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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · page 3

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644301--0004-2644345
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V VORWORT. Dieses Buch verdankt seine Entstehung der Loge „Praga" des Ordens B'nai B'rith. Anläßlich der Feier ihres 25jährigen Bestandes hatte die Loge ihren Mitgliedern eine Festschrift über die Geschichte der Juden von Prag1) gewidmet, und bei den vorbereitenden Arbeiten hatte sich gezeigt, daß nicht nur die Geschichte der Juden in Prag, sondern auch die der Juden in der ganzen cechoslovakischen Republik zum großen Teile erst aus den Quellen erforscht werden müsse, daß in den öffentlichen und privaten Archiven des Staates Material zur Geschichte der Juden in reichem Maße vorhanden, aber bisher noch nicht benützt worden sei. Deshalb wollte die Loge es bei ihrer Festschrift nicht bewenden lassen, sondern den Anstoß zu weiteren planmäßigen Arbeiten auf diesem Gebiete geben; und in ihrer Festversammlung (9. April 1927) faßte sie auf Antrag von Dr. Gottlieb Stein den Beschluß, die Gründung einer historischen Gesellschaft anzuregen, welche sich mit der Erforschung der Geschichte der Juden im Gebiete der cechoslovakischen Republik befassen sollte. Diese Anregung fand bei der Großloge des cechoslovakischen Ordensdistriktes volle Zustimmung und Unterstützung. Sie nahm die Durchführung des Planes in ihre Hand, sie gab dem neuen Vereine eine feste Grundlage, und so konnte am 22. April 1928 die formelle Gründung der „Gesellschaft für Geschichte der Juden in der cechoslovakischen Republik" erfolgen. Die Aufgabe, die der „Gesellschaft" gestellt ist, wird in den Statuten mit aller Deutlichkeit bezeichnet: es ist wissenschaftliche Arbeit, wissenschaftliche Erforschung der Geschichte der Juden in der Cechoslovakei, und als ein besonders wichtiger Teil der Arbeit wird die Sammlung und Veröffentlichung der Geschichtsquellen hervorgehoben. Man kann von dieser Aufgabe nicht sprechen, ohne -des Mannes zu gedenken, der vor etwa zwei Jahrzehnten den gleichen Plan durchführen wollte: Gottlieb Bondy, Kaufmann und Industrieller, ein Mann von hohem Idealismus, erfüllt vom stärksten Interesse für die Geschichte der Juden und ein wirklicher Mäcen der Wissenschaft. Er hat selbst Dokumente zur Geschichte der Juden in Böhmen gesammelt,

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