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Der Jüdische Arbeiter · 1933-02-17 · Heft 7 (17.2.1933) · page 1

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
10 (1933)
Issue
Heft 7 (17.2.1933)
Date
1933-02-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Universitätsbibliothek $l«n,l* V. b* b. Organ der Vereinigten zionistisch sozialistischen Arbeiterorganisation Poolc Zion-RHachduth In Österreich Redaktion und Administration: Wien 11.^ Blumauergasse I — Postscheckkonto Nr. 17.878 Tschechosl. Redaktion: Brünn, KoliStS 19, T61.35.398, Postscheckkonto Brünn Nr. 100.145 Bezugspreis: ganzjährig S 12-—, halbjährig S 6-— Einzelne Nummer 30 droschen 10. Jahrgang Wien, 17. Februar 1933 ,N/\ 7 Emile Vaodervelde: Ein Appell In den nächsten Tagen; erscheint aus Anlaß des „Campaign" für den politischen Kampffonds der jüdischen " Arbeiterschaft Palästinas in Amerika eine Broschüre ^Internationale und Zionismus" des Gen. : M. J a r b 1 u m, zu der der Vorsitzende der Internationale. Gen.' Vandervelde, das folgende Vorwort geschrieben hat: Für einen Menschen, der sich, obzwar er kein Jude ist, mit. tiefer Sympathie für die Lage der Juden in der Welt und' besonders in Palästina interessiert, sind im Augenblick zwei Tatsachen besonders interessant: Einerseits die erneuerte Kraft des Antisemitismus und anderseits die Oase relativen Wohlstands, die das jüdische Palästina in der beutigen Epoche der Welt-Wirtschaftskrise darstellt. Ob in Europa oder in den Vereinigten Staaten^ ob in Deutschland, wo der Hitlerismus sich die brutalsten Formen des Antisemitismus zu eigen macht, oder in Sowjet- Rußland, dessen TPersekutionen erst vor kurzem wieder von der' Ausland Bdelegation der Zionisten-Sozialisten ins Gedächtnis gerufen wurden, deren Mitglieder in Sowjetrußland furchtbare Leiden auszustehen haben, ganz in schweigen von Polen oder Rumänien — — .tiberall beobachten wir die Wiederkehr* des alten Geistes der religiösen' Intoleranz und ■des Rassenhasses. . ■ "'Selbst in'Belgien, einem Lände, in welchem, /die Assimilation der Juden weiter fortgeschritten ist als in irgend' einem anderön Etirapas, wo man keinen Antisemitismus' kennt wenn man" die primitivsten Schichten' der klerikalen Bevölkerung außer1 Acht' läßt, sahen wir am Vorabend der Wahlen im' November 1932, wie die Katholische Partei eine Broschüre propagierte, ,ein idiotisches Mächwerk, in welchem die Verantwortung für die Weltkrise nicht etwa den organischen Fehlern der kapitalistischen Ordnung zur Last <elegt wurde, sondern der unterirdischen ktion der Internationale, gegründet von 11 dem Juden Karl Marx, der Internationale, die heute nichts andieires sei als1 eine geheime Gesellschaft von Freimaurern und Juden... - Es unterliegt 'keinem .Zweifel, diaß die schwierige Lage, in der sich die Juden in einer Reihe Von Galuth LäMeffl befinden; ökonomisch infolge der Krise und politisch infolge der Reaktion, einen gewissen- Einfluß auf die Erneuerung der Einwanderung nach Palästina hat. Jedenfalls .gibt es eine Tatsache, die die ganze Weit