Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 7 (17.2.1933)
- Date
- 1933-02-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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17.. Februar 1933 DER , JÜDISCHE ARBEITER Seite h dhreai Finan2befratef in London ernannt und ihn dem- Irak-Konsulat in London aUaohicrt. § Mazzoth-Bäckerei auf dem Friedhof. Fuchs, der langjährige Vorsitzende der Moskauer Jüdischen Gemeinde, teilte dem ITA-Vertreter mit, daß die im: Ausland verbreitet gewesenen Gerüchte, daß in diesem Jahre das Backen von Mazzoth zu den Pessachtagen verboten sein soll, jeder Grundlage entbehren. Private Bäckereien:freilich geben sich mit Mazzoth.-Herstelltmg nicht ab, weil es niemand danach gelüstet, sich: mit Angelegenheiten zu befassen, die eine Beziehung zur Religion haben» Kooperative oder Staatsbäckereien wollen sich um so wehiger mit Mazzoth-^ Herstellung-abgeben* Die Aufgabe; die religiöse jüdische Bevölkerung mit Mazzoth zu versorgen, obliegt darum einzig und allein den jüdischen Synagogenverwaltungen. Die Moskauer Sy<- nagogenverwaltung richtete im Gebäude des Neuen Jüdischen Friedhofs der sich jetzt 15 Kilometer von Moskau entfernt befindet, eine mit modernen Maschinen ausgestattete Mazzoth-Bäkkerei ein, die in der Lage sein wird* alle jene Moskauer jüdischen Familien, die ein religiöses Pessachfest halten wollen, mit Mazzoth zu versorgen. Mehl kann man überall . auf freien Märkten erwerben. Leider ist. ein großer Teil der jüdischen. Bevölkerung nicht in der Lage, die auf den freien Märkten ge- 1 forderten Mehlpreise zu bezahlen. Torg- ] sin (das staatliche Magazin) gibt seine; Waren nur gegen ausländische Valuta ab, die sich inländische Juden nicht beschaffen können. Juden im Auslände, die Verwandte in Rußland haben, müssen nach dieser Richtung hin ihre-Angehörigen unterstützen. : § Jüdische Mitglieder der Sowjetnisjsischen Akademie. Von den neugefwählten Mitgliedern der Sowjetrussijscheri Akademie der1 Wissenschaften in ^Leningrad sind mehrere 'Juden, so u. a. {die hervorragenden Techniker Profes- Isoren Wiez, Spielrein; Leibenson und?Schimanowski, der Mathematiker und f Astronom Professor Schnirlmann, der \ Physiker Prof.: Roschanski, die Chemi- \ker^Käl)inöw^tsch:? -unÄ' Rebinder, der 'junge > Geschichtsforscher Toimöinski. § Schändung der Synagoge, in St. Pölten. Unerkannt gebliebene Täter haben in der Nacht; zum'vÖ: Februar die wertvollen. Fenstvermälereien. der Synagoge in. St. Pölten, .bei Wien zerstört und die Nordseite des Tempels stark beschädigt. Die Polizei hat, eine Belohnung für die Ermittlung der Vandalen ausgeschrieben. § Polnische. Regierung interveniert in 'Dresden. Die :. offizielle Polnische' Telegraphen-Agentur (PAT) bringt die folgende Meldung aus Leipzig; „Das polnische Konsulat in; Leipzig! hat bei der Regierung in Dresden zugunsten von 15 jüdischen Familien -aus Polen $ denen Ausweisung droht; interveniert; Infolge des polnischen Protestes.'wird die 4 Angelegenheit: ^tech* Deutsche 'Reichsstellen zur Erledigung kommen, sqdaß nunmehr 'die Hoffnung besteht, "daß die Ausweisungsgefahr von den 15 Familien abgewendet werden wird. § Früherer Kultusminister Becker gestorben,. Jra Alter von 56 < Jähren der-, starb in . Berlin -der hervprragende I,|Jaraist und: frühere;'preußische Kultus- 1 minister Professor Dr. Karl Heinrich Becker. Den Juden und dem Judentunj stand Prof. Becker, der eine"; große Peihe jüdischer Geehrter rzu j jseinen - Freunden zählte, mit wohlwollender Unbefangenheit .gegenüber. Als .ein freund* tfles ^atästinalWerkes^ gefiörUe er dem Deutschen Komitee Pro Palästina seit dessen Begründung, an, j §> Jüdischer Schriftstelfer Ifierarischer Preisträger Italiens. Der diesjährige %eis für das besje italienische literarische Werk, die sogenannte^;,Premio Rracchia'V wurde dem . jungen italienisch-jüdischen Schriftsteller , Arturo Loria verliehen. Von Arturo Loria' wurden bisher drei Bände Novellen veröffentlich^ durch die er den Ruf eines der begabtesten italienischen Erzähler erlangte. Die offiziöse römische Zeitung „La Tribuna" widmet der Tatsache der Preisverleihun# an Loria einen Leitartikel* 'hi dem&Löriä«äl&'^ein oH und vielsprechendes Talent -des italienischen Schrifttums gewertet wird. Ans dem icten der Partei (SR: erweiterte BreMUve ttet Die erweiterte Exekutive der tschechoslowakischen Partei tagte Sonntag, den 12. Feber in Anwesenheit von Vertretern aus Prag,- M. Ostrau und Bratislavas sowie eines Vertreters der J. S. SJ—Zentrale in Brünn. In den Vormittagsberatungen wurden drei ausführliche Referate erstattet. Giern. Kessler berichtete über die wichtigsten politischen und organisatorischen Fragen, die seit dem Parteitag im Mai zur Behandlung standen. In der Berichtszeit wurde eine neue Ortsgruppe gegründet; der Kontakt mit dien Ortsgruppen war im All gemeinen befriedigend, wenn es auch infolge der zunehmenden Versehleohtieirung der wirtschaftlichen VerhäJitni&se immer schwieriger wurde, eine Bedeckung des Budgets au finden. Ausführlich befaßte sich der Bericht mit der Frage des Ichud und des Territorialverbandes. In finanzieller Hinsicht wurdei er durah das Referat des Gen. Dr. Grtinfeld ergänzt, der auf die Notwendigkeit hinwies, die Leistungen einzelner Gruppen zu steigern und die Tatsache hervorhob, daß insbesondere die mährischen Gruppen mit wenigen Ausnahmen ihren Verpflichtungen der Partei gegenüber nachkommen. Es wurde beschlossen, den Parteitag für den 16. und 17. Aprill einzuberufen. Über Ort und Tagesordnung wird die Exekutive entscheiden. Die Berufung eines neuen Sekretärs ist mit Energie zu betreiben. Im Zusammenhang mit der Neubesetzung des Sekretariats wird., eine grundlegende Belebung der organisatorischen Ari>eit und Propagandatätigkeit der Partei in die Wege geleitet werden. Aus dem' vom Gen. Baum erstatteten Presse-Referat ging, hervor, daß sich „Der, neue Weg" über alle Erwartungen gut entwickelt hat und nieht nur in den meisten Ortsgruppen, sondern auch in außerhalb der Partei stehenden Kreisen Unterstützung und Anerkennung findet. Wehn diese Entwicklung sich fortsetze^ könne das Bestehen des Blattes als gesichert abgesehen werden. An der Debatte zu den Referaten beteiligten sich insbes. die Gen. Jakob Reiss-Prag, Df. Alexander Bauer-Bratislava, Oswald Süss- M.'' Ostrau * und :Rosenzweig-M. Ostrau, 'sowie die Mitglieder' der Exekutive Gen. Dr. Drach- Tüann, Df.„ Grünföfd», Baun\ Kessler», Lindenbaum, u. a. m. Die Beratungen haben ihre Auf gäbe, den Parteitag vorzubereiten die Schwierigkeiten der zur Behandlung stenhenden Parteiproblemei, die vorhandenen Arbeitsm^glichkeiten aufzuzeigen undt die Ortsgruppen , neuerlich zur verantwortliehen Mitaribeit an' deär Tätigkeit der Exekutive aufzurufen voll erfüllt _ dnw Die XIII. Krei9konferenz der deutschen sozialdemokratischen Jugend fand Ende Jänner in Troppau statt. Nach siner Begrüßung durch Gen. Kutscha, der zum ersten "Mal auf dem Boden :von Tropipau die delegierten der J. S. Arbeiterjugend Rosenzweig urid Tramer willkommen