Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1900
- Issue
- 1 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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- Homer 1× ep/1025156
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26 Liebe zu gewinnen, 18. (ג) Geh’ zum Schmied und nimm ein neues Gefäss voll Wasser von jenem Wasser, in welches das [glühende] Eisen geworfen worden, und streue in dieses Wasser, welches dort beim Schmied übrig geblieben, drei Lorberblätter. Alsdann mache (!) einen Pfennig und lege diesen Pfennig unter die linke Rand, bis der Pfennig unter der Hand schwitzt. Hierauf nimm diesen Pfennig und lege ihn in dieses Gefäss voll Wasser, und der Pfennig bleibe daselbst samt dein Wasser in dem Gefässe zwei Tage und drei Nächte. Nachher giess dieses Wasser auf die Fussspur des Menschen, an dem du Gefallen findest, und sprich: ״So wie dieses Wasser an dieser Erde haftet, so hafte die Liebe des N. N. an mir, und seine Liebe weiche nicht von mir, so lange es mir gefällt“. Nun nimm das Gefäss mit dem Pfennig und schlage darauf, bis es zerbricht. Sodann wirf das Gefäss auf den Schutthaufen und den Pfennig vernichte im Feuer, so wird seine Liebe an dir haften. 18) Unter dem Arm tragen auch bei Grimm M. CL1. Lorber als Schutzmittel: das. 120. Besprechungen (s. unt-, §§ 125. 177b) finden sich, obwohl bereits die Alisna’n Sauh. 90a Besprechungen von Wunden selbst durch Bibelverse, wie die Griechen Verse aus Homer zitirteu (Sprengel II 297) und später die Christen die Anfangsbuchstaben aus dem Ev. Johannis verwendeten (Bub. 139). verbietet, wiederholt im Talmud angeführt, z. B. Sabb. 67a Pes. 112a. eine Art Abrakadabra. Vgl. Kohut 89 ff‘. Als Grundsatz galt: (Ihn Ezrazu Lev. 19,31) הבהוב לא אסר האמה אלא השקד. Audi in der späteren Zeit bediente man sich magischer Formeln, z. B. gegen die Kolik [Sprengel II 248, vgl. 251 Perles (Grätzd 27]. Äetius (das. 285) wendet eine an, die beginnt: ״Gott Abrahams. Isaks u. Jakobs“. Ein Knochensplitter soll heraus, ״sowie Jona aus dem Walfisch״. Die Fussspur wird bereits im Talmud Sanh. 67b Chullin 7b benützt, um den. von dem sie lierrührt. zu bezaubern. Vgl. Joel I 77. Perles etym. Studien 74. Streut man in die Fussstapfen eines Diebes brennenden Zunder, so wird der Dieb gebrannt und verraten: Grimm AI. CLIII; vgl. CLV n. 1040 und CIV. Ein in anderer Hinsicht sympathetisches, nämlich nur nach äusserer Xamensähnlichkeit das sanans und sanandum verbindendes Mittel (vgl. Bosenstein 13. 17) giebt Grimm M. C an ״eine jungfrau bald zu erwerben, schreib deinen und ihren Namen auf junfernpergament. wind es in Jungfernwachs [vgl. Jungfernöl: Wiesner, Scholien II 177; Jungfernerde: das. III 87] und hänge es an deinen Leib“. Ueber solchen etymol. Aberglauben s. Blau 165. In den Zaubertexten (auch im יהי רצון für Sukkoth u. ähnl.) wird stets der Name der Mutter, nicht des Vaters, wie üblich, genannt. Vgl. Sabbath 66b (SZ 32a Brecher 197 f. 219. M. 1895 S. 42. Stübe 40. Blau 117. Simmns 8. 273. 278 u. s.). Wie hier der Pfennig, bei Grimm M CLII ein Heller, OLVI ein Böhm. Ein Priester, der Lewi heisst: Brecher 223. Zauberei der Leviten: Suidas s. v. Ettxias. Vgl. Blau 361). Priester gelten als wunderkräftig (Sprengel III 403. Wuttke 207. Schindler 196). Auch Frauen bes. geeignet zum Zaubern : Aboth II, 8. Stahl zur Entzauberung: Grimm M. 635. Stahlbäder: Sprengel II 79 Schmiedewasser: Brecher 223.!Jeher Lorbeer: Hohn 218.