konstatiert: Daß heute Palästina, vielleicht da» einzige Land ' in der Welt ist (Sowjetrußland bildet d» nurr scheinbar eine Ausnahme), wo die Entwicklung der Industrie sich immer . mehr steigert und auch die ökonomische 'Lage iranier So konnten wir mit Freude im letzten Bericht der Palästina-Regierung lesen; daß im Jahre 1931,. in dem-gleichen Jahr 1931, das in der ganzen Welt ein Jahr des Unglücks und der finanziellen'und ökonomischen Katastrophen gewesen ist, daß in diesem Jahr in Palästina mehr als' 4000 Juden angesiedeat wurden, daß dasselbe auch in den vorhergehenden vier Jahren geschah, und daß der Zustand'von Stagnation, in dem sich Palästina int Jahre" 1927 befand; ein Ende gefunden hat, daß ohne Rücksicht auf die Weltkrise der Exnort und der Import des- Landes, wenn nicht gewachsen, so doch um vieleB weniger gefallen ist als in änderen' Ländern,, daß das Budget stabilisiert ißt, daßr die Arbeitslosigkeit durch umfangreiche öffentliche Arbeiten besiegt wurde und daß Palästina mit seinen Orangenpflanzungeri immef.mehr und mehr zuni' j.Gärten der Hesparideri" des Orients Yffeftv . Landeskonferenz der Vereinigten Partei Deutschlands Berlin, 13. Februar (J. I1. A.). Am" Sonnabend, den 11. Februar, wurde im Lögehhaus Joachimsthalerstraße dle| erste Landeskonferenz der Sozialistisch^ Zionistischen Vereinigung in Deutschland (Vereinigte Partei det Poalör Ziorf und der Hitachduth). mit einer An-f. Sprache von .Dr. Georg Landauer -folglich eröffnet.. Diese Konferenz,' sagte Landauer, .wird die Aufgabe haben, die Richtlinien für die Arbeit m ÖeUtschv land und für die Arbeit' am Aufbau "des arbeitenden Palästina festzulegen. Im Hinblick auf die katastrophale Lage der jüdischen Massen in der -ganzen Welt* Deutschland nicht ausgenommen,..und in Anbetracht der Situation im Zipnis\ mus und in Palästina ist uhse"r'e.£ar£ tei vor besonders vex'antwottliehe Auf gaben gestellt. - In einem grundlegenden Referat ,6e-' handelte B. Locker, Mitglied d^'r Zionistischen -Exekutive, ,die, Lage im -Ziö-^j nisfnus und in Palästina. Er erklärte', daß er diesmal nicht im Namen der Exekutive spreche, aber der Konferenz die Grüße der Exekutive überbringe/ die in dem Zusammenschluß der. Arbeiterschaft eine Stärkung der , zionistis-c-he.n Position erblicke, im Grege nsafcz zu Spaltunvgstendenzen auf anderer Seite. Er wies, auf den gegenwärtigen Aufschwung in Palästina hin, verschwieg aber nicht die Gefahren, die insbesondere in der Bodenspekulation und in der anarchisch vor pich gehenden Mittelstandskolonisation liegen, die die nationale Kolonisation gefährden^ könnte. Seine, Ausführungen gipfelten in dem Appell än alle Freunde und Anhänger eines arbeitenden jüdischen Palästina, diesen die nationale Kolonisation gefährdenden ( Kräfte entgegenzutreten unä das Werk der jüdischen Arbeiterschaft, der eigentlichen Trägerin der > ' ' ' (Schluß , auf Seite 5.) - fjräshdlb^ist^^^ ge^V'^b^-wenn sich; ihr dieser «Meinuaiigsve^hie'-' rechtfertigt, den. kürzli.ch'Nahuni.Soikpl6w?'ab- .denheit'.die Gesieihts/punktes auch voneinander