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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · page 2

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Mitteilungen der Gesellschaft für jüiische Volkskunde unter Mitwirkung hervorragender Gelehrter herausgegeben von JUI. Grunwald. Heft VII. Hamburg. Jahrg. 1901. Nr. 1. Inhalt: Ysaye L., Einiges aus den Memoiren der Glückei von Hameln. — Landau A., Die Sprache der Memoiren Glückeis von Hameln. — Bacher W., Ein hebräisches Lied zu Simchath-Thora aus Buchara und Jemen. — Krauss Sam., Engelnamen. — Fried M., Sabbatlieder. — Landau A., Reime bei der Bereitung des ״Kigl.a Volkslied. Kinderrätsel. — Kohn S.. Farwü’s ba Jidn Cenen ni§tu ka Ganuwn. — Der Jude im schlesischen Weihnachtsspiei. — Fragekasten. — Eingange und Erwerbungen. — Inhaltsverzeichnis zu Heft I—VI. — Nachrichten. — Kassenbericht. Einiges aus den Memoiren der ^lückel von Hameln. Von L. Ysaye.1) Diese Memoiren sind keine Photographie, sie sind ein Gemälde. ln ihrem schönsten Staate, in ihren kostbarsten Gewänden* kommt die alte Judenfrau zu uns und sie möchte gar zu gerne, dass wir ihr glauben, wenn sie versichert, dies sei ihre Alltagskleidung. Aber beim besten Willen vermögen wir das nicht; sie verrät sich selbst zu oft. Manchmal ist es ein Blick nach dem Spiegel, manchmal eine ungeschickte Bewegung in dem Prachtgewande. die uns stutzig und misstrauisch machen und zuletzt lächeln, wir ein bischen über die gute, geschwätzige Glückei, die vor uns posiert. Die Memoiren sind von dem verstorbenen Prof. Dr. David Kaufmann herausgegeben; sie umfassen die Jahre 1645—1719, die Zeit nach dem grossen Kriege, eine Zeit der Sittenlosigkeit und der allgemeinen Verderbnis, eine Zeit, in der Hexen verbrannt und Gold gemacht wurde, eine Zeit, in der die vornehmsten Frauen die verfänglichsten Dinge schrieben, und nicht bloss schrieben, l) Anmerkung des Herausgebers: Wir bringen diese Skizze als Einleitung zu der wissenschaftlichen Arbeit Dr. A. Landau’s, um unsere Leser mit dem hauptsächlichsten Inhalte des dort behandelten Buches bekannt zu machen.

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