Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- Heft 14 (22.7.1932)
- Date
- 1932-07-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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gdtfe 4 «■■■■Ii Dtf^jMseftev Arbeite? 2, Wer trotz dieser Erkenntnis den unverantwortlichen Mut aufbringt, Juden aus aller Herren Länder für Biro Bidjatt anzuwerben, ihnen nichtbestehende Möglichkeiten vorzugaukeln und sie bewußt falsch zu informieren, übt den schändlichsten Verrat an der Existenz, Hoffnung, Zukunft, ja am Leben der breiten arbeitenden oder arbeitswilligen jüdischen Masse. S. D. Aus der Weltbewegung Amerika. Der Monat Mai wurde als Propagandamonat für die Partei proklamiert. Ueberall, wo es jüdische Siedlungen gibt, vvird eine ausgedehnte Aufklärungsarbeit entfaltet. Die Partei steckte sich das Ziel, die bestehenden Organisationen zu aktivieren, alle Genossen an die aktive Parteiarbeit heran zuziehen und neue Menschen und Organisationen für die Partei zu gewinnen. Die Arbeit stützt sich auf den Nationalen Arbeiterverband mit seiner an die 10.000 heranreichenden Mitgliederzahl, auf die Plonieren-Frauenorganisation (2000 Mitglieder), und das Nationale Arbeitet-Komitee mit seinen vielen tausenden Mitgliedern und Freunden. Ein Aufruf, der über die Grundsätze, Ziele und Aufgaben der Partei aufklärt, wurde erlassen. Für Ende. August wurde die Einberufung der Partei- Konferenz — die erste nach der Vereinigung — beschlossen. Zu der am 21. Mai eröffneten Konferenz der Sozialistischen Partei wurde auch unsere Partei schriftlich und mündlich eingeladen, um der Konferenz Vorschläge betreffend die Zusammenarbeit unserer Partei mit der S. P. zu unterbreiten. Unsere Partei hat daraufhin Generalsekretär Gen. M. Braun delegiert. „Der jüdische Kämpfer", einst das Zentralorgan der amerikanischen Partei, begann ab 1. Mai als Wochenschrift neu zu erscheinen. Redakteur: Gen. Ch. Grünberg, ehemaliger Führer der amerikanischen Hitachduth. Polen. Die Werbeaktion wurde mit gutem Erfolge abgeschlossen. In Warschau ist das Parteihaus „Borochow-Heim" eröffnet Wörden, was zur Stärkung der Partei beitragen dürfte. Ber Borochows Werke erscheinen! Einladung zur Subskription. : Wir sind überzeugt, daß die Nachricht vom Erscheinen der Werke Ber Borochows in deutscher Sprache von allen, Freunden des zionistisch-sozialistischen Gedankens mit großer Freude aufgenommen werden wird. Bei Sichtung der Schriften Borochows aht sich ergeben, daß der1 ursprünglich gedachte Umfang (20 Druckbogen) nicht ausreicht, um das Wesentlichste, aus dem Schaffen unseres Führers in diesem Bande zu sammeln. Der Umfang, müßte also erweitert werden. Daher die Verzögerung. Der Band, der nunmehr unter-dem. Titel: Sozialismus und Zionismus. Eine Synthese. Gesammelte Schriften von Ber Borochow, in den Monaten September- Oktober 1932 erscheint, wird gegen 30; Druckbogen. (480 Seiten) umfassen. Der Band erscheint in: Ganzleinen, mit sehr interessanten Illustrationen versehen. Trotz des erweiterten Umfauges ist der Preis des schön ausgestatteten Bandes, mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse, nicht erhöht worden.. Er beträgt in der Subskription S; 7.