Berufung von Vertretern der böhmischen und mährischen Judenschaft nach Wien. — Die endgültige Haltung der Konferenz der böhmisclien Hofkanzlei und der Hofkammer. — Verebbung des behördlichen Antisemitismus in den Dreißigerjahren des XVIII. Jahrhunderts. — Die Ergebnisse der Prager Ghettokonskription. Mochte auch den ausführlich begründeten Anträgen der Judenreduktionskommission v. J. 1715 ebensowenig wie den damit übereinstimmenden Anträgen des Gutachtens der böhmischen Statthalter v. J. 1719 eine formelle kaiserliche Entschließung gefolgt sein, so sind doch die Spuren ihrer Argumentationen und Anschauungen bezüglich der Lösung der Judenfrage in den folgenden Jahren bei mehr als einer Gelegenheit zu bemerken und auch ihr Einfluß auf den sachlichen Inhalt der in den Zwanzigerjahren des XVIII. Jahrhundertes erschienenen