gab, gerechtfertigt auch Einsteins Apipelili anj, unterscheiden, sehe ich, keiife Differenzen dort, die südafrikanischen Ziopistenv':in welchem ef V$ •<&• sityh um die jüdische" Arbeiterbewegung erklärte: JLcfo Hab* mit;.Befifoaigünff^gele&eU. M-$t^t^-li!itSi!täLt. daß nach der Epoche der StaglTation eine r AQf Ft^id€F' haben wir alle die Vereinigung, neue kolonisatorische Tätigkeit; hi Palästina der palästinensischen Arbeiterschaft'und ihre angehoben hat; zwei starke Faktoren f.haben Entwicklung begrüßt. Mit unbegrenzten Syman diesem Werk Anteil": Der Keren Kajenieth; patlüen'b^tfaeihteri' wnir die; Bemühungen gie- Lejisrael. der Boden für den jüdischen Kolo- Arbeiterschaft und dös' Arbeitsktohismus nisten gilbt, und die jü<üsehe^ ..Airbp\te^. ^mitT überhaupt, die Tendenzen äu bekämpfen, die deren Energie die Ebene Scharon in einen, unter' der Marke „Revisionismus" wahrhaft blühenden. Örangeng&ftem ferwaflfdöJit wurdet After gefceä wir-falsch z^fteefit ha£$ttöü Dr. WeiimanÄi wetfft er kr aeln'er Rede ärk'die i!^^«?^^^^^!!1?^ ^F-SeÄiröffnet wS^KnTen'^e itisOne und feaktionäre Pläne vörfol ÄW itn Mai Mb dW -piämke^simW Arversität vor' übeftnebenehi Obtittlsimis wsfcrrtte Genossen Ben Gurion; Sprinzak, Ruppin Ärlo- und sie diarauf aufmerksam iiia0h^.d'alj das äai.0ff ^d v|ele in gelungenen jüdnache nationale Heam nur durch dte koHek: Reden die Bedeutung und die Gfößö der Au* ^t/i1St^^n^^e^,JÜWe-:^U^^ U£d ^jl, die vof Jüdische* ArbeiterHasse: nicht durch uidividaielle IMternöhniung eiriin Palästina stehen: „Die immer stärkeren? An-- zelnef Juden entwickelt Werden köime. griffe des bürg^rliehmi Äitiinismus geffeii die < Man rnüsst« blind sem um; m dieser Be. Afbeiterklaisse; die Notwendigkeit, dlas Är-a- Ziehung nicht zu sehen^ daß die heutige okdb6n:pr^6brem gründM zu studieren urirf die nomißche Entwicklung Paiastinas inyaer mehr mttel. m oinör friedlichen Zusammenarbeit der und mehr eone Entwicldung des I^^lismus, beideA Tö]kev ^3,^ zu fMen, die Größe des jüdischen,und^mchtjüdischen KajntaliÄinuÄ atiktuehen Pröbleofe des internationaten wird denü eine Entwicklung des Zionismus. Sozialismus' und »chließüoh die' Konaolidieruinff <Jo ia®in.e'm?u^.h? ^9^^ lcfe-HP'+.Jal}ff 'der Bewegung'in,den Ländern jüdischer Mas- 1928 sclmeb (,;Em Marxist, . in Paililstma»), sensiedlüng, das alles erfordseirt die größte' lenkte ich die Aufmeiteamkeit auf to&e Teii> Aktivität, von- Seiten der Jüdisohen Arbeiterdenz. Seithea1 hat s-ie snch lrametf ifteihf ver- Tdafä Mästinas;41; schärft und dies alles erklart uns die ständim<j ^©noationale als solche nimmt keißa ge Steigerung des K^ssen^Antagon smus im Stellung'und kann auch, keine Stellung nehf^^^ffhÄiS^^pSSK8'11,14 men KamPf Äwi^en *™ sozialistiBcheai, m STÄ Ät, ^Qn Mx BTieSd?5 ÄvetchS^a^^^^ AberL S-WW,^ ihre Pfift mus gibt. Ein' Ted! der Ge^ndisseV darunter -P/oIetwisoher Solidarität nicht erfüüt wü^^ auch ich, habe« wiederholt ihre SMipaahieh nicht' moralasch die' .lüdiBctotf Afbeiterparfür die Bemühungen zum Auedirucik'gebrÄ terpart^ Palästina«, ulid alte