—. Nach dem Erscheinen wird er im Buchhandel S 8.50 kosten. - '' ' Wir laden alle Genossen und Freunde ein, das Werk Borochows zu subskribieren. Sie werden sich dadurch Geld ersparen und dem Herausgeber ermöglichen, die Höhe der Auflage zu bestimmen. Unsere Genossen und Freunde könnten uns aber auch eine wertvolle Unterstützung gewähren, durch die gleichzeitige Ueberweisung des Subskriptionsbetrages. Wir bitten sie um diese Unterstützung? Die Schriften Ber Borochows bieten uns eine Möglichkeit, für unsere Idee, in weiten Kreisen zu werben. Wer also dieses Werk verbreitet, wirbt für uns. Das sollten unsere Genossen besonders beachten. In allen Angelegenheiten der Schriften Ber Borochows möge man sich wenden an: Der jüdische Arbeiter, Wien, IL, Blumauergasse 1, oder an: Samu Halpern, Wien, XX., Klosterneuburgerstraße 43/22. im nördlichen Küstengebiet gelegene Kolonie unter großem Wassermangel, nun geht sie ünd die ganze Umgebung einem neuen Aufschwung entgegen. Eine Masstenflucht nach Palästina hat in Aden eingesetzt, sie ist die Folge der Pogrome, die auf die Juden in Aden verübt wurden. Die Einwanderung im Monat Mai belief sich auf 549 Personen, darunter 363 Juden. Gleichzeitig wanderten 64 Personen, darunter 24 Juden, aus. 18.850 von den 40.000 Dunam umfassenden Wadi-Havareth-Boden, wurden vom K. K. L. bereits verteilt. An die 1000 Familien sollen auf diesem Boden kolonisiert werden. Davon zwei Mittelstandgruppen zu je 95 Familien, eine von „Jachin" organisierte Mittelstandsgruppe von 85 Familien, eine Kolonie von Kolonistenkindern, bestehend aus 40 Familien und eine Kolonie russischer Zionisten von 100 Fa'-J milien. Ferner folgende Arbeitersiedlungen: eine Kolonie! ehemaliger Legionare von 100 Familien, eine amerikanische Arbeitergruppe von 17 Familien, Witkin-Gruppe mit 1Ö0 Familien, „Haemek"-Gruppe mit 70 Familien, jemenitische Siedlung mit 50 Familien, ferner eine Siedlung mit 130 Familien und eine Gruppe „Hapoel Hamisrachi" mit 70 Familien. Jede Familie erhält 17 Dunam Boden, davon 11 Dunam für Pflanzungen und 6 für Weide, Gemüse u. ä. Ein Arbeiterhaus wurde in Rechowot eröffnet. Das Haus umfaßt einen großen Versammlungssaal, ein Amphitheater mit 900 Sitzen, Lesesaal, Bibliothek u. a. Der Bau kostete 1000 LPfund, davon wurden 400 Pfund unter den Arbeitern selbst gesammelt, 107 Pfund unter den Kolonisten u. a. Ein wohnern, 50 Pfund trug der P. A. F. bei, 43 Pfund gaben die anderen Institutionen in der Kolonie und den Rest werden die Arbeiter ratenweise decken. Ein englischer Polizeirichter wurde für Tel avlv ernannt. Bis nun gab es bekanntlich nur zwei jüdische Friedens' richter. Eine Baron-HersSel-Kolonie wird anläßlich des 100. Ge burtstages Baron M. de Hersels auf dem Boden des K. K. L. errichtet. Ring des „Jüd. Arbeiter" Herr Dr. S. FittkeIstein beantwortet die Aufforderung des Gen. Dr. Tartakower und spendet S. 2.—. Gen. Dr. Emil Gaster beantwortet die.Aufforderung des Gen. Mendel Singer und spendet » . Gen. Ruth Weiss beantwortet die Aufforderung des Gen. Mendel Singer und spendet S. 2.—. Gen. Chaje Sälitry beantwortet die Aufforderung des Gen. Mendel Singer und spendet S. 2.—, Gen. Amalie Kroch mal beantwortet die Aufforderung des Gen. 'Mendel Singer und spendet S. 2.—-. Gen. Dr. Benjamin Doli beantwortet die Auf-, forderung!des Gen. Josef Münzer und spendet' S. 2 —. Unseren Genossen Friedrich und Dora Reichmann gratulieren wir herzlichst, anläßlich ihrer Vermählung. Jüd. soz. Arbeiterjugend. Die Vereinigte zion.-soz. Arbeiterorganisation. Wir gratulieren herzlichst unserem Leitungsmitglied Gen. Dr. Chaim Schieber, anläßlich seiner Vermählung mit Frl. Hilda Morgenstern. Liga für das arbeitende Palästina in Oesterreich. Ein Drittel aller öffentlichen Arbeiten sollen an Juden ' vergeben werden,, forderte der stellvertretende Distriktsr kommissär H. M. Foot von dem Haifaer Stadtrat. Auf die Frage des Vizebürgermeisters von Haifa, warum die Regierung nicht das gleiche Verfahren bei Vergebung staatlicher Arbeiten befolge, erwiderte H. M. Foot, die Instruktion, die die Regierung der Stadtverwaltung von Haifa durch ihn gibt, bringe die Politik der Regierung zum Ausdruck, die sie in ganz Palästina zur Geltung zu bringen wünscht. Als der Stadtrat trotz dieser Erklärung den Vorschlag des) Distriktskommissärs ablehnte, erklärte dieser, die Regierung werde auf ihren Standpunkt beharren. Es sei die Absicht, der Regierung, auch jüdischen Arbeitern Arbeit zu verschaffen, und es nicht zuzulassen, daß die Juden benachteiligt werden. Arabische Ansprüche auf 5000 Dunam jüdischen Bodens in der Kolonie Chefzi-Bah, unweit von Chederah, wurden vom Gericht als unberechtigt zurückgewiesen. Das Gerichtsurteil betreffend die, arabischen Ansprüche auf den. Jufiat-Boden wird dieser Tage veröffentlicht werden. Eine Wasserquelle, 160 Meter tief, die 300 Kubikmeter Wasser in der Stunde liefert, wurde in der Kolonie der englischen Juden Kirkur erbohrt. 19 Jahre litt die Aus aller Welt (Kurzberichte aus dem jüdischen Leben) 6000 jüdische Kinder betätigen sich an dem vom Geoi'ge- Washington-Wald-Komitee des K. K. L. arrangierten Marsche durch New York. Jedes Kind verpflichtete sich, je einen Baum für den Was hington-Waid in Palästina zu spenden.. " In Schanghai wurde einp jQoodwill...Society gegründet, zwecks Schaffung freundschaftlicher;^Beziehungen zwischen Christen, Juden, Mohammedanern und Buddhisten. Bei der pründungsversammlung sprach u. a. auch der buddhistische Geistliche; und Gelehrte Tza Kung, der früher Trebitsch- Lincoln . hieß,; als Kind frommer jüdischer. Eltern in Ungarn geboren wurde, später Mitglied des englischen Unterhauses und nach der Revolution in Deutschland zu den Führern der Konterrevolution zählte und in der Kapp-Regierung das Amt eines Pressechefs bekleidete. Der jüdische Qasandte Amerikas, Abraham T. Ratschewsky, hat seinen Posten in Prag verlassen und ist . nach U. S. A, zurückgekehrt. Die Juden in Siam. Im Zusammenhang mit der soeben in Siam durchgeführten unblutigen Revolution ist es interinteressant, zu wissen, daß in der Hauptstadt von Siam, Bangkok, etwa 50 jüdische Familien leben. Die Juden in Bangkok sind im Bekleidungsfach, als Juweliere, Angestellte in Exportfirmen, als Fabrikanten usw. tätig. Die auswärtigen diplomatischen Vertretungen und Konsulate bevorzugen Juden als Beamte. Die alteingesessenen Juden von Bangkok stammen aus Bagdad, die neu eingewanderten aus Rußland. Die Bagdad-Juden sind führend im Export und Import des Landes. Die Rückgabe der historischen Synagoge in Cordova an die Juden. In der Sitzung des spanischen Parlaments; stellte der Deputierte Antonita Jean den Antrag, die historisch bedeutsame Synagoge in Cordova der sephardisch-jüdischen Organisation zurückzugeben. Das Parlament beschloß, den Antrag der Kommission für öffentlichen Unterricht zur Er ledigung zu überweisen^ Dem Genossen Dr. Chaim Schieber anläßlich' seiner Vermählung die herzlichste Gratulation. Die Vereinigte zion.