Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1902
- Issue
- 2 (1902) Heft X
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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140 ה׳ ב, מ׳ Erst um die Mitte des XVI. Jhdts., als Isak Lurja die Lehren des Zohar in die religiöse Praxis umzusetzen begann, kam das Hexagramm bei den Juden in Aufnahme. Dieses Symbol der Evolution und Involution, der innigen Verknüpfung der sichtbaren und unsichtbaren Welt, soll nach Lurja (in seinem ,/Ets chajjimu) u. a. auch den Seder beherrschen. Die 3 Matsot sind: כתר ,הבמה ,תבונה d. 1. die 3 Teile des Hauptes der Gottheit (שלשה מוחין), die Sederschüssel: מלבות, Zero‘a zur Rechten: הסד, das Ei zur Linken: גבורה, Maror: תפארת, Charoset: נצח, der linke Fuss: הוד ,ברפס ist der rechte Fuss, der Kren: יסוד. — Jon. Eybeschiitz erklärt in Luchofedut, Alt. 1755, p. 71 die Wirksamkeit des Hexagramms bei Kreissenden. Haasif II. 222 fg. wird auf Midr. r. zu Ruth III, 15 (6 Mass!) und Sanh. 93 hingewiesen und der Name Schild Davids durch die Anwendung des Hexagramms als Bild der Sefirot (בתר מלבות!) erklärt, was zu Vajdas Erörterung passt. Es scheint, dass, wie die Menora (nach Jes. XI, 2), so der Schild Davids in anderer Form den Messiasgedanken aus drücken soll. Von magischen Figuren finden sich in jüd. Schriften ausser dem Hexagramm noch der Kreis (S. Raziel, vgl. Kircher, Arithmologie 168), das gleichseitige Dreieck, z. B. cod. Mon. 67, (s. Steinschn. Cat. Münch. HSS) und in Amuletten (vgl. Kraus I, 379, Götz 73), auch als Abracadabtra u. ähnl. (Sehudt, Merckw. I 77, Mitteil. V, 10, 43 nach Pesach. 112), und das Viereck, so bei Abr. ibn Ezra, Jesod Mora ed. Creiz. S. 122, Mitteil. V, 60, VI Eingänge, Steinschn. Cat. Hamb. 56 f., 99 f. (vgl. Günther, Ziele u. Resultate). Ein solches Viereck mit der Summe 15 beginnt הכם אגי ןגם ן;רול הדורש ןה ונו" K) Aus fremden Kreisen. Jesuskopf? als Illustr. zu . . . אמונת, Kustode cod. Hamb. Steinsch. 98 f.93 b. Kreuz auf Münzen: HM 34, in Hagg. Amst. 1711, Wien 1804 auf einer Kirche in der Darst. der Engel bei Abraham, in den späteren Angaben weggelassen. Kirchenfa<^ade als Menora: C Strauss X, XIII. Jahrh. Bacchus auf