Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 44 (3.11.1933)
- Date
- 1933-11-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2641551-2641667-2641708--845-2642887- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 4. Der jüdysche Arbeiter. 3 November 1933 betraut, in das Abgeordneter Dr. Angelo Goldstein, Doktor AllfYllf t Josef Popper, Präsident des U. 0. B. B. und Mitglied* des " Administrative Committee der Jewish Agencf, Joseph Sprinzak, J. Mereminski und Dr. N. M. Gelber gewählt wurden. In der Weltzentrale wurde auch ein Sitz für Vertreteil der Gruppe B der Allgemeinen Zionisten reserviert. Die Weltzentrale der Allgemeinen. Zionisten, die vor einigen» Tagen in Krakau getagt hat, faßte den Beschluß, ihre Vertreter in die Miphal-Arlosoroff-Komitees zu entsenden. Ebenso stimmte auch die Judenstaatspartei zu, am Miphal- Arlosoroff mitzuarbeiten. Das Ziel, das sich der Miphal-Arlosoroff gesetzt hat, ist Anbringung von 100.000 Pfund für Bodenervverb und neue Siedlung. Zur Unterstützung des Miphal begab sich1 der Präsident der Jewish Agency und der Zionistischen] Weltorganisation, Dr. Nahum Sokolow, nach Polen. Wir haben noch' kein festgesetztes Kolonisationsprogramm im Rahmen des Miphal. Zwischen dem MiphaK und der vom Kongreß beschlossenen Ansiedlung von deutschen Juden besteht kein Zusammenhang. Es ist klar, daß die Kolonisation im Rahmen des Miphal für kolonisationsfähige Elemente aller Volksschichten ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit bestimmt wird. In diesem Rahmen werden auch deutsche Juden, sofern sie kolonisationsfähig, sind, angesiedelt. Ihr Anteil an der Kolonisation wird keineswegs irgendwie geschmälert werden. Zentralisierung industrieller Information in Palästina Die gesteigerte Mittelstands-Einwanderung nach Palästina hat das Problem der Information, über landwirtschaftliche und industrielle Möglichkeiten in Palästina in den Vordergrund gerückt. Die unterzeichneten verantwortlichen Organisationen und Institutionen des Jischüvv haben die Notwendigkeit erkannt, diese wirtschaftliche Information an einer Stelle zu zentralisieren, um den neuen Einwanderern objektive und authentische Nachrichten über die wirtschaftlichen Möglichkeiten in Palästina zu geben. Die Mehrung der Informationsstellen und die Erteilung von Information durch unbefugte Privatpersonen und Privatbüros soll durch eine zentrale und öffentliche Informationsstelle aller verantwortlichen Organisationen des Jischuw ersetzt werden. Nachdem bereits die landwirtschaftliche Information durch das „Zentrale Informationsbüro für Boden nnd Landwirtschaft" zentralisiert wurde, haben jetzt die unterzeichneten Organisationen. die Zentralisierung der industriellen- Information in. derselben Wirtschaftsstelle vorgenommen. Durch diese Zentralisation wird die Koordination aller auf den Aufbau der Industrie gerichtetem Bemühungen erhofft. Die ^Interessenten und neuen Einwand'Öres'r -&öMen' ' von jetzt ab alle schriftlichen und persönlichen Anfragen in industriellen Angelegenheiten: an das „Zentrale Informationsbüro für Industrie", in landwirtschaftlichen Angelegenheiten: an das „Zentrale Informationsbüro für Boden und Landwirt- schaff, \' beide bei: „The American Economic Committee for Palestine", Tel-Aviv, Bd; Rothschild 18, POB. 52, richten. Stadtverwaltung Tel-Aviv. Vereinigtes Komitee zur Ansiedlung deutscher Juden in Palästina, i Industriellen-Verband in Palästina. Allgemeine, jüdische Arbeiter-Organisation in Palästina Kolonisten-Vereinigung in Palästina. Handelskammer Tel-Aviv-Jaifa. Hitachduth Olej Germania. Tke American Economic Committee for Palästina. An der Schwelle des Winters, der die Leiden der Armen vervielfacht, rufen wir wieder alle zur Hilfeleistung auf, die das Schicksal vor Kälte, Hunger und Obdach; losigkeit bewahrt hat. Doppelt schwer ist unsere Aufgabe für den kommenden Winter. Denn nicht nur unseren, durch die Wirtschaftskrise zur Arbeits- und Erwerbslosigkeit verurteilten Wiener Armen und deren Kindern, unseren einheimischen Alten und Kranken, sondern auch denen soll geholfen werden, welchen blindwütige Gewalt haßerfüllter Menschen alles, Ehre, Menschenwürde und Existenz geraubt hat, den