Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1903
- Issue
- 2 (1903) Heft XII
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
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63 Gesandtschaft und der schwedischen Marine in Hamburg und im niedersächsischen Kreise wurde. L. verfertigte hier Sauerbrunnenextrakt, venerische Pillen und Gesundheitschokoladen. Er starb 1797. Unter anderem schrieb er ״Ueber Leidenschaften und Gewohnheiten der Menschen und deren Einfluss auf die Gesundheit. 2. Teil: Der Mensch moralisch und physisch dargestellt. Braunschweig 1797. Goslar 1801. Neue Aufl. 1811 (nur Titelblatt) 4* (Vgl. R. Landau, Gesch. d. jiid. Ärzte, Berl. 1895 S. 129. Sehr gehässig urteilt über ihn der unzuverlässige G. Merkel in seinen ,,Briefen über Hamburg und Lübeck“, Leipz. 1801 S. 300.) Jos. Jac. Gumprecht aus Göttingen, wo er auch 1793 promovierte, kam nach einem Studienaufenthalte in Kopenhagen und einer mehrjährigen Lehrthätigkeit an die Universität seiner Vaterstadt (1806), wo er als einer der tüchtigsten Aerzte und Geburtshelfer galt. 1819 durch Kränklichkeit zum Aufgeben der Praxis genötigt, privatisierte er seitdem in Hannover. Hier starb er 1838. Gleichfalls aus Göttingen stammte Ignatz Gumprecht, seit 1801 Arzt in Hamburg. Während der Belagerung 1813 und 14 praktizierte er eine Zeit lang zu Randers in Jütland, dann ging er nach Lüneburg, wo er im Hospital der Alliirten thätig war, und kehrte nach der Befreiung Hamburgs dorthin zurük. Er wurde Sachsencoburgischer Hofrat, Ritter des St. Wladimirordens, Mitglied der Erlanger Naturforschenden Gesellschaft, der Societe de Medicine de Montpellier und der Berliner Aerztlichen Gesellschaft. Interessant ist seine Dissertation ״de rituum religionis judaicae in sanitatem influxu. Gotting. 1800 (1801?).44 Stammvater*) von sieben, meistenteils Hamburger, Aerzten wurde Gerson Davids, der nach seiner Promotion in Leyden 1734 sich in Hamburg niederliess. Sein Sohn Hartog Gerson, 1758 ebenfalls zu Leyden prom., war Arzt am israel. Hospital in Altona. Dessen jüngster Sohn Jos. Gerson, 1751 in Altona geb., studierte in Kopenhagen und Göttingen, prom. hier 1776 und zog dann nach Altona, 1779 nach Hamb. Er starb 1801. Alexander Hirsch G., sein Sohn, geb. zu Hamb. 1772, studierte in Göttingen, wo er 1797 prom. Er praktizierte in Hamb, bis zu seinem Tode 1809. Sein Bruder Jos. Hirsch G. lebte nach seiner Promotion *) Genealogische Uebersicht der Familie Gerson: David Hartogh, Talmudist in Amsterdam Gerson Davids Salomon Davids Hartog Gerson (s. oben S. 24*) (gleichfalls Arzt) Hirsch G. Jos. G. ־■■■■■ -— Alexander Hirsch G. Jos. Hirsch G. Georg Hartog G. Cäsar Hartog G.