Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 8 (1931)
- Issue
- Heft 19 (18.12.1931)
- Date
- 1931-12-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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:Stifl?:1£r Öer jüdfecfae Arbeiter als ttwas Häßliches verworfen und die "Partei als. etwäs Schmutziges gemieden; Die Menoraft hätte schön frühzeitig Kräfte entfaltet» die gegen diese tenden* kämpften. In Wien stand sie in diesem Kämpfe isoliert da und glaubte, durch den Anschluß an den Techeleth-Lawän in der Tschechosfowa kei einen gleichstrebenden Partner 2ü finden. Es zeigte sich aber bald» daß die Verhältnisse in der Großstadt Wien auf Seele und Hirn des jüdischen Jugendlichen einen ganz anderen Einfluß ausübten, als in der böhmisch-mährischen Kleinstadt. Die Klassendifferenzierung mit all* ihren gesell schaftlichen und kulturellen Folgeerscheinungen kamen in der Großstadt viel stärker zum1 Ausdruck und stellten den sozialistisch gesinnten, jüdischen Jugendlichen vor eine klare Entscheidung. So bildeten sich in dem zum Techeleth-Lawan gewordenen Menorali eine immer deutlichere Front zwischen vollbewußten Sozialisten, die eine aktive politische Betätigung auch im Gallith forderten Und jenen verschwommenen So zialisten, wie ich sie früher schilderte, die ihre sozialistische politische Betätigung erst in Palästina aufnehmen wollten In Wirklichkeit äußerte sich hier der typische ÜmvVandlungsprozeß, der heute die ganz jüdische Jugend beherrscht und der vom kleinbürgerlichen,. oft frommen Elternhaus über die verschiedeinen Stufen der bürgerlich'-(zionistis'chen Jugendorganisationen zur ChalUzbewegung und .von hier durch die Berührung mit den Gedanken der palästinensischen Arbeiterschaft und der Berufsumsfchichtung schließlich zum klassenbewußten Sozialismus führt. Es ist das Verdienst des Wiener Techeleth'-Lawan als erster Jugendbund aller bürgerlichen Sentimentalitäten und Bindungen gelöst zu haben, um in einer klar umrissenen politischen Bewegung mitzutun Diesen Bestrebungen kam auf halbem Wege die P. Z entgegen. Es wurde von Genossen des T. L. und der P. Z ein gemeinsames Komitee gebildet und auch andere gleichgesinnte Genossen und Genossinnen beigezogen. Diese Komitee hatte die Aufgabe, die ideologische und organisafori sehe Grundlage für die neu zu gründende Bewegung zu schaffen. In nächtefangen Diskussionen wurde das Fundament gebaut und aus der Fülle der Anregungen und Ablehnungen das Programm geschaffen. Die provisorische Exekutive begann sofort mit einer regen Tätigkeit, die sich vor allem darauf erstreckte;, die letzten Widerstände im1 T. L. zu brechen und die ganze Organisation als Solche in den neuen Verband herüberzuführen. Nach langem Kampfe gelang dies endlich und , der T. L. wurde, zur J. S. A. J. Und nun ging es mit großer Energie weiter. Zunächst sammelten wir alle Gleichgesinnten, die sich einzeig herum' trieben. Dann begann der Kampf gegen die „zwei Fronten". Gegen die bürgerliche Ideologie der -zionistischen Jugend und gegen die Ässimilationsbestrebungen der jüdischen Ele mente in der S. A. J. Mit großem Elan wurde dieser Kampf durchgeführt und mit Angst verfolgte man unsere Entwicklung' sowohl rechts als auch links. Obwohl noch klein an Zahl, hatten wir in der Oeffentlichkeit: große Be deutung und in den jüdischen Jugendorganisationen be gannen sich die Meinungen für, und wider zu scheiden. Diesen Meinumjs'kampf nützten wir. lückenlos aus' und, die heutige Leitung der J. S. Ä. J. müßte sich daran ein'Beispiel neh' men. In allen Versammlungen und Veranstaltungen der jü dischen Jugend ergriffen Wir das' Wort, setzten uns auseinander und warben. Warben mit Erfolg, so, daß der Gegner von gestern oft am nächsten Tag unser Freund wurde. In der allgemeinen sozialistischen Bewegung, der S. A. J., überschätzte' man zunächst unsere Kraft und wendete verschiedene Mittel an, um unsere Entwicklung aufzuhalten. Auch hier bedurfte es vieler Auseinandersetzungen, bis d<?r Weg geebnet war. Das erste Jahr war