hieß, erstatteten die einzelnen Grup- 'pen Bericht. Gen. Tros't sprach in seinem Referat u. a. auch vton der Tätigkeit der; jüdischen sozialistischen Jugend in M. Ostfau. Gen. Rosenzweig behandelte in der-Debatte den poaleziomii&tiscihen Gedangen. Gen>; Kern- Prag sprach über das Motto dier Tagung. „War klagen an, wir fordern, wir werden siegen." Deutschland: Die Landeskonferenz nationalen Kolonisation, mit. allen Kräften zu stützen. Dr. Fritz Löwenstein behandelte die Aufgaben in Deutschland: Die Arbeit muß sich in der Hauptsache auf zwei große Gebiete erstrecken, erstens im Rahmen der Z. V. f. D. für die gemeinsamen Aufgaben. des Palästina- Aufbaus: Stärkung der Instrumente der nationalen Kolonisation, wie K. H. und K. K. L., Hechaluz, Hachscharah usw.; zweitens muß sieh die Tätigkeit in den jüdischen Gemeindekörperschaften zugunsten der sozialen, wirtschaftlichen urid kulturellen. Förderungen der jüdischen werktätigen- Massen in'Deutschland auswirken. Die Arbeitssitzung am Sonntag; im Beth- Am wurde von S. Adler-Eude 1 mit einem einleitenden 'Bericht des 'Zentralkomitees ^eröffnet, in dem auf die Arbeit der vereinigten Partei seit dem Ichud eingegangen wurde. In den ersten Monaten seiner Tätigkeit war das Zentralkomitee besonders bemüht^ die Fragen der Palästina- und Gegenwartsarbeit innerhalb der Partei zu klären, um so die. Meinungsbildung auf der bevorstehenden 4 Landeskonferenz vorzubereiten. Die andere wichtige Aufgabe1 erblicke das Zentralkomitee in der Konsolidierung der vereinigten Partei und Zusammenfassung aller sozialistischzionistischen Elemente, die bis zur Vereinigung keiner der beiden Arbeiterparteien;- angehörten, i In^ diesem Punkt könne man erfreuliche Erfolge verzeichnen. Die Mitgliedschaft ist *in den letzten Monaten bedeutend gewachsen.. /, Dr. Georg Lubi n ski referierte über .,;,Ju4e|' fjfs^l/ifyP l.Q.» Feber veranstaltete «das ^a|inh|)|perj;National- •.theater ein :• Gästspiel -»von "Alexander Moissi und seinem Berliner Ensemble, in dem dies Komödie von Bernard Shaw £Zu wahr, um schön zu sein" aufgeführt ■wurde. Die Nationalsozialisten hatten durch die Presse Störungen angekündigt, die .sich gegen das Gastspiel des ,;Juden*'*Moissi richteten. Während;des ersten Aktes machten sich die Störer .durch Pfujrufe, Pfeifen, Stinkbomben und' Schreckschüsse bemerkbar. Es mußte bei erleuchtetem Zuschauerraum gespielt werden. (Moissi ist bekanntlich nicht Jude,) ■ ,§ 100.000 Dollar-Einstein-Fonds zuGunsten der hebräischen Universität. Dr. Ä. S. W. Rosenbach, Präsident der ajnerikanisKjlien Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität, machte auf einem'im City Club stattgefundenen Frühstück führender jüdischer,. Persönlichkeiten die Mitteilung,' daß bei dem Einstein-Diner am 15. März in New York dem Ehrengast, Professor Albert Einstein, die Verfügung über einen 100.000 Dollar betragenden Fonds übergeben -werdien - wird. Einstedh - soll die'Summei .nach^Gutdünken.- der .Hebräischen Universität in Jerusalem und anderen jftdi- , sehen Institutionen!, am« deren Gedeihen er in teressiert ist, zuführen.' . :; . Gemeinde- , und soziale Arbeit. <Er wies auf die Schwierigkeiten hin, die „.einer sozialistischen Partei in der Gemeinde infolge der sozialen Gliederung der Ge7 meindemitglieder und des freiwilligen Charakters der Gemeinde usw. begegnen. Trotz alledem müsse man den Kampf für die sozialen und anderen Forderungen der arbeitenden Schichten in der. Gerne in de auch weit e r h in f ühr e n. „An der