Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1904
- Issue
- 1 (1904) Heft XIII
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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39 Seelenfeier am Schlussfeste; links: offene Thora mit darübergeworfenem, herabhängendem Seidenbande. Innere Bordüre: Kaper and Mandelblüten aus dem Prediger Salomos, der am Schlussfeste gelesen wird. [Taf. 6 oben.] IX. Dreiteiliges Fenster: Purim und Chauukafest. Aufschrift: ״Licht und Freude . Jubel und Ehre״ . ( Esther - Buch). Rechts: Giebel: Krone Mordechais, Esther-Büchlein in Silber-Etui (Sammlung Strauss). Mitte: Giebel: Palmzweige, der Sieg. Blauweisses Banner der Makkabäer, mit der Aufschrift: ,,Wer ist wie Du unter den Mächtigen, Ewigen". Links: Der Oelkzug des Heiligtums mit dem Siegel des Hohenpriesters. Trenderl für Chanuka und Weintrauben für Purim. Chanuka-Lampe mit acht Oellämpchen (orientalische Arbeit im Wiener jüdischen Museum). Innere Bordüre: Ingwer und PfefFerblüten als Erinnerung an das Purim-Gebäck; in der Mitte Makkabäer-Münzen. [Taf. 7 oben.] X. Dreiteiliges Fenster: Gedenktag der Zerstörung Jerusalems. Aufschrift: ״Wenn ich Dein vergesse Jerusalem, vergesse mich meine Rechte'״. Giebel: Steppen-Hexen, Jericho- Rose (beide aus Kerner’s Pflanzenleben). Rechts und links: Palmen. Sinnbilder Palästinas; Mitte: die Klagemauer. Innere Bordüre: Epheu, Kletten lind Lilien: ב׳טחבנוז בין חחודזים. [Taf. 7 unten.] XI. Chor-Fenster; im Masswerke je ein hebräisches Wort: ״Ich will den Ewigen mein Leben lang rühmen, meinem Gotte lobsingen, so lange ich bin“. Unter dem Masswerke, Doppelfenster mit je einer Harfe von den Münzen Barkochbas und den silbernen Trompeten des Heiligtums. XII. Fenster im ersten Stockwerke über dem Hauptportale: Erinnerungen an das Heiligtum in Jerusalem und an die alte hiesige Synagoge. — Im Masswerke: Kultus-Geräte aus dem lleiligtume, Brustschild des Hohenpriesters, siebenarmiger Leuchter; Priesterkände zum Segen ausgebreitet. Darunter: Aussenansicht der alten Synagoge während der Uebersehwemmung im Jahre 1879. Aussenansicht der neuen Synagoge. Die Malerei der Parterre-Fenster wiederholt sich in entsprechend geänderter Anordnung auf den grossen Fenstern der Frauenempore, von denen das Südfenster Schowuoth, Yersühnungstag und Simchat Thora auf Tafel 4—6 reproduziren. Die Glaskuppel — Durchmesser 10 Meter — stellt den Himmel dar, der sich über der mit Blumen geschmückten Erde wii Ibt. o Szegedin, Juni 1903. I. L ö w.