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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1904-01-01 · 2 (1904) Heft XIV · p. Seite 82

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1904
Issue
2 (1904) Heft XIV
Date
1904-01-01
Page
Seite 82 (sequence 82)
Language
German
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82 makler. geb. 1763], ״ein dein ganzen Hamburgisclien Publikum bekannter Mann von erprobter und unerschütterlicher Rechtschaffenheit, der zwar mit seinem allgemeinen Namen, aber doch mit seinem Bruder in Gemeinschaft, seine Wechselgeschäfte treibt,“ ferner Is. Heym. Heilbutt. Alle diese Zeugen bekunden, H. habe vor ihnen seine That gestanden. Genannt wird ausserdem noch eine Reihe jüdischer Firmen, so Gottschalk Lion, Goldschmidt u. Co., Marc. Sal. Beit, Gold- und Silberscheider [geb. 1732], Brandon, Mos. Hertz Söhne, der Fabrikant Hirsch Wolf Bauer u. a. m. 1798 erklärte H., P.’s Sohn, Meyer Wolff P., habe seit ungefähr 8 bis 9 Jahren ״aus Gefälligkeit für ihn und wahrscheinlich aus Zuneigung für seine Frau, welche derselbe als seine Cousine — P.’s Schwiegervater und H.’s Schwiegermutter waren leibliche Geschwister, ausserdem P. und H.’s Schwiegermutter Halbgeschwister — in allen Ehren sehr geliebt, anfänglich Wechsel acceptirt und nachmals, seit ungef. 4 Jahren endossirt, ohne diesen Kredit auf eine bestimmte Summe einzuschränken. H. beruft■ sich auch auf seine geadelte Familie in Wien (vgl. Portugiesengräber 30). Am 19. Oct. 1801 erging endlieh vom Nieder-Gericht die Sentenz: ״Dass Hertz nunmehr in Freiheit zu setzen, für die unerwiesen gebliebene Beschuldigung aber, als habe er Poperts Hand nachgemacht — ihm gegen Popert und jeden andern, welcher in verantwortlicher Maasse daran Theil genommen, quaevis jura et competentia zu reserviren; auch ist ihm wegen der voreiligen und dem Rechten der bürgerliehen Personal-Sicherheit zuwiderlaufenden Arretirung seine Denunciation an dem Bruchvoigt Meyer Vorbehalten, und übrigens wird Fiscalis gegen Popert, wegen der auf ihm zurückfallende Schuld, von Gerichtswegen an sein Amt erinnert etc.“ Die Beziehungen der Wiener Verwandten H.’s zu dem aus der Geschichte Hamburgs (vgl. Gallois, Gesch. Hamb.’s 440) bekannten General Foucher beleuchten einige Briefe, welche in Kurzem nebst Briefen Gabr. Riesser’s und Mosers an Wohlwill, sowie eines von Wihl über H. Heine erscheinen sollen. S. 59. Zu meinen ״Juden als Rheder und Seefahrer“, Berlin 1902, trage ich an dieser Stelle das Folgende nach: Psalm 8,9 wird die Macht des Menschen über die Natur gepriesen, wie sie in der Seefahrt sich bethätigt. Die Folgen des Weinrausches werden Pr. 23,34 mit der Seekrankheit verglichen. S. auch Levys Chald. Wtbch. s. v. tarna. —Mit den jüdischen Rhedernin Alexandrien beschäftigt sich die röm. Gesetzgebung i. J. 390 (s. Jew. Encycl. II unter ״Arcadius“). Beachtenswert ist die röm. Münze Judaea navalis bei Madden, Jew. Coinage II S. 222. Den jiid. Seefahrern, von Jehuda ha־levi (s. Winter u. Wünsche, D. jüd. Literatur III 122 f.) bis zu Morris Rosenfeld, haben wir manches ergreifende Schiffslied zu danken. Beschreibungen von Seefahrten bieten u. a. Obadjah Bartenoro (Jahrb. f. d. Gesch. d. Israel. 1863 S. 192) u. Lazarus von Geldern (Kaufmann, Aus H. Heines Ahnensaal 188). Ueber die holländ. Juden als Matrosen s auch Görtz, Die Einsetzung d. Bekenner d. jüd. Glaubens S. 70 f., über die Gradis: Frankel’s Monatsschrift 1875. — Unter den 5 Namen auf dem Tripoli-Monument steht auch der des jüd. Seekadetten Israel. Neuerdings ist Commander Adolf Marix. Untersuchungsrichter in dem Mainekatastrophenprozess. zu erwähnen. Ueber die ״bateau-men“ des Isak Meyers 1752 s. Jew. Encvcl. unter ״Arrny.“ Im Bürgerkriege fochten 11 jüd. Seeoffiziere mit, im span.-amer. Feldzug, nach dem American Jew. Year-Book 1900/1, 42. Unter Napoleon diente 1810 in der Marineartillerie der Offizier Lazarus Meyer Marx. J. G. Kriinitz, Oekonomisclie Encycl., Berl. 1784, berichtet Art. ״Jude“ S. 197 von Juden in Brody, Lemberg und Jaroslaw, welche Schiffe bauten und selbst zu Wasser nach Warschau, Danzig und Elbing fuhren, S 343 von dem Seehandel der Amsterd. Juden, 382 von vielen Schiffen der Juden in Livorno, 574 von den freiwilligen jüd. Matrosen der holländ. Kriegsflotte. ״Im deutschen Reich“ 1901 ist S. 66 von einem jüd. Fregattenkapitän in Oesterreich, S. 69 von 17 Matrosen, welche auf der ״Maine“ ihren Tod gefunden haben, 67 von franz.

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