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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1904-01-01 · 2 (1904) Heft XIV · p. Seite 20

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1904
Issue
2 (1904) Heft XIV
Date
1904-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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20 voll ausgeführt. Die auf den Pfeilern stehenden Löwen, welche die Krone tragen, sind gut geformt und sorgfältig ziseliert. Sosiel Mawrowicz schenkte dieses Blech der Synagoge im Jahre 1786. Das zweite Blech (Lit. B) ist viel einfacher in der Zeichnung, doch ebenfalls gut ausgeführt und ziseliert. Dieses ist das Geschenk von Schmul Salkind aus Wilna im Jahre 1788. Das letzte Blech (Lit. C) ist etwas anders gestaltet, als die ersteren. Die dort angebrachte Zeichnung der Ornamente ist typisch für die Phantasie der damaligen jüdischen Zeichner. Es sind hier geschickt zusammengestellte kleine Tiere, Vögel und Pflanzenornamente. Dieses Blech, welches der Synagoge im Jahre 1791 von Berek Zeilowicz und Sohn geschenkt wurde, war ehemals mit kostbaren Steinen besetzt, welche man später durch kleine silberne Rosetten ersetzte. Die Synagoge in Uzlen besitzt sonst gar kein Ueber־ reste der Vergangenheit. Hamburgs deutsche Juden bis zur Auflösung der Dreigemeinden 1811, 1. Teil. von Br. M. Grimwald. (Schloss.) Hamburger, Wandsbeker und Altonaer Drucke aus dem Gebiet der jüdischen Geschichte und Literatur. Die typographischen Leistungen innerhalb einer Gemeinde sind für ihr inneres Leben eben so bezeichnend, wie die an demselben Ort von den Gegnern erzeugte polemische Literatur ihre äusseren Geschicke vielfach beeinflusst. Mitunter hat die An- Wesenheit von Juden ihre Umgebung im Interesse der Apologetik und der Missionsthätigkeit zur Beschäftigung mit dem jüdischen Schrifttum angeregt. Es kommt hinzu, dass Vorreden der Verfasser, Empfehlungen der von ihnen angerufenen Autoritäten, sowie Schlussworte der Setzer nicht selten wertvolles biographisches Material liefern. Von diesem rein geschichtlichen Standpunkt aus ist die folgende Zusammenstellung entworfen, ohne auf Vollständigkeit oder bibliographische Bedeutung irgend welchen Anspruch erheben zu wollen. Sie soll vielmehr alle beteiligten Kreise zum Ergänzen und Berichtigen anregen. Jeder Wink wird dankbar willkommen * geheissen.

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