Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 2 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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56 In Zeitschriftenaustausch: 1) Smithonian Institution in Washington11). 2) Melusine, hrsg. von Gaidoz, Paris. De Svenska Landsmälen, hrsg. von Lundeil, Upsala. IV. Zu den schriftlichen Sammlungen: Von Hn. M. Abraham, Hamb., Hn. Rabb. Dr. Biach, Brüx12), Hn. Rabb. Dr. Cohn, Kattowitz, Hn. Rabb. Dr. Eschelbacher, Bruchsal, Hn. Rabb. I)r. Freund, Czarnikau, Frl. CI. Hess, Frkf. a M., Hn. Lehrer Heinemann, Hamb., Hn. Dr. Kestenband, Wien, Hn. S. Kohn, Prag, Hn. Synd. l)r. Minden, Berl., Hn. Schweinburg Eibenschitz, Wien, Hn. B. Weinstein1'‘1), Hamburg. V. Geldspenden: Höhere Beiträge14) zeichneten die All. Isr. Un. (2 Exempl. ä M. 5), der Deutsch-Isr. Gern.-Bund (M. 10), Herr Prof. Kaufmann (M. 8,.50), Herr Leipziger, Bresl. (M. 5,30), Die Mamreh-Loge (U. O. B. B,), Beuthen O S. (M. 5.30), die München-Loge (U. O. B. B.), Münch. (M. 10), HerrSeidemann, Ujest (M. 6), Herr Prof. Dr. Stein (M. 5), eine einmalige Gabe: Herr J. Stavenhagen, Frkf. a M. (M. 30). Für alle diese Beiträge besten Dank! Fragekasten. 1) Ueber Fischessen s. Mitt. 102 n.13, vgl. I M. 48,1<> (daga sich mehren, dag —Fisch, daher auch der Name Efraim Fischl: Bodleyana XXIII). Schon im alten Rom waren die Juden als Fischesser bekannt (Berliner, Gesch. d. Jud. i. Rom I, 101). Dahin verlegt auch der Talmud (s. das. u. vgl. das Sabbatlied : Jom Schabbath v. 2) eine Erzählung im Sinne des ״Ring des Polvkrates.“ Fische galten, wie Hühner (vgl. Mitt. 88 n 40 u. Perles 08, Hühnersuppe auf Hochzeiten auch bei den Türken) und Gänse (Judengans bei Güdem Erz. III, 133) als Festspeise (vgl. S. mischte chakhamim, 29. Frage). Zumal nun in katholischen Gegenden das Fischessen am Freitag einen grossen Fischmarkt brachte, wählten die Juden dieses Gericht, um auch dadurch den Sabbat auszuzeichnen. Fische wurden besonders als ״Milchding“ gekocht, so in den 3״ Wochen“ zwischen dem 17. Tammuz u. 9. Abh und an Schabhuoth (Mitt. 101 n. 10). — An das Fischekochen knüpft sich manche Sage, so Moose ha-Schem n. 19 (nach dem Ec chgjjim des Js. Lurja), wo aus dem Kopfe eines grossen, teuren Fisches beim Oeffnen am Freitag ein Geist in die Tochter L.s fährt und diese betäubt niederfällt (vgl. Mitt. 69 n. 2). — Heinr. VII verbot den Juden, an Fasttagen Fische zu kaufen (Stobbe, Gesch. d. Juden i M. A. 51). In der altchristl. Kunst ist der Fisch eines der beliebtesten Symbole (vgl. Lübke, Grdr. d. Kunstgesch5. 250), da das grich. Ichthys (Fisch) aufgelöst wurde in: Jes. Chr. Theu hyjos (Gottessohn). Der Liebesgott war bei den Indern (vgl. Benfey Pantsch. II, 184): ״Der den Fi sch in seiner Fahne Führende.“ 2) Das1) Habhdalalied (nicht nur für Frauen als Ersatz des Ledowid barukh [Bernstein, Mendel Gibbor 122], sondern in Oest.-Ung, wie in Süddeutschl. von Männern gesungen) Mitt. 56 n. 6au.b liegt uns ausserdem in 8 Lesarten vor, die bis auf 2 (Bernstein, Vögele der Maggid 168 u. Oppenheims Bilder XI: ״in Deinem Lob“) alle von Blogg, Qehillath Schelomo p. 118 (״Lobe“) abweichen. Louf (bh schrieb man jüdisch-deutsch oft für f, besonders hier nach ״Jakob“), welches dem hebr. derekh (z. B. Ps. 1, 1; 128, 2) entspricht, wurde zu Lob verstümmelt.