Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1900
- Issue
- 1 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
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20 Simmus1) Simmus thillim in Sefer tehillim, Amst. 1767. 1778 u. s. Schindler Schindler, der Aberglaube des Mittelalters. Breslau 1868. Schröder Schröder J. F., Satzungen und Gebr. des talm.-rabb. Judenth. Bremen 1851. Schwartz Schwartz F. L. W., Der Ursprung der Mythologie. Berl. 1860. Soldan =: Soldan-Heppe, Gesell, der Hexenprozesse. Stuttg. 1880. Sprengel K., Versuch einer pragm. Gesell, der Arzneykünde. II Halle 1823. III 1827. St H — Steinschneider M, Cat. der hebr. Handschr. in der Stadtbibi, zu Hamburg. Hamburg 1878. St Ps Steinschneider M, Zur pseudepigraph. Bit. Berl. 1862, Stobbe Stobbe, Gesch. der Juden im MA. Stübe Stübe R.. Jüd.-babyl. Zaubertexte. Halle 1895. SZ Sefer zekhira. Huradna 1805. T. Text. v. u. e. versucht und erprobt (בדוק ומנוסה probatum est). Vgl. Blau 92. Wohlstein Wolilstein J.? Dämonenbeschwörungen aus nachtalm. Zeit in: Zeitschr. f'. alttest. Wissensch. IX und Berl. 1894. Wuttke Wuttke, Der deutsche Volksaberglaube der Gegenwart. Berl. 1869. [Hier bedeuten die Zahlen die §§.] ZGJD — Zeitschrift f. d Gesch. d. Juden in Deutschland. Wahrsagen. 1 (קפו). Einen Mörder zu entdecken. נהפרזיאי ist gut, wenn du einen Erschlagenen findest und man nicht weiss, wer ihn erschlagen hat: nimm von dem Blute des Erschlagenen und schreibe auf seine Stirn diesen Engel samt den Engeln: כפיאל כתיאל, nach anderen: וע״ש אגף שצף ק עף, nach anderen: רפף hinter קעף, nach anderen אגף hinter קצף. Dann lege den Leichnam auf das Antlitz, und der Mörder wird sich von selbst einstellen. Er wird den Erschlagenen beweinen und sich nicht von ihm trennen können. Daran erkenne, dass er der Mörder ist. Auch wird er nicht fliehen können. Es ist gut, [den Engelnamen ] auf ein Am ulet zu schreiben. 1) Am Schluss eines Exemplares im Bes. des Herausgeb. hat der einstige Besitzer vermerkt: האשד, השובה מ״ (Thren. I, 16) על אלה אני בוכיה על פטירת בוגרת בלרימנא בת ב״ה אברהם גוגענהיים מהמבורג, שנפטרת ביום ד" כ" סיון הקמה לפ״ק ונקברת למחרת ביום ה" כ״א סיו;. Hier liegt also das Todesdatum der Schwägerin Moses Mendelssohns, Blümchen Gugenheira, vor. (Vgl. Jalirb. f. jüd. Gesch. und Lit. 1898 S. 212 f.) Ferner heisst es: לזב// ב״ אב תקנח ל[פ״ק] איזט בני אברהם שי״ למ״ט פון המבורג גאך אמשטרדאם גרייזט ה' יצלח (!) דרנו den 16. July 1798. Hieraus geht hervor, dass der Schreiber der Bruder Fruraets (s. ihre Grabschrift Allg. Zeit. d. J ud. 22. Jan. 1894) u. Blümchens, vermutlich Joseph Gugenheim (ebendas.) ist. Übrigens liegt auf dem Altonaer Friedhof (Gräbst. 3090, vgl. Wittkower. Aguddath perachim S. 292) auch ein משה מנחם מענדיל und auf dem zu Ottensen ein Moses Mendelssohn, dessen Grabschrift die eine der Hdss. Mitt. IV S. 153 Nr. 74 enthält. 1) Vgl. נהוראי Perles (Grätz) 36. Ein anderes Mittel: Schröder 566. Ueber das Bahrrecht s. Schindler 234, über das Gottesurteil bei der Ehebrecherin u. das Losorakel bei den Hebräern: das. 233 u. 229.