ein Werbejähr und; war dem, Aufbau der Organisation gewidmet. In diese Zeit fällt auch die Herausgabe einer eigenen monatlichen Druckschrift, van der. .insgesamt .10 Nummern erschienen sind. In verschiedenen Bezirken wurden Ortsgruppen gebildet, die eine sehr schöne Entwicklung nahmen. Ganze Gruppen von Jugendlichen kamen aus verschiedensten Richtungen und lebten sich bei" uns ein. Gleichzeitig aber mußte man um1 neue Lebensformen ringen, denn die J. S. A. J. war etwas Neues! Die intimen . Beziehungen und Bindungen des Jugendbundes mußten wir ablegen, konnten uns aber dennoch nicht mit einem losen Vereinsleben begnügen. Vor, allem mußte für die Jüngeren ein passender Platz geschaffen werden. Dies geschah durch die Gründung des Zofeh-Haowed, der sich ebenfalls gut entwickelte. Als dann, nach dem ersten Jahr Arbeit die erste Exekutive zurücktrat, konnte sie dies mit ruhigem1 Gewissen tun. Die J. S. A J. war'nicht nur gegründet, sie war für immer gesichert. Sie kann Momente des Aufstieges;, Momente des Niederganges erleben — untergehen kann sie nicht. Sie ist zu einem Lebensbedürfnis der sozialistisch-jüdischen Jugend geworden. Josef Schuler. gebender ür)d begabter Führer aus den verschiedenen jüdischen Jugendbünden, und vereinzelt auch aus der S. A. j. zu uns kamen. 1 Die Besonderheit aber, welche die J. S. A. J. groß und stark machte, war eine Eigenschaft, die in den letzten Jahren in Wien unter den Jugendorganisationen nur sie und keine andere hatte: sie war eine kämpfende, politische Jugendorganisation. Nicht so, wie sie es heute noch dem Namen nach ist, nicht wie andere Jugendorganisationen, die sich politisch nennen und dabei nur die „Jugend" einer Partei sind, sondern: Die J. S. A. J. als Jugendorganisation führte Parteikampf. Die Poale Zion war damals noch schwach. Es war selbstverständlich, daß die Jugend einsprang, wo es ging. Wir waren die Initiatoren und Führer des „Linkskartells der zion. Jugend". Es war selbstverständlich, daß die linken Jugendbünde uns, als der politischen Jugend, die Führung überließen und wir machten das „Linkskartell" zu einem' Machtfaktor im zionistischen Leben Wiens1. , » Zwei Kreise in unserer Organisation waren es aber, die wir nicht in die richtigen Bahnen bringen konnten. Trotzdem sie damals vor 3 und 4 Jahren gut arbeiteten, hatten wir später und zum Teile, heute noch unter den Nachwirkungen zu leiden und müssen aus1 diesen Erfahrungen die Lehren ziehen. , , Da haben wir zuerst den Ghaluzkreis'. Bei der Gründung des Verbandes waren die Initiatoren wohl zionistisch, doch dachten sie nicht im geringsten daran, daß in unseren Reihen eine starke chaluzische Strömung sein werde. Es war erst der zweiten Führergeneration vorbehalten, der Chaluziut zu ihrer vollen Bedeutung zu verhelfen. Es herrschte der richtige Gedanke,'daß wir erst dann volle Berechtigung für unsere Idee beanspruchen können, wenn wir die praktische Grundlage — Mitarbeit und Mitaufbau am Arbeitenden Palästina — selbst durchführen. Und unser Ghaluzkreis wurde der größte und stärkste in Wien und wir .stellten für mitteleuropäische Verhältnisse eine Massenalijah. Unsere Genossen in Rischeri Lezion sind uns längst zum Beispiel und zur Triebkraft der Bewegung geworden. Trotzdem die Alijah für unsere Genossen wie den Verband wichtig und notwendig war, so war sie doch der erste Anstoß zur großen Krise der J. S. A. J. Die Chaluzim waren zum größten Teil führende Funktionäre und Mitarbeiter des Verbandes. Und als sie Wien verließen, hinterließen sie einen wunden Organisationskörper, der in wenigen Monaten immer mehr und mehr . zurücksank. Es fehlte der Führernach wuchs. '; Der Techelet Lawan hatte bei seinem Eintritt in die J. S. AI J. einige Jugepdgruppen mitgebracht. Mit diesen und einige neugegründeten Gruppen schufen wir den „Zofeh haowed". Wir sagten damals vollkommen richtig: Wir dürfen nicht nur die Lehrlinge und jugendlichen jüdischen Ar beiter organisieren, sondern müssen auch Kinder aus Proletarierfamilien in der für sie einzