Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 3 (20.1.1933)
- Date
- 1933-01-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 6 DER JÜDISCfiE ARBEITER 20. Jännet 1933 Jüdische Jugend in Not In den Räumen des Arbeiterheimes „Borochow", Wien IL> Blumauergasse i, befindet sich eine Heimstätte für arbeitslose jüdische jugendliche bis 21 Unser. Kampf in der wiener HuHusgcmelndc KOIlSfltllleriingdesVOrStändeS Herren: BaurM Ing. WUhelm Kemp- Friedrich Schläfrig und Dr. Josef Etae Erklärung unserer ParteiVertreto. Ier' Uo Rath' Min- A.rch^kt Tich° *» („Niehtnationalen Liste"). Ä^STI »a« aliacmcmc walilrecM beschlossen „_____________ am 9. Jänner abgehaltenen konstitui- In, der öffentlichen Vollsitzung des tes der Weg zur jüdischen Volksgemein- Jahre. Das Heim ist an Wochentagen renden Sitzung des Wiener Kultusvor- Wiener Kultusvorstandes am 16. Jänner de nunmehr geebnet erscheint» von 14—19 Uhr geöffnet. Den Besuchern Standes geführt wurden, gelang es eine gelangte der Antrag für das allgemeine Namens des „Misrachi" sprach sich gird Beschäftigungsmöglichkeit, wie Einigung zu erzielen, die zü einer ein- Wahlrecht, den unsere Vertreter ge* Herr Dr. Rosenberg gegen das Frauen- Kurse, Spiele usw. in geheizten Räuhelligen Wahl der Leitung des Kultusmeinsam mit den Zionisten eingebracht Wahlrecht aus und bemühte sich seinen men> sowie eine warme Jause geboten. Vorstandes führte. Die Wahl leitete der haben, zur Abstimmung. Standpunkt mit Zitaten aus der Hala- Wir ersuchen die Leser dieses Blattes, Alterspräsident Herr Dr. Jakob Orn- Der Andrang der Zuhörer zu;dieser cha zu begründen. um die Beschäftigungsmöglichkeit zu ersten Sitzung war ein ungewöhnlicher. Die Für die „Union" gab Herr Dr. Josef weitern, uns Radiomaterial (auch prrpcrtp nll^mpinft Anfmprksanv Kultusvertreter mußten zusammen- Ticho eine Erklärung ab, daß sie gegen gebraucht), Werkzeuge für Holzk*H Hnfi «^ rücken' um allen EMeMenenen Einlaß das allgemeine Wahlrecht ist, in wel- und Metallbearbeitung, Spiele, wie sehen Klubs mittoten N^en in den zu vers<*a«e*> ■ ch*m sie eine. Gefährdung des religiösen Schachgarnituren usw., ev. MusikintCnoSfi^Wi TrVhterien Ehrend cüe « Als erstor sprach der Zionist Dr. Ehr- Charakters der Gemeinde erblicken. strumente, Bücher, Broschüren und ÄTZ« Vmflt«am^Sozialismus lich' welcher interessanter sachlicher Dem '„Misrachi« und der „Union" tre- Zeitschriften zur Verfügung zu stellen. äXffaÄ der UnTon";^etaqÄert habe? fe.s lim das all£emeine Wahlrecht hin- und Oberbaurat Stricker entgegen. Wir bitten um mündliche oder schrift- Vor herauf ergriff Ge, Singer das Wort. ^^r!t^V^Z^ d^^ >Ä SÄ Misrachi ab. Er wies nach, daß ihre Adresse: Wien, IL, Blumauergasse 1. klärung ab: Wir vertreten den Stand- Wien repräsentiert, im letzten Wahlpunkt, daß die stärkste Gruppe im kämpfe eine gründliche Niederlage erflpr Ilitfi£4»ll4» KrhpHpr^ . Kultusvorstande Anspruch auf die Prälitt und unsere Vorhersage eingetroffen i«V(jE JuUlStJIC /II llUlU sidentenstelle' hat. Aus diesem Grunde ist _ die jüdische Bevölkerung hat "* ' ' fc» SsaÄÄ ls< in Wien Del allen ZeHungsständen m haften genwärtigen Kultusvorstande sind die ^ev Parole geeren das allgemeine Wahl- ......... ' ' ' " , . oÄÄ lluflinSÄ ™ Gegnerschaft zur Demokratie mit Reli- Demokratie und Sozialismus begegneten S VoÄ^ min^ wahdiaft Jüdischem Geist wi, einigen gutgläubigen sozfafdemobei unserer Entscheidung davon leiten, sehen Gruppe geben soll. Wir sind heute lch sem™\ h^f^Jie^hel .nllr ^tischen Juden die sich und uns mit daß Herr Prof, Pick die volle Gewähr in der Lage ohne die Stimmen der!!,r ^standms für die Bedürfnisse. dev BehmVtm^tvp^n wollten: es war für . eine objekive Leitung ,der Ge- „Union" das allgemeine Wahlrecht zu |hrer Zeit und der jüdischen-Massen do- „bloß" em -Wahlpakt im^ ..... —*- ' •" - - - - ir-iimflntifirfln •' de aber werden die „Werktätigen" ihre meinde bietet. Das gilt zweifellos auch beschließen, aber unsere Gegner sollten vom. Kandidaten der Zionisten Herrn doch überlegen, ob es nicht vernünftiger Die" Abstimmung er^b eine Mehrheit Selbständigkeit wieder herstellen; . .." 7 __n +11T Hon Anirnn- . A.Cll' Atl1> Qfornfnnlrnr« Al<i« link»« -n.i« A^l Gegründet 1602 lebensversicherangstiesellschaff PHÖNIX 'Versicherungsbestand Ende 1931 .... S 2.746,000.000*- Prämien- und Zinsen- Einnähmen i. J. 1931 GarantlernYttek Ende 1931' : „h •182,000.000--^; „•• 472,000.000'— Auszahlungen an "die % Versicherten i,J. 1931. M 42,500.000*— TfiflsbeMsgeblef: Österreich. Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik. belgien,.Holland»- Fr.ankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, ' Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien» Palästina, Syrien, Türkei," Tunis und Ägypten* und wtirdiffer wäre angesichts derEnt für den Antrag, der ..der Statutenkom- Nun haben wir es erlebt, daß die Scheidung der .Mehrheit-der Wähler, den missi^ zugewiesen wurde. Zum Obmann Werktätigen'' dem Klub der „Union'« Widerstand gegen diese demokratische £er Statutenkommission jnirde unser beigetreten sind,- daß sie ihren „Sozia- Forderung aufzugeben. Der Redner be- ®enof.e Dr' G^nz..f w'fltf1T llsmuus .}m Ver^ m-lf- ,den. reichen zeichnete diese Beschlußfassung als fjso die volle Gewahr, daß die Wiener Hausbesitzern und dem Prokuristen vom einen historischen Moment, dadurch die fc^usgemeinde w unverfälschtes all- Hause Kothschild betätigen. - ^meines Wahlrecht,erhalten wird. Gibt es in Wien noch sozial- : - demokratische "Juden, die Die Werh<ö<i$eii sinn flauen s,icfth Mdesse1n ni|?t schämen, . i r9daß Menschen, die sich als Sie schwörender „Fothschi.ldihre Genossen betrachten in '/,// . Union" Treue. einem Klub mit Feinden der' ",. Den Clou der Debatte in der Frage Arbeiterklasse tund der Sodes.allgemeinen Wahlrechtes in der Wiezial demokrätie sitzen? . Mitgliedskarten: .Wie ■ letethin. anpfekündiert» nnr Kultusgemeinde bildeten die Aus- Darf man es dulden daß in worden, neue Mitgliedskarten ausgegeben; Der führ'ungen des „Werktätigen" Dr. Josef Wien ein r n? i n 1 rJ r m n lr r iti- Proi. der Mitgliedskarte betriigt m g Alle Löwy.8Er Steuerte zwar, daß seine II)?* Bezirk at und ein Se- M^gheder. - die nooh nicht :m Besitz der ««„«^„k+^k«^« *«!. . „n „ , UB1 ß e z i r k s r d i u n a ein öl-, neuen Mitgliedskarte .sind, werden aufgefor- Gruppegrundsätzlich für das allgek r e t ä r ein e r s o z i a 1 d e m o k r art-ert diese von ilirem Vertrauensmann odermeine Wahlrecht ist und. entschuldigte tischen Organisation K1 u bim Sekretariat «vnzufordern. ,sich bei seinen Kostgebern, den Herrn genossen des Prokuristen gesprochene ,Zeitung Nr. 2. Di© zweite 'der ^Union", daß sie hier ihre Politik vom Hause Rothschild sind? Nummor der .„Q^aproohenen Zeitung' genicht mi^machen können. Er beteuerte ' w^T««ftf0« a« ^r, P„bf a«« Qn^ia langt Doinnerstag den 19. Jänner im He rne AnR . c,^of OQ»_: liÄ„jotl Wir mulDten an den Jbrnst des bozia- II., BlumauergaÄ 1, um'8 Uhr abends zur aber, ßf T s.on^fc -jein J erden, ligmug ünter den Wiener Juden yer. Verlesung. Aus, dem^Inhalt:.■ Dn ^Sokal*. .daß,sie_der__,,Un_ion^es^Rotechüd Treue zweifeinj Wenn das auf die Dauer möglich bliebe, Einführung .des allgemeinen Wahlrech- Au6 Mi ■■ *ftki\M OtyanitoMoii Dr. Desider. Friedmann, in welchem wir auch tno ch einen Freund der Bestrebun- Eduard Bernstein. Dr. Tärtakower: Palästinai bewahren werden. Das finden wir übri nmdeohau. Weilen: Humo'rist'ischo Ecke, gens begreiflich. Wie kämen denn die Spreohsaal. r , , „Werktätigen" sonst zu vier Mandaten? . sozialistischeirzionJsmus f'ndet jeden Frei- , >bfÄ ®% Jf^?n- S!^^11^ NeMß jÜdlSChe SeJcfeU Die Arbeüsgemeinschaft für Probleme des evzialistischen Zionismus findet jeden FreP . -. tag statt. Die Referate beg'nnen um 8 Uhr Wir uns tiberzeugen, wie ernst tmd'sihdl frei zugänglich. Die nächsten Re- „grundsätzliche" Einstellung der „Werk- Der bekannte jüdische Gelehrte . -i •.; r,. . ferate: 20. Jännner, Adolf Böhm: Das Bodentätigen" für das al 1 g e m e i n e Wahl- Abraham Galante Professor an der gen der Arbeiterschaft im Zionismus.zu problem, Palästinas. v^oht 7« -nPhniPTi fest Dr T iiwv ^ü™nnm traiante, rroiessor an aer schätzen wissen. Wir werden deshalb Lesesaal. Im gut geheizten Saalo unseres f™* J1 .™p^p.-^I^ Konstantmopeler Universität, veröffentfür Dr. Desider Friedmann stimmen. — Hernes liegen täglich ab 8 Uhr in-und aus- BP/1f1°»L! W ® * a?5 h o v a k ^it soeben eine Monographie über •rk^ir^cfif,,;^,^«. Ano ' Htndische Zeituwgen in deutscher und jiddiwanirecnt aus una in aer ad- Zwei bisher unbekannt gebliebene jüdi- Die Konstituierung zeigte das folschor Spracho auf> Stimmung stimmten die 4 \ ersche Sekten die er entdeckt hat. Bei gende Kesultat: . Kurse. Der Englisalikinisi für Fortgesehnttreter der ^Werktätigen" geder einen handelt es sich um einen ar- Zum Präsidenten wurde Herr Dr. Det6ne togimnt Montag den 16. Jänner um gen den Abschnitt 6 des Anmfin^phPn Stamm der sich Pakrasider Friedmann. (Zionistische Liste) 8 Uhr. Der^Beginn d* Hebräischkurso ^nd |r9,ges,.der die . Einführung Zn« nBnnt und' dessenAngehörige o-ftwJihlt 7,11 Vi7P Prüsirlfintpn' Hprr Dr des Englnschkursea für Anfänger wird demj^PwoU^^toa fi\r> T?v«, «Q« aum n&nni unu uesben Angeuorige TnS^ftw««wl r7inÄph«7ut5 nächst \angege^n. AnaielduW für aUe de s^W ahl r e c h tes für trauen nauptsächiich in Konstantinopel wohj0?frrL° n 11 n(Zl0mstlschf ^) Kurse im Sekretariat.. / fo„rr?ertA , -e , , , u' nen. Laut ihrer Überlieferung sind sie und Herr Dr. Jak. Ornstein („flicht- Chug Ivrl und\Kurs für Jiddische Litera- Wir mußten also die Schande erleben, Abkömmlinge der babylonischen Juden, nationale Liste"). tur. Der Beginn wird demnächst angegeben, daß im Jahre 1933 Kultusvorsteher, die g. in(1. christlichen Glaubens aber Sodann erfolgte die Wahl von acht Anmeldungen ka Sekretariat. sich als Sozialisten bezeichnen, gegen wahren noch heute iüdische «riaditio- Mitgliedern des Vertreterkollegiums,, -;— das Frauenwahlrecht auftreten. nen< Sie enthalten sich des Genusses welche, gleichfalls _einhellig vor sich _Kw«^ung_d^ Pfui Teufel! von Schweinefleisch, halten den Sabbath und die Trauerwoche (Schiwah) oinV ßflwählr prsoheinen die Herren* Schaft. Dienstag den 24. Jänner 1988 um gmg._ gewählt erscheinen die ^Herren. $ ÄbendsJW.ira Feötaaale des Han- [i|||ieHSfrOnt Dr. Isidor K1 a b e r. Maxim. Schiffdelsmu&euams, IX., Berggasse 16, eine vom mit Hausbesitzern für verstorbene Angehörige und heiraten nur unter sich. Ihr körperlicher mann und Oberbaurat Ing. Robert Jüdischen Hochsohulausschuß einberufene Stricker der „Zionistischen Liste", Kundgebung der jüdischen Studentenschaft/ w^ir*«*««««« e*twfi H»n Ven&t Tvnii« i«f nioM armfinisph sondern iü. D"r Rudolf Glanz der So zialimit dem Thema: „Was erwartet die jüdische Die „Werktätigen" setzen den Vena* rypus ist nicht armemsen, sonaera ju. oV^nwJ i■««/« ^Pn! 7 J Studentenschaft von d»r jüdischen: YoUcsgefort. disch. Bei der zweiten Sekte handelt stischen Liste (Foale Zion — meiiule«, atottbei-weloher Vertreter alTer Tn llnsArftm erfolgreichen Kamofe ge* „Hitachd'uth" ~ „Verband so- ^c^^ spähen ^^ZrtZ^ ^. zialistischer Juden"), ferner die werden. Kaufet Palästina-Produkte bei der Liga für aas arbeitende Palästina! Eigentümer, Verleger, Herausgeber und'verantwortlicher Redakteur: Pinkas Kornblüb, Student, Wien, II., Blumauergasse 1. Druck der Mähr. Druckerei A.-G. Polygrafia in Brünn. es sich um Juden-Kurden," die in der Stadt Siird im türkischen Turkestan wohnen, Sie essen an Pessachtagen kein gesäuertes Brot, sondern Maz?oth, feiern alte jüdische Feste, die unter^den heutigen Juden fast schon vergessen sind, wie den 15. Ab, der im Talmud (Buch Taanith, Blat 29, Chag hasebiduchim) erwähnt ist. Auch dieser Stamm fertigte Dr, Glaser die Union und den Typus.