Opfern eleu deutschen Judenverfolgung, Hunderte von diesen stehen seit Monaten in unserer Fürsorge, aber die Mittel hiefür! sind erschöpft, die Einstellung dieser Hilfstätigkeit wäre für die betreffenden katastrophal. Nicht minder unheilvoll! wäre esrf wenn wir nicht in der Lage1 wären, unseren; Wiener Armen zur Seite zu stehen, die angsterfüllt den Schrecik-f nissen des Winters entgegensehen. In den vergangenen Jahren konnten Dank dem Opfermute unserer Gemeinde-Mitglieder, die neben den allgemeinen Winterhilfsaktionen, auch unser Hilfswerk förderten, viele tausende von. armen Juden, die von keiner anderen Seite Hilfe zu erwarten hatten, vor dem Aergsten bewahrt werden. Mehr als 200.000 kg**B'rennmaterial wurden verteilt, über 100.000 Portionen warmer Mahlzeiten wurden verabreicht, fasL 8000 Lebensmittelpakete zur Verfügung gestellt, viele der Aermsten wurden mit Kleidern und Wäsche versehen, vor Obdachlosigkeit bewahrt, die Errichtung von Tagesheimstätten für notleidende Jugendliche wurde gefördert und manches andere. Jede Gabe ist notwendig und willkommen; wer nicht) imstande ist, auf einmal .ausgiebig zu helfen, den bitten wir um regelmäßige kleinere Zuwendungen während der W.intermonate. r - Jeder, der hilft, erfüllt nicht nur ein Gebot 'der Menschlichkeit, nicht bloß.seine Pflicht als Jude, er leistet damit auch den Zoll der Dankbarkeit dafür, daß ihn! das Schicksal vor Not und Heimatlosigkeit bewahrt hat. Spenden wollen an die Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 2, Tel. U 25-5-85 Serie, Postsparkassenkonto B-29.659 überwiesen werden. Mitteilung. In Ausführung des Plenarbeschlusses vom 19. Oktober 1933 wird in der Mikwah (rituelles Bad) der Kultusgemeinde, Wien, II., Floßgasse 14, der Preis/ eineä Frauenbades III. Klasse mit Wirksamkeit vom 29. Oktober 1933 von S 2.— auf S 1.50 ermäßigt. Israelitischer Jugendgottesdienst. Samstag, den 4. November 1933, finelet in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen der Jugendgottesdienst um 3 Uhr nachmittags statt. Predigten, bzw. S c h r i f t e r k lä r u n g e n in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 3. November 1933 werden, bei den um 4 Uhr 25 Minuten beginnenden Abendgottesdienstes in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten, bezw. Schrifterklärungen abgehalten und zwar: II., Pazmanitengasse 6: Rabbiner Dr. Z. Taubes, III., Untere Viaduktgasse 13: Rabbiner Dr. K. Kupfer; V., Siebenbrunnengasse 1 a: Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; XVI., Hubergasse 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach; XVIII., Schopenhauerstraße. 39: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; XIX.,- Dollingergassc 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein; XXI., Holzmeister-• gass e^2: Rabbiner Dr. M. Rosenmann; Samstag, dern 4. November 1933 beim Hauptgottesdienste: Schrifterklärungen. 1 Stellenvermittlung zionistisdWozialistischer Studenten vermittelt Lehrer für alle Lehrfächer der Mittelschule. Anfragen sind an die Administration unseres Blattes zu richten. Jüdisches Volksheim, II.,s. Blumauergasse 1. Samstag, ,den 4, November 1933, 9 Uhr abends:!d -Ar Tanzunterhaitung Jazz. Dr. Max Weinreich in 'Wien Der bekannte jiddische Sprach- und Literaturforscher Dr. Max Weinreich, der Leiter des Jiddisch Wissenschaftlichen Instituts in Wilna, ist zwecks wissenschaftlicher Studien in Wien eingetroffen. Dr. Weinreich, der erst vor kurzem aus Amerika zurückkehrte, wo er über Einladung amerikanischer Hochschulen Vorlesungen über moderne jiddische Wissenschaft hielt, wird in Wien einige Monate weilen und im Rahmen des „Jüdischen Volksheims" über jüdisch-wissenschaftliche Fragen sprechen. Purim in Tel-Aviv! I. Gesellschaftsreise der Poale Zion—Hitachduth Im Sinne des Auftrages unserer Generalversammlung haben wir beschlossen, Gesellschaftsreisen nach Palästina zu organisieren. Die erste . soll zwei Tage vor Purimi (1. März 1933) in Palästina eintreffen. Die Verhandlungen, mit der Schiffsgesellschaft stehen unmittelbar vor dem Abschluß. Es steht aber schon jetzt fest, daß. wir diei Hinfahrt über Griechenland und Kreta, die Rückfahrt über Tripolis und Cypern nehmen werden. Die Reisespesfem (Schiff II. Kl. und D-Zug, III. Kl.) samt Verpflegung und Führung, sowie Aufenthalt unterwegs, dürfte sich auf zirka S 570 belaufen. Die Führung und die Unterbringung im Lande wird die Histadruth besorgen. Mit Anmeldungen und um Auskünfte wende man sich an die Genossin Singer, IX., Spitalgasse 21/8, Telefon1 A-22-9-29, zwischen 11 und 12 Uhr vormittags und von 6 bis 7 Uhr abends: Anmeldungen für nachstehende Kurse: Hebräisch für Anfänger und Fortgeschrittene; Englisch für Anfänger; Gymnastik, rhythmische/ Gymnastik, Akrobatik; Nähen; Jüdische Geschichte; , Palästinakunde; Geschichte der jüdischen Arbeiterbewegung u. v. a. täglich 6—8 Uhr, Blumauergasse 1. Die Leitung des Gymnastikkurses1 hat die: bekannte Turn- und Sportlehrerin, Gen. Nussi Gottesmann über nommen. Kursbeitrag S '3.— monatlich. Kurse: Montag, Mittwoch von 8—9 Uhr. Kinderkurse: Montag und Donnerstag nachmittags. Anmeldungen täglich. ' Besuchet die Kurse und Veranstaltungen des Jüdischen Volksheimes 1 Die Ortsgruppe XX hat am 1. d. M. ihn neues Heim, XX., Karl-Meiselstraße 5, bezogen. Das Heim ist am Montag, Mittwoch, Donnerstag und, Sonntag ab 5 Uhrgeöffnet. Sportsektion der Poale Zion -Hitachduth. Der Sportbetrieb wurde bereits unter bewährter Leitung aufgenommen. Sc hwimmen: jeden' Dienstag- 19.30 Uhr im Dianabad (bei den Rettungsschwimmern). Moderne schwedische Q y m n a s t i k für Frauen und Männer: Montag und Donnerstag von 7—9 Uhr im Turnsaal der Mädchenschule, II., Czerninplatz. Anmeldungen und Auskünfte im Sekretariate, II., Blumauergasse 1. Diejenigen jüdischen1. Studenten! aus dem Auslande, denen1 die Aufnahme an den Hochschulen abgelehnt wurde, mögen im Sekretariate des Jüdischen HoCh'schulatissChusses, . IX., Aiserstrasse 26, täglich zwischen 1—2 Uhr vorsprechen. A.mtliohe V erlautbarung-en der Israel. JB^ultuag-emeinde "Wien D i e < K1 e i d e r - S t e 11 0 der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren, Bekleidungsgegenständen jeder Art, Wäsche, Schuhe usw. für Männer, Frauen und Kinder. Telephonische oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 2, Tel. U:25-5-85, welche die Abholung: veranlaßt. 13. PAGab Wies® 2&M®wemfa®r 1933 Saloniki — Volo — Piräus — Alexandrien — Port Said — Jaffa — Haifa — Beyrouth — Tripolis —- Cypern — Rhodus — Piräus — Volo Saloniki D-Zug / Speisewagen / Hotel / Auto / Gepäcktrairusport 2- bis 4bettige Außenbord-Kabinen, gute Verpflegung # Tagsüber Aufenthalt in den Mittelmeer-Hafenstäditen. — Zusammen ab Wien, bei, 2. Klasse Sefelff S 440.^- Rückfahrt kann in Palästina wöchentlich innerhalb -von 90 Tagen angetreten werden! Die bequemste, genußreichste und billigste Palästkareise; Prospekte durch: „Pflö" PBfl. wen. Di. fc. fl., 8i8&, Ul., Cipiitrug. 2 Sprechstunde nur Dienstag bis Freitag 9.30 bis 12 Uhr. Tel. B 25-3-81. Schriftlichen Anfragen ist intern. Rückporto beizulegen. t> & m z v 70 m 55 Das PallslinaslnforaiattonsDudi wur innerhalb 8 Wochen vergriffen l 3. Auflage soeben erachlenea Im Urteil d*r .eh. QSi DUltt BtlÜ SCiMF Mi kundigen Kritik: BpfgpggggpgHBflSflBfl Präzise Beantwortung aller Fragen über Palistüu- Verwaiitung, Steuer, Recht, Zoll, Verkehr, Touristik, Einw^deruagsbcetimmungeo, Existenzmögtlichkeken, Zionismus. — Führer durch das Land. — Hebräioches Vokabularium in Lateinschrift. 120 Oktavaeften Tatsachen und Ziffern! Eine Landkarte. Inland S 4.20, im Ausland M. 2.50, Schw. Fr. 3.—, Pengö 4.—, Zloty 5.—, Kc 20.—, Dinar 45.— bei Vorauszahlung, inklt». Porto, erhältlich bei: „PAG** r. G. m. b, H., Wien, III., LandstraBer Gürte! 9 II Lebensverstcheruügs-Geseüöchaft PHÖNIX Aus dem Jahresbericht 1632: Vereicherungsbestand S 2.728,000.000-- Prämien- und Zmaen- Bmnahmen Qarantiemittel Auszahlungen an die Versicherten 179,000 000-- 527,000.000'- 60,000.000-— TfttifikeitagaUet; Uesierrejcn, üentacoes Keich, TtcUechualovaktectu Ke.ublik, '»eulen, HolUa4, Frankreich, Spanien. Malten, Fürstentum Liechtenstein. Ungarn Polen, jus «laviea, Bulgarien, üriezhe iaad» Rumänien, Paliatma, Syrle«, fürkei, Tunis un^ Aegypten. Eigentümer, Verteger, Herauageber u. ventotorortt Redakteur: Jona« r. Wien, XX, MeWe-mannstr. 19. - Druck: „Adria", WVn, II, Taboratr. 52 b.