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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1904-01-01 · 2 (1904) Heft XIV · p. Seite 84

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1904
Issue
2 (1904) Heft XIV
Date
1904-01-01
Page
Seite 84 (sequence 84)
Language
German
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84 19. Jahrh.’s ein jüd. Kapitän Polacco. — In dem Prozess wegen der ״Primus“-Kata- Strophe trat n. a. Kapitän Luzatti vom Dampfer ״Delphin“ auf, über dessen Herkunft uns jedoch, nichts Näheres bekannt ist. In der deutschen Kriegsmarine dient gegenwärtig als Deck Offizier Hr. Frank in Kiel. Die öst.-ung. Marine zählte 1885 unter 17360 Köpfen 152, 1892 unter 20732: 325 Juden. Abraham Colorni sowie ein Jude in Oalcutta im 16. Jahrh. sind als Schiffshauer bekannt (Mitt. d. Ges. f. jüd. Volksk. IX, S. 46). Ueberseehandel d. franz. Juden i. 14. Jahrh. s. Jos Kaspi ed. Last I 76. Vgl. auch Publ. Am. Jew. H. Soc. 1902 p. 47 ff. Die Welt 12. Febr. 1904 (Kiew) u. Kohut, Gesch. d. deutschen Juden 428. S. 60. Ueber die portugiesischen Juden findet man das Nähere in ״Grunwald, Portugiesengräber“, so über Abr. Cohen Pimentei, Jac. Bocaro Frances, Is. Jesurun, die Aerztefamilie da Fonseca, die Fidanque, Jac. Joh. Leon, den Notar Abr. Meidola u. a. Im Besonderen zu erwähnen ist noch Sam. Cohen Henriques. Sohn des Dr. imman. Cohen H., 1648 zu Leyden prom.. seitdem Arzt in Hamb., ferner die de Lemos. D1*. Jos. de L., der Vater der Henriette Herz. prom. 1758 in Halle, prakt. in Dessau (vgl. Freudenthal, Aus der Heimat 179) u. Berlin, starb um 1782. Daniel de L., geb. zu Hamb. 1770, prom. in Königsberg, seit c. 1800 in Hamb., starb 1846. Ein Benj. Abr. de L., 1735 in Halle prom., prakt. gleichfalls in Berlin. Benj. Mussaphia Fidalgo, dessen Grossvater von Glückstadt nach Hamb, übergesiedelt war, war, 1711 in Hamb, geb., seit 1768 in Altona, heiratete auf seiner vierten Reise nach Amsterdam Ribka Curiel, eine Enkelin der beiden portug. Residenten bei den General- Staaten: Jeronimo Nunez da Costa und Alvaro Nunez da Costa. Er schrieb 1) Fragment des essais du Viellard du Mont Libanon, VIIme section des Dialogues entre le Vieillard du M. L. et Je Vieillard du Mont Caucase. Extrait du reste de l’ouvrage qui est encore en manuscrit. Altona 1782, 2 de edit. 1790. 2) Replica in Sachen des Propheten Samuels contra Agag, König der Amalekiter, in puncto homi-et infanticidii. Hierauf folgt ein merkwürdiges und vermuthlich interessantes Gespräch, betitelt: Alte Neuigkeiten und neue Altertküraer. Altona 1785. — F. starb 1801. Ueber Benj. Mussaphia berichtet übrigens das Hamb. Schriftst.-Lex., er sei ״in den Dienst König Christian IV. als dessen Leibarzt getreten. Dieser reclamirte für ihn 1646 von Flensburg aus beim Hamburgischen Senat die Exemtionen seiner königl. Diener, da er sich in Hamb, häuslich niedergelassen habe.“ Ausserdem und besonders für die spätere Zeit findet man jüdische Literaten im Schriftst.-Lex. unter: Benjamin, Berger, Bernays, Bresselau, Bruck, Cohen, Cohn, Dukes, von Enibden, Fischei, Fränckel, Fränkl, Frankfurter, Frensdorff, Friedburg, Friedländer, Friedmann, Fürst, Glaser, Goldschmidt, Gross, Gumpel, Gumprecht, Hertz, Heilbut, Heine. Heckscher, Horwitz, Hirsch, Hirschberg, Hinrichsen, Heymann, Hesslein, Hess, Herzfeld, Julius, Israel, Isler, Isaac, Jonassohn, Jonas (ein Goldu. Silberschneider i. 18. Jahrh.), Imanuel, Ibenthal, Jaffe, Kley, Landau. Lippert, Leser, Lefmans, Löwe, Lipschiitz, Liepmann, Lichtenstein, Levy, Lewes, Levison, Leo, Marcus, Magnus, Mayer (89, 161), Moritz, Meyer (233, 256, 272, 280), Michael, Mendelssohn, Nathan, Oppenheim, Oppert, Röe, Quiroz, Riesser, Rosengarten, Rüben. Salomon, Samuelson, Schiff, Simon, Stettenheim, Spiro, Unna, Warburg, Wilda, Wolf, Wolfsohn, Wohlwill. S. 61• Ueber einen Dr. Simon (s. unten Alton. Gräbst.) in der ersten Hälfte des 18. Jahrh.'s, dem das Port d’öpee verliehen wurde und dessen Erfindung als ״Dr. S.'s Pflaster“ noch jetzt in den Apotheken zu haben sein soll, und dessen Nachkommen in Kopenh. leben, berichtet mir Hr. Prof. Simonsen nach Angaben eines Mitgliedes der Familie. S. oben S. 81. S• 49. Die Insassen des Krankenhauses wenden sich mit folgendem [hier genau wiedergegebenen] Aufruf an mildthätige Glaubensgenossen:

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