Aussprache, die sich, in der Hauptsache um die Fragen der Gegenwartspolitik, z. B der Arbeit in den Gemeinden, Landesverbänden und anderen .sozialen' Körperschaften, ferner um; die Arbeit in der Z V. f. D. und um Fragen , der Landespolitik . drehte, nahmen Vertreter aller Ortsgruppen, im Reich lebhaften Anteil. An den Beratungen nahmen vom. Verbandsbüro M. Neustadt, A. Reiss und Tartakqwer teil. Es waren .insgesamt 17 Ortsgruppen, durch 31 Delegierte vertreten. pie erste Landeskonferenz der S. Z. V. hat folgendes Z. e n t r a, I k o< m i t e o gewählt: S. Adler-Rudel, E. Bäsch, Alfred Berger, B. Eisenstadt, Dr. S. Kaleko,. Dr. .Georg Landauer, Marcell Lew, Dr. Fritz Löwenstein, Max Nathan und George Pape. In das . Erweiterte Zentralkomitee wurden gewählt: Dr. Oskar Cohn, Dr K. Daugilajcky-Königsberg,; Ch. S'cheberschiener-Köln, Dr. Albert1 Baer, Dr., H. Holzer-Ohemnitz, Dr. Georg Lubinski, Kurt Löwenstein-Frankfurt, Fritz Lichtenstein, Dr. Deutschmann- Oppeik, Löwenkopf-Dresdten. Dr. Ma.rous-Düsseia^rf^ Dr.':E?f--pUeridöfff, Dr. O. Potschter, Dr. F. Rabinowitsch, S. Tschertok,' Dr. "A. Kupferberg-Hamburg. Dr. Fritz Noack-Gotha, E. Samson^ Breüäu, E. S'chächter-Leipzig, Dr. R. ' Wolfheim-Erfurt, I. Wahl-Berlin. Die Entschließungen: Die erste Landeskonferen'Z, der sozialistischzionii&tiischen Vereiinigung :in Deutschland nahm eine Reihe Entschließungen! an, die u. a. besagen: , 'r I. Die erste Landeskonferenz der S. Z. V. begrüßt das Werk der Vereinigung der zionistischen Arbeiterparteien im, allen Ländern. Sie bestätigt die; in Dexitschland1 voU'Zogene: Vereinigung ,der 'Parteien' und das dieser Vereini- , gung ' zugrundegelegte Programm.. Die Konferenz sieht in der Veireinigung der zionistir sehen Aiiibeiiterparteien düien wi&hitigen 'Schritt auf dem Wege der Verwirklichung desi sozialistischen Zioniismus.- Sie begrüßt den in Danzig geschaffequein W<wrband undl spricht die Hoffnung aus, daß es der Leitung des Weltverbandes gelinge©** .wo^^:d^^(Ywe^gvaig ** auch in den Läaideip vSoh4el^teflQis - "dureh1!»!- -. führen, in, denen es bisher noch nicht geschehen ist. , . Di.e Konferenzi. s ej n- 4 et d e<r j ft d * a o h e u Arbeiterschaft in' Palästina, und i hT« r- V o r k ä: m p f e r in, d&r M i f be-; giettt-b B oai e "Egr e* Is^ajeil, iibawarf^iUv dlerlichenl Grüße., , . , Geg'eniüber *'d«iin An griff e'n1' dei' ' si^ Tju.'Wit i v ß.r»:; u appd'.»Jvto-r a n t w a r t u n g slo^cer Elemente auf die nationrälen und1 sozialen Grundlagen J&ü arbeitenden jüdischen Palästina . ruft die Konferenz zur SamnViuri'g aller' ' sÖÄialis.tischp'n und aller fortschrittlichen .Kräfte im jüdischen Volke um d&s Banner dös arbeitenden Palästina auf. ' ' . IL Die Lage des jüdischen Volkes in djöf ganzen Wölt hat sich in katastrophaler.Weis& verschlechtert. Schwerer denn je ist efet Kampf der jüdischen Arbeiterschaft um '<cSS Recht auf Arbeit und die Sicherung ihn*» Arbeitsplatzes. "Alle. Versuche der Assimu»* tion sind! kläglich «usammengebrochOn. .We.aer die Ideen des bürgerlichen Liberalismus ntjföh die Versuche einer.- kommunistischen Lösring der Judenfrage, in .Rußland, konnteto uttd könnten die . jüdische; Gaiuth ^probleinatifißh beseitigen. x. •. ••';.