jene unterdie iü.disohe nationale HeimstätteI auf di&r stützen, die „sich in Europa- und im denr Ve- Grundlage von rtollelktivbesdtz an' Grund und' reinigten Staaten bemühen, dieses soaiaMBti- B'odeh aufzubauen. H 8Cne Aufbauwerk zu fördern. Andere Genössen wiedier hielten Aiiese Be^ loh halte es für meine Pflicht, dies ibeson- .mtihungen für utoipisch und' hättenf Ffrcht, die dierB den sozialistischen Genossen in Ametfika zionistii&clie Propaganda werde dem 'indischen zu sagen, weil diese Broschüre in diesem Land Proletariat die. besten Kämpfer doA entzieenSicheint, henv wo es in den Galuth-Ländeirn seiteri Klas- Es gibt koin einziges Land der Welt, in senkampf führt; ,1 welchem-der sozialistisch«' iroherttttgakanipt Demnächst erschöint unserö große Sondernnmmer EXPORT Osterreieb - Deutschland Tschechoslowakei •. . . im Umfang Von; ca 20 Seiten und einer außerordentlichen Aufläge.1 Im Mittelpunkt der. Darstellung 'stelt Palästina als1 Land öiit gestei'gerte'nj Exportmöglichkeiten^1 Kreditsiche& heit und günstigen ökonomischen Perspektiven. ■''•'j Ihre Mitarbeit ' an dieser Numpie^( haben führendle- Wirtschaftler faittf .^tinas und,,^6,8: Auslandes in Ausf ..'äicÜt ^gestelt^; \ii a:.,der-tsch'e,ehoölö^, Könsul Dr:^adlec, Dr. GrÜn>>„ Wald, Dr. A/Bohne, Walte^[': Preuss, pi. 'Ä. Ruppin n. a^ n}^ ■ ' . ■ . . ' v Industrie und Gewerbe Palä4tiääs,< die kooperativen Institutionerl dei* ' Arbeiterschaftwerden durch unsere ' Sbndernummef' infotmiett,?: die' eike englische1 Beilage fUhren wird. Im. Augenblick rer^- seMrftöt A b sa t z k r is'e eröffnen sich den Expdrteüfreti.1 heue' , JÄögllclkeiteil. , 1 Fordern; Sie urisWö1 Spedaloffertiei'" Unsere Sondernummer wird in großer Auflage in Palästina selbst verbreitet! .. ■ , Inseraten-Annahme bis zum 31. März. so schwor gewesen wäre wi©r>m; den * V«r©i«<; nigten Staaten. Aber alle die, die ,in der letzten Zeit die Bemühungen .vöin. Norman Tho> ■ ■< mas,'Morris Hilqüit und' der ahdieneri: Öef nossen in der ameirikainiöcheÄ:Seiktioh der ■ üfifi* ternationale beobachteten, - wisseni, mit wicIIh chem Enthusiasmus und welcher gewaltigenimteHeiktuelleri. Anaireri£*ung, ja mitwelohea Opfern sie sich bemühen; &üie ebenso .stafrkV Bewegung zu schiä/f«^ wie' Iii den aidderen so-- zjalistisichen Ländern.- Deshalb' halbem ktö auoh? den Mut zu sag^: Wennihr .©inen Teil' Euerer Mittel verwenden• könnt, um.den, PJov, nieren' in PalästHa, . dieset, proletari'öbheii; ATanteglä.rÜe, zü helfen; die' »Seh dort wifeti bemüht, eirte Brücke zyisohön5 Ost uhd Wesi? zu erriehteai, eine Arbeits-Ge^ellsoniait auf; so^ aialistischer Grundlage, auf zunehmen dann'; habt, iht ein Opfer ftfr eiriö' gut e Sache gebracht.; •;• Poale Zion-Hitachduth Verband sozialistischer Juden Samstag den 4. März! 1933 in Hübners Kursalon der Stadt Wien, I. Bez., Parkring 1, große MIT TANZ I a 11: J. «Seifert Saaleröffn u n 98 Uhr Karten im Vorverkauf■< a^50, an der Aberi<lk«i$$a 5 liei allen Funktionären und im Sekretariate, II, Biumactersjesse 1

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