Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1901
- Issue
- 2 (1901) Heft VIII
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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172 Häuser Einfachheit und Anspruchslosigkeit, indem sie grösseren Wert auf die verhältnismässige Höhe des Bauwerks legten. Das ganze Gotteshaus ist aus Eichenholz gebaut, und wie die Überlieferung erzählt, wurde der grösste Teil des Baumaterials der Gemeinde von den damaligen edlen Besitzern von Pohrebyszcze geschenkt. Aus dem hier beigefügten Situationsplan des Parterregeschosses und ersten Flures (Fig. 13 und 14) ersehen wir, dass das Gebäude im Verhältnis zu der nicht allzu zahlreichen Gemeinde gar nicht klein und dass das Innere in Anbetracht der geringen Zahl der Bevölkerung reich- 20. Fig. 13. Der Plan des Parterres zur Synagoge in Pohrebyszcze. lieh gut und bequem eingerichtet ist. Man muss gestehen, dass die Grössenverhältnisse überall proportioniert sind, da das Gebäude 16,7 m Länge und 20,4 m Breite hat. Die Abteilungen die für die Frauen bestimmt sind, scheinen uns im Verhältnis zu der ungleichmässigen Länge (12,4 m) zu eng (3,5 m Breite) zu sein. Die für Männer bestimmte Abteilung ist besser proportioniert, da sie eine Fläche von 12 ra Breite und 12,4 m Länge einnimmt. Hiervon ist abzurechnen ein Holzaltar einfacher Konstruktion, welcher in der Mitte der Synagoge eine Fläche von 5,6 m Länge und 4 m Breite einnimmt, sowie ferner eine Holzestrade, die an der rechten Seite angebracht ist und die 2,7 m Länge und 1,5 m Breite hat und welche, wenn sie auch nicht zu gross ist, dennoch die Grössenverhältnisse der Synagoge beeinträchtigt. Die