*••'? Die S. Z. V..ytt,ftiir jeden Versticli 'de* Pr oduk<tiv,i.efii)ing dl er ,jüdi.»c<hÖ(n M a s s «in ein; Die Landeskonferenz bedauert deshalb um so mehr,; den Mißbrauch, den eße „Geserd"; mit dem.. elemieintaa:en Streben 9SMt jüdischen Massen nach Produktivierüng treibt;, indem sie'uaaiter der Maske einer neb" tralem Organisation' einen 'politischen Kaso0 gegen dm Zionismus - und den Aüfibaw qs$ Arbeitenden Palästina* fühmt. -.. Die Zugehörigkeit 'zur IS. Z. V. sehließiJdlQ Zugehörigkeit aur 'OrganiBation -^GsserdV' am Die Landeskonferenz der S. Z. V. erkfiiBt ihre brüderliche Verbundeniheit init deii• Chaw.erim1 in Ru £l'ati'üj isifo; unter den schwersten Verfolgühgeni für'dstsv Recht dier Selfb^tb^tininiung der jüdis^iliißtf Massen, den sozdalistis&hen Zionismus unö^ dV hebräische und1 jüdische KulWr kämp^^ ufflÖ^ leiden. . ' ' . : ' Die Komlerenz .stellt Mgeddes. 'A"i-fc«'J1fc#\ Programm auf:.' 1. " Inte*essenvertr«ltt|ffg insbesondere . dureif entsprechende Tätig&S* in der Z. V. f. t)., in dien jüdiischen. G!effliB%tv dein und dien Landesverbänden, Gewerkscliai-J ten. Betriebsoirganisatioaiien und in der, ,öf|§M^ lichkeiit durch JBdldung. von Arbeitskoll&kW-. ven, Erwerbsloseinorganisationen und son;sÄ*| gen Arbeitmehmerv«trtretungen. 2. GeseU^; schaftliche Erfassung, insbesondere djirpfi Gründüng von . jüdiscihen' ArbeiterldubsV'vAa^ beitersportvereinettHj .'Arbpiterküchein,' Erwörlbfc.' losenheimen, Wohngemeinschaften u. ä. jü.» 3. Kultur- und. B.fldungsärbeit, insbesoii^erc durch ' Schlaffung " von; jüdisohön, Arbefitefc schulen. Erwerbslosenkür&en, Pflege und V)E*- breitung der befeis^hein imd jiddischen'Literatur usw. ' . i; . ... ' '/ \- . Die Firste Landeskönfereniz fordert, daß d»ö} Z. V. f. D. a), ujiverzügh'oh' den Kampf ' fear die Rechte des jüdi^chieh .Volkes in Deutsch-, land.-aufoimimt;^'b^me,. Gemeinden. und';.]^cbdesverbändie aünp'ifäert/ die politische' ^•Förtretung der jüdischen .Gesamtheit >zu. b^l^ten;; c) die Gründung des. demoklratisohen1 Reicht-. Verbandes .dter gesamten. deutschen JüftönT durchsetizt, der. vpiv allem die politischere** tretung der deutsciheii' Juden z,u sein. hia. ■; Die efrste Ländeskbniferenz der .S.. Z.^'^J macht es 'deai: leitenden 'Instanzen zur Pflicht,: sieh den Prägen dier, jüdischen Auslände^ JxL Deutschland mit 1b«&spnderer : Aiifm^rksanTj^eit^ zu widmen. X Vom Arbeiter-flPheater. „Ohel", da#r Arbeitertheater,' fflhrjtg ,'dieser Tage eine5 Revue „Vom Leben in 'Mserein;^^^ mit großem Erfolg auf. Die Revue, stej|>i einen Auszug aus den besten WerJ|enf der letzten Jahre dar. In Vorbereitung befindet sich Maxim. Gorkis „Ab^^P in der Übertragung von A...SchtoiiisK5i' X Neiigrtodunge.n. In Haifa^.,^ eine Gesellschaft .zur Erzeugung Ypn Möbeln, ferner eine .Werkstätte Auto-Räder gegründet. In Vprbereitiüig befindet sich eine Fabrik für Eisenimd Stahlwerkzeuge;und vGeräte. Vj« X Der Groß aus Europa. Die Tagung djer jüdischen Angebellten Paiästiy^ erhielt von der Internationale der ^Angestellten in Amsterdam, ein Begrjisstingstelegramm" folgenden Wortläjits; „Die Exekutive' der: Internationale sendet Euerer Konferenz; einen brüderlichen Gruß und herzliche Wünsche. Schafft und siegt,!w 't " "z*' •* X;Streik-Stati8ti|:(' Pas Jahr 1932 war reich an Streiks— das steht :im Zusammenhang mit der wachsenden Mittelstandswaridefung' und üreigung' zur:, Ausbeutung der Arbeiter.' Von ,^jen , 38 Streiks in der Qesamtdauer von 7198 . Tagen, die in der jüdischen ,Wirt-f schaft, stattfanden, konnte der größte' Teil mj[f ^jnem Eyfolj^' für die Arbeiterschaft^abgeschlossen' werden. Die Araber streikten 7 mal durch insgesamt 429 Tage;. An Aussperrungen ^rojka;* in der jüdischen . Wirtschaft" 9 v(3&rfT Tage), in der arabischen 1 (480 Tagfe)' gemitym^^ streik^isf 'hi» dieser Zählung nicht inbegriffen. %