-soz. Arbeiterorganisation. Demnächst erscheint: BER BOROCHOW Sozialismus u EINE SYNTHESE Zionismus GESAMMELTE SCHRIFTEN HERAUSGEGEBEN VON MENDEL SINGER mit Beiträgen über Borochow von A, M. Borochow (New» York), J. Ben»Zwi (Jerusalem) D. Her < Tel - Awiw > und S.. Kaplansky (Haifa). In dem .gegen 380 Seiten starken Band; wird mit der Methode des Wissenschaft-, liehen Sozialismus der" Pöaleziönism.us als der einzige konsequente Sozialismus des arbeitenden jüdischen Volkes charakterisiert. Hier, finden wir auch "eine 'wissenschaftliche Begründimg der historischen Notwendigkeit des Zionismus; Die meisten Arbeiten, besonders jene der Reifejahre. Ber Borochows^ . sind leicht verständlich' gehalten. Sie belehren und werben zugleich. In einem Anhange wird von berufener Seiten . die Persönlichkeit Ber Borochows und seine Bedeutung 'für die Weltbewegung Poale- Zion gezeichnet. Preis des Bandes in Ganzleinen: S 8.50; Subskriptionspreis S 7.—. Sofort nach Erscheinen des Werkes wird es den] Subskribenten ins Haus zugestellt. Verlag Zukunft <„Der Jüdische Arbeiter") Wien. Bestellungen sind zu richten an: Samu Halpern, Wien, XX., Klosterneuburgerstraße 43,22. Postsparkasseiv <onto D 33.631. Eine-Miflion-Groschen-Fonds (Der jüdische Arbeiter ein Wochenblatt.) Postsparkassenkonto A 148.875 (Dr. Bernay). Ausweis Nr. 1 (abgeschlossen am IQ. Juli 1932). Es wurden verkauft in Groschen: Blocks: Herschkowicz 400; Regi Neumann 200; Dr. Bernay 45Q; M. Horowitz 50; Baumöl 100; S. Halpern 100; Pepi Weinstock 100; M. Goldenberg 100; L. Keimann 100. 2 Groschen täglich: gesammelt durch S. Halpern bei Rottenstreich 50; M. Singer 100; Dr. Bernay 100; S. Halpern 50 Groschen. Gesamtergebnis der Aktion 1900 Groschen. Auf die Mllliqn Groschen fehlen hieinit 981,00p Groschen. Mitteilungen} Wir wiederholen: Die gesamte Gebarung des Fonds liegt in den Händen, des Qen. Dr. Bernay und) die technisch-orgamsatorischen Arbeiten des Fonds hat Gen. Samu Halpern inne. Wir sind erst am Anfang der Arbeiten) und bitten die Genossen, sich im Sekretariat zur regsten Mitarbeit zu melden. Wir wollen und müssen ein Wochenblatt werden. Der 24, September (Samstag) wurde für eine größere Veranstaltung für den Fonds in Aussicht genommen. Wir bitten alle Genossen und befreundete Organisationen, diesen Termin freizuhalten. Gegründet 1882 Lebensversicherungs-Gesellschaft PHÖNIX Versicherungsbestand Ende 1930 Prämien- und Zinsen- Einnahmen i. J. 1930 Garantiemittel Ende 1930 Auszahlungen an d. Versicherten i. J. 1930 2.560 Millionen Schilling 150 378 „ M 35,5 „ Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten Eigentümer, Verleger, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Pinkasfornblüh, Student, Wien, II., §ch!ffmühJenStraße 45/8. - Druck: „Adria", Wien, II., Tabörst-raße 52b.