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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1903-01-01 · 2 (1903) Heft XII · p. Seite 88

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1903
Issue
2 (1903) Heft XII
Date
1903-01-01
Page
Seite 88 (sequence 91)
Language
German
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88 (Bär) Bran an, welcher 1767 zu Rybnik geb., von 1803 bis 1809 eine Buchhandlung und Leihbibliothek in Hamburg leitete. 1804 erhielt er die Expedition der ״Nordischen Miscellen“, 1810 gab er diese Geschäfte auf und redigierte zwei Jahre lang die Liste der Börsenhalle. Von Hamburg ging er nach Prag und dann nach Jena, wurde dort 1816 Buchhändler und 1817 (oder 19) Dr. phil. Er starb 1831. St.-Archiv CI. VII Lb Nr. 18 enthält eine ״Requisition des Ober-Präsidii zu Altona wegen zu Ottensen feierlich stattgefundener Kopulation des hiesigen Schutzjuden Bran mit einer Person aus Stralsund 1809V Ausser den ״Nord. Miscellen״ erschienen bei Bran: ״Gesammelte Aktenstücke und öffentliche Verhandlungen über die Verbesserung der Juden in Frankreich. Aus dem Franzos.״ etc. Hamb. 1806/7. Seit 1809 setzte er das von v. Archenholtz 1792 begonnene Journal ״Minerva״ fort. In Prag gab er eine Zeitschrift ״Kronus“ heraus, seit 1814 ״Miseellen aus der neuesten ausländischen Litteratur״ und ein ״Ethnographisches Archiv״, Jena 1817—26. Was über Kunst oder Kunsthandwerk bei den Hamburger Juden um diese Zeit zu sagen ist, beschränkt sich auf die Angaben, welche ich Herrn Albert Wolf für seinen Aufsatz im IX. Heft der ״Mitt. d. Gesellsch. f. jüd. Volkskunde“ geliefert und in den ״Portugiesengräbern״ ergänzt (s. Register) habe. Zu den Ausführungen über die Nathansens bei Wolf, S. 26 f., welche fast zwei Jahrhunderte lang als Graveure sich ausgezeichnet haben, ist zu bemerken, dass man in dem ״Petschierstecher“ Nathan Berend, welchen Stern, Gesch. d. israel. Gern, zu Rendsburg, S. 36 aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts anführt, wohl den Stammvater der Familie zu sehen hat. Aus einer anderen jüdischen Graveurfamilie stammt Abraham Jacobs, welcher den zweiten Stempel zu der Gedächtnismünze auf die Jubelfeier der Hamb. Kommerzdeputation 1765, sowie die Stempel zu dem Portugalöser auf die Erneuerung der ersten Hamb. Assekuranz-Kompagnie 1755 geliefert hat. Die Porträtmaler Hirsch Israel Spiro und Leo Lehmann, sowie der Kupferstecher Loeser Leo Wolf (Schriftst.- Lex. ״Spiro“, Künstlerlex. ״Wolf“ u. Alb. Wolf a. a. O. 70) gehören gleichfalls in diesen Zusammenhang1). ב) Ueber Personen n. Vorgänge im späteren jüd. Hamb. s. n. a. Jost’s Annalen 1841. S. 376 (Musiker Seligmann, Michael Beer Kley's Schüler), 381 (Meisel), 391, '401, 405, 407.

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