Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1903
- Issue
- 2 (1903) Heft XII
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 89)
- Language
- German
- Belongs to
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aus Fürth, Leb aus Kassel, Azriel aus Lublin, Meschullam aus Pressbürg, Leb aus Rotterdam. Gewählt wird No ach Chajjim Tsebi b. Abr. Meir (Heymann Hirsch Meyer) Berlin, geb. 1735 als Sohn des R. Abr. Meir Mai Berlin in Fürth. Hier war er zunächst Dajjan, er kam dann als Rabb. nach Marktbreit, später nach Mainz, 1800 nach Altona. Er war ein Schwiegersohn R. Elija Dob Schwabaeh’s. Seine Werke sind: 1. Chiddusche Joma (Nov. z. Tract. Joma, 2. Majan ha-chokhma (die 613 Gebote in Versen nebst Erklärung, Rödelh. 1804, Lemb. 1860), 3. ‘Atse ‘almugim (zum Schulch. ar. Or. eh.) über Händewaschen, ‘Erube chatseroth u. den 3. Verwandtschaftsgrad, Sulzb. 1779),! 4. ‘Atse arazim (z. Sch. ar. Eb. ha‘ez., Fürth 1790), 5. *Atse beroschim, 6. RGA. Er approb. die Qeroboth, Rödelh. 1800/5. Seine Bestallungsurkunde: Dibre 194. (S. auch Grunwald, Aus d. Hamb. Staatsarchiv, S. 24 u. Jew. Encycl.) Noach Ch. stirbt, 68 Jahre alt, am 3. Ad. 562. Auf N. Ch. folgt Tsebi Hirsch b. Binj. Samt er aus Samoscz, vorher in Brody und Glogau. Mit ihm konkurrierten bei der Wahl am 28. Ij. 562 (Dibre 225): Zalman Cohen-Fürth, Leb-Kassel (Bruder des verst. OR.’s), ‘Azriel ־ Lublin, Meschullam ־ Pressburg, Leb- Rotterdam, Mikhael-Mannheim, Leb-Halberstadt. S. erkrankt und zieht auf den Rat der Aerzte nach Ottensen. Doch die Krankheit verschlimmert sich und man betet für ihn in den Synagogen. Am 18. El. (21. Sept.) 1807 stirbt er in einem Alter von 67 Jahren und wird tags darauf beerdigt. An seinem Grabe sprechen sein Sohn R. Liebes, der Dajjan Laze-Berlin und R. Barukh-Prag. — Approb. hat S. Sal. b. Jeh. Leb’s Schebile thora-Warschau (?) 1804. Ein neuer ORabb. wird erst 1815 in der Person Akiba Wertheimer’s bestellt. So viel über die Theologen in den Dreigemeinden bis 1811. Ueber Wechselrecht schrieb Andreas Leser aus Augsbürg (1658—1731), der nach mehrjährigem Aufenthalt in Italien, besonders in Genua, in Hamburg lebte. 1805 promov. in Göttingen zum Dr. jur. der Hamburger Lebrecht Liepmann, später Advokat in seiner Vaterstadt. Von dem Privatlehrer Dr. Wilh. Wolf, einem Sohn des oben genannten Dr. Hirsch W., ist ausser verschiedenen Beiträgen zu Zeitschriften 1816 ״Theodor und Mathilde oder die Befreiung Hamburgs, Gedicht in 6 Gesängen, Hamb. 8“ erschienen, von dem Prager Rechenlehrer Bernh. Veit Jeiteles, von 1805—47 im Hamb. Adressbuch verzeichnet, 1833: ״Tabellen zur Berechnung sowohl des feinen Gehaltes als des Betrages in Beo. Mark von Gold und Silber, Hamb.“. Martin Jos. Haller, geb. zu Halle 1770, gest. in Hamb. 1853, der Vater des Senators Nie. Ferd. H., verfasste mehrere handelspolitische Schriften und• Aufsätze. Seine Schwägerin Ester Mendel, geb. Gottschalk aus