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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 31

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 31 (sequence 36)
Language
German
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31 7fl) Keller in der Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 10 (1912), 188 „Was kann uns das Märchen — denn was anderes ist es sicher nicht — von den tausend schwertumgürteten Reitern, unter denen fünfhundert bewaffnete und kriegsgeübte Männer von den in der Stadt wohnenden Juden — sagen?" 77) Fontes rer. Bohemic. 3, 182—183. 78) Nämlich in einer (uns heute fehlenden) Chronik, s. S. 5. 7Ö) S. meinen Vortrag „Die ältesten Wohnsitze der Juden in Prag'k abgedruckt in „B'nai B'rith", Monatsblätter der Großloge für den cechoslovakischen Staat X. I. 0. B. B. 6, 433—438, und daraus wiederholt in der Prager Wochenschrift „Selbstwehr" 1928 Jänner 20. 81) Podiebrad (Altertümer der Prager Josefstadt, 3. Auflage, herausgegeben von Foges, p. 8) gibt an, daß die Juden auf der Kleinseite auch einen Friedhof gehabt hätten, auf dem Abhänge, über welchem sich heute das Stift Strahov erhebt. Grabsteine dieses Friedhofes seien zum Teil als Grundsteine beim Bau dieses Stiftes, zum anderen Teil beim Bau der Prager Brücke verwendet worden. Überreste von jüdischen Grabsteinen seien noch im 18. Jahrhunderte beim Umbau der Strahover Garten-Rotunde gefunden worden. Podiebrad beruft sich auf Mitteilungen, die P. Adolf Fischer, Bibliothekar in Strahov, „aus Klosterakten" ihm gemacht habe. Welche Bewandnis es damit hat, wäre zu untersuchen. 82) Hajek, der die Reimchronik benützt hat (von ihm stammt der Name „Dalimü" als Name des angeblichen Verfassers) hat gerade das Kapital 86 (Kampf der Juden mit den Kreuzfahrern) vollständig übergangen. 83) Hagenmeyer, Chronologie etc. (p. 29 nr. 49) nimmt an, daß die Schar Folchers, die Ende Mai 1096 in Prag war, etwa Ende Juni in Neutra (Slovakei) vernichtet worden sei. Da müßte sie ziemlich rasch durch Böhmen und Mähren gezogen sein. Das ist auch wahrscheinlich, denn Herzog Bretislav wird sie nach dem Zusammenstoß in Prag nicht lange in seinen Ländern geduldet haben. 84) Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Synagoge, von der Cosmas in seiner Erzählung über den Juden Jacob spricht (lib. III, cap. 57), im Jahre 1096 von den Kreuzfahrern den Juden weggenommen und in eine Kirche umgewandelt worden. 85) Die vielzitierte Stelle in den Annalen des monachus Sazaviensis (Fontes rer. Bohem. 2, 261) „1142, synagoga Judeorum et multa edificia combusta sunt in suburbio Pragensi" ist nicht eindeutig, da „suburbium" das Vorland der Burg (des Hradschin) auf beiden Seiten des Flusses bedeutet (vgl. die Nachweise bei Zycha „Prag" in den Mitteilungen des Vereins für Gesch. d. Deutschen in Böhmen 49, 447—449). Erst die Prager Annalen von 1273 (Fontes 2, 301) bringen eine ganz klare Nachricht über die Niederlassung der Juden auf dem Boden des späteren Ghetto. 8») Cosmas, apologia in tercium librum. 87) Vgl. „Quellen" 2, 137 (über die Verfolgung in Metz). 8») Ebd. 138. Die Stelle verdient hier mitgeteilt zu werden „Hier gebührt es uns, das Lob der gezwungen Getauften zu erwähnen. Bei allem was sie aßen und tranken brachten sie ihr Leben in Gefahr. Zu ihren Speisen nahmen sie nur rituell geschlachtetes Fleisch, entfernten die Fettadern da-

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