Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 43 (27.10.1933)
- Date
- 1933-10-27
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4. Der j u d is c h e A r keite r. Ü Oktober 1033 Zersetzungstanks, Glasröhren, Granitblöcke zum Bau von Granittürmen, gelöchte Steiflgdtßiäta, Steingtitröhren und andere derartige Waren in Fotffn von fest einzubauender! Bestandteilen, die zum Aufbau einer vollständigen chemischen Anlage zur Gewinnung von mineralischen Salzen, Mineralien und Chemikalien terforclerlich sind, die in und unter dem Wasser eines Binnensees oder der See in Palästina enthalten sind (indes muß der Einführunde vor der Einfuhr dem Zblldirektor ein Verzeichnis der einzuführenden Waren beibringen); Heu; T/ibben; Kleie; Antiquitäten, sofern dem Zolldirektor nachgewiesen wird, daß sie nicht hu* Verkäufszwecke eingeführt werden; Kieselerde (Si02). Aus Palästina wird vor dem Erlernen des Friseur-, Friseusen- und Kosmetikeririnenberufes füb Palästina gewarnt, da die Aussichten in diesen Berufen zurzeit denkbar ungünstig sind. Der Beruf ist überfüllt und schlecht bezahlt. gunsten der verfolgten deutschen Juden durchzuführen, Ifi die Durchführungskommission wurden Leon Levite, .T. Gitermän, J. M. Lewin, M. Meiäel und Frau Dr. Eiger gewählt. Neüe Sportzeitung. Die Arbeiter-Sportorganisation „Hapoel" in Palästina hat mit der Herausgabe einer hebräischen Sportzeitschrift „Üsenu" (Unsere Stärke) begonnen. Die Zeitschrift, deren erste Nummer bereits vorliegt, erscheint zweimal monatlich. Brief aus Rumänien i Czerniowitz, 20. IX. 1933. Mit dem irneuem Jahre setzt die Arbeit unseren Partei wieder ein!. Die Delegierten des Kongresses Ch'aim Kirmaier und Agronom Feighin unternehmen in! 'den1 nächsten Tagem eine Tournee durch das La'nd, wo sie über dem Verlauf des XVIII. Zionistenkongresses berichten! werden. Bei der letzten! Sitzung des Zentralkomitees wurde der kommende Monat als Werbemonat für die AufiniabJme von neuen Mitgliedern in die Partei proklamiert. Den; Organisationen wurde die Pflicht auferlegt, 'die Organtisationsarbeit durchzuführen, neue Organisationen in den verschiedenen Städten zu gründen und die alten auszubauen. Das Z. K. setzte eine Wirtschaftskommission ein, die das Budget für das kommende Jahr zu fixieren iunld gleichzeitig sämtliche wirtschaftlichen! Agenden der Partei zu leiten haben wird. iDie Chäluz-Zentralkommission konstituierte sich lUrtd wählte folgendes Präsidium: J. Teitler, Obmann; 'S. Singer, Viceobmann, rund J. Schütz, Sekretär. Gleichzeitig berichtete der Skretär über den. Stand des poälfe-zioniistischem Hechaluz. Dem Berichte sind folgende Stellen; zu entnehmen. Die Organisation! besitzt 9 Sniifim mit zirka 300 Chäluzim. An 8 Snifim sind 'die Chawerim landwirtschaftlich1 tätig, während1 ein Snlif in einer Glasfabrik untergebracht ist. Die Chäluzim bekommen eine gediegene kulturelle Erziehung. Die Sommernachscharah wird im Monate Oktober {beendet. Der poale-zionistiscbe Hechaluz untersteht dem Merkas Hechaluz (Zentralorganisation der Chäluzim). Sämtliche Chäluzim werden nach Beendigung der Hachscharah entlassen und sollen bis zur Aufteilung der Zertifikate die Reihen unserer Jugendorganisationen verstärken. Zur nächsten Alijah werden bloß 50—60 Chäluzim in Betracht gezogen werden (so großi dürfte die Quote für den poale-zionistischen Hechaluz sein). Für den 23. und 24. September würde eine Beratung der Delegiertem der einzelnem Snifim nach Czernowitz einberufen. Auf der Tagesordnung, stehen iu. a. folgende Referate*: Unsere Jugend und der Hechaluz; die spezifischen Merkmale lunserer Chaluzbewegung; die Organisierung des rumänischen Kibuz in Palästina; Unsere Stellung im Merkas Hechaluz; (Wahl eines Vertreters der Poale Zion: in den Merkas, usw. Die iZentralhechaluzkommissioru (beschloß, mit mit Rücksicht auf das Anwachsen der poale-zionistisCh'en Chaluzb'ewegung eine Winterhachscharah zu gründen. Die; Chäluzim werden den „Snif Ironi" (Stadt Hechaluz) foüddni iurtd in Fabriken untergebracht werden. Die ordentliche Generalversammlung der Czernowitzer Organisation findet Ende dieses Monates statt. Die Jugendorganisation „Freiheit" entfaltet eine rege Werbetätigkeit Die Zahl der Mitglieder wächst von Tag zu Tag. M. K. Ende des Lehrerstreiks in Palästina Jerusalem, 20. Oktober. Der Lehrerstreik an den hebräischen Schulen der Jewish Agency in Palästina, durch den die Wiedereröffnung der Schulen am 1. Oktober hinausgeschoben werden mußte, ist nun beigelegt worden. Die Schulen sind am Sonntag, den 15. Oktober, eröffnelt worden, die Unterrichtstätigkeit ist normal. Befürchtungen für die jüdische Presse in Deutschland Ein Ausschuß jüdischer Journalisten gebildet Berlin, 20. Oktober. Da das neue Schriftleiterges'etz, welches festsetzt, daß nur Personen arischer Abstammung das Amt eines Schriftleiters bekleiden dürfen, die Schriftleiter jüdischer Zeitungen nicht ausdrücklich von dieser Bestimmung ausnimmt, befürchtet man, daß das neue; Gesetz zu einer Gefahr für die Existenz der jüdischen Zeitungen werden könnte. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, haben sich die Schriftleiter der jüdischen Zeitungen in Deutschland zu einer Organisation zusammengeschlossen und einen Ausschuß gewählt, der die Aufgabe übernommen hat, die maßgebenden. Steilen der Regierung über die jüdische Presse aufzuklären und ein Amendement Vorzuschlagen, demgemäß für jüdische Zeitungen, die doch nur jüdische Schriftleiter haben können, eine Ausnahmo gemächt werden soll. Der Ausschuß besteht aus Dr. Robert Weltsch („Jüdische Rundschau"), Dr. Alfred Hirschberg („Centräl-Vereins-Zeitung") und Leo Kreindler („Israel tisches Familienblatt"). Aktion der polnischen Judenheit für die deutschen Juden Warschau, 15. Oktober. Im Hause der polnisch-palästinensischen Handelskammer hielt das Komitee zur Rettung der jüdischen Opfer des neuen Regimes in Deutschland eine Beratung ab, in der beschlossen wurde, nach den Sukkoth- Feiertagen in ganz Polen eine großangelegte Aktion zu- American Jewish Committee nimmt an der Londoner Konferenz für Hilfe an die deutschen Juden teil Neville Laski, Präsident dos Board of Deputies; of British Jews, teilt der .TTA. mit, er habe soeben vom American Jewish Committee in New-York telegraphisch die Verständigung erhalten, daß das Committee Gewicht darauf legt, zu den Einberufern der Londoner Konferenz für Hilfe an die deutsche Judenheit zu gehören. Die anderen Einberufer der Konferenz, die am 29. Oktober im jüdischen Gemeindezentrum im Woburn-Haus eröffnet wird, sind Joint Foreign Committee (auswärtiger Ausschuß der Angl o-Jewish Association und des Board of Deputies) in London, Alliance fsrelite Univorselle in Paris, American Jewish Cotigress in New-York und Cornite des Delegations Juives in Paris. Warum der Rorst-Wessel-film verboten wurde Das „Prager Tagblatt" weiß aus Berlin zu melden,, daß das Verbot der Vorführung des Horst-Wessel-Films nicht so sehr aus ästhetischen Gründen, sondern mit Rücksicht auf das Ausland erfolgt war, die es wenig opportun erscheinen ließ, gerade während der Genfer Minderheitsdebatte ein Filmwerk he raus zubringen, dessen Hauptwirkung in seiner antisemitischen Tendenz liegt. Das Auswärtige Amt sei vom Ausland darauf aufmerksam gemacht worden, daß die Vorführung zu judentfeindlichen Ausschreitungen Veranlassung geben könnte, für dlie diann die deutschen Behördein,, die den Film zuließen, verantwortlich gemacht würden. Die Hersteller des Films wurden daraufhin zu einer Umarbeitung veranlaßt; da aber das antisemitische Momemt der Hauptges.khtspun.kt bei der Herstellung des Films gewesen war, so wuirdle die beabsichtigte Wirkung wesentlich beeinträchtigt. Obwohl der künstlerische Oberleiter des Films Ernst Hanfstaengl, Hitlers intimer Freund, war, der gemeinsam mit dem Manusikriptverfasser Hans Heinz Ewers die Entstehungdes Films überwacht hatte, entschloß man sich doch im letzten Augenblick, den Film zurückzuziehen. Die Aufnahmen zu dem Horst-Wessel-Film kamen auf folgernde Art zustande: Als Darsteller der Kommunistenhorden würden in der Grenadier- und Dragonerstraße zu Berlin wohnende Ostjuden zwangsweise verwendet. Sie wurden auf Dächer verteilt, von wo sie auf vorbeimarschierende SA-Trüppen zu feuern hatten. Main brachte ihnen mühselig den „Rotfronit"-Gruß bei, bis die gewünschte Gegenüberstellung iangbärtiger Juden und blonder Germanen erreicht war. PFfeäigtefi, beiiehuiijgtfcefce ^chrftoiafting en Im den israelitisch«« Gemeinde- und Beilrksaynägofcen. Freitag, den 27. Oktober 1933 werden bei den um! 4 Uhr 35 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten, beziehungsweise Sch'rifterklärungen abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 3, Oberrabbiner Dr. I. Taglicht; JH., nUtere Viaduktgasse 13, Rabbiner Dr. K. Kupfer; VI., Schmalzhofgasse 3, Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VIII., Neudeggergasse 12, Rabbiner Dr. M. Bauer; IX., Müllnergasse 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; X., Humboldtgasse 27, Rabbiner Dr. A. Weiner; XIX., Dollinergasse 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. R. Murmelstein. Samstag, den 28. Oktober 1933 beim Hauptgottesdienst Schrifterklärungen: XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. R. Murmelstein; XX&., Hölzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Israelitischer Jugendgottesdienst. Samstag, den 28. Oktober 1933, findet in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen der Jugendgottesdienst um 3 Uhr nachmittags statt. Hebräisdi-Unferricht erteilt erfahrene Lehrerin für Kinder und Erwachsene. Auskünfte bei Frau Dr. Glanz, Wien, XVIII., Weimaretstraße 19, Tel. A-12-2-34. Stellenvermittlung zionistisdWozialistisdier Studenten vermittelt Lehrer für alle Lehrfächer der Mittelschule. Anfragen sind an die Administration unseres Blattes zu richten. Amtliche, Verlautbarungen der Israel. Jfcultusg-enieinde "Wien Die Kleider-Stelle der Fürsorge- Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidung s g e g e n s t ä n d e n j oder Art, W ä s c h e, Schuhe etc. für Männer, Frauen und Kinder. Teleph'onische oder schriftliche : Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der isr.; Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstottengasso 2, Tel. U-25-5-85, welche die Abholung veranlaßt. Oesterreichische Trefferanleihe 1933 — Zeichnung der Israelitischen Kultnsgeinelnde Wien. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien hat beschlossen, „Oesterreichisehe Trefferanleihe" im Betrage von S 140.000 für die Israel. Kultusgemeinde Wien zu zeichnen. Ueberdies wurden, die unter Aufsicht der Israel. Kultusgemeinde stehenden konfessionellen Vereine und Institutionen aufgefordert, in größtmöglichstein Umfange sich an der Anleihezeichnung für die einzelnen Institutionen! zu beteiligen und es wurde im Kreise der Gemeindem.it-.. glieder auf die Anleihezeichnung in Aveitgehendstem Maße; Propaganda gemacht. 12. PH G- Führung: Ing. Seiden ab Wie?* 21. Mowmtoer 1933 Saloniki — Volo — Piräus — Alexandrien — Port Said — Jaffa — Haifa — Beyrouth -- Tripolis — Cyperai — Rhodus — Piräus — Volo Saloniki D-Zug / Speisewagen / Hotel / Auto / Oepäcktramsport 2- bis 4bettige Außenbord-Kabinen, gute Verpflegung Tagsüber Aufenthalt in den Mittelmeer-Hafenstädten. — Zusammen ab Wien bei 2. 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G, m. b, H„ Wieii, III., landstraOer Gwtel 9 Lebensversichferungs^Gfesellschaft PHÖNIX Aus dem Jahresbericht 1S32: Versicherungsbestand S 2.728,000.000'- Prämien- und Zinsen- Einnahmen , 179,000 0Ö0-— Oärahtiemittel 527,000.000'— Auszahlungen an die Versicherten; 60,000,000'- Tftflgl<eJtpge£fet; Oes^ijreicii, UeHUfhe» K^iijli, Tbcöecho'Blovakiecht Republik. -<eielen, Hollaad, FrärtKreicb, Spanien. Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, PpJen, Jug >sbtv|«p* uJHlr'eD'.AU,r!s" che«iand, Rumänien, Palästina, Syrien, l'ürkei, Tunfa und Aegypten. Eigetttämer, Verleger, H«r«i«geber u. vcrantoortL ItaMotar: Jobw XX, J br. 19, Dmdk: *Ärf*t« WA», Ü, T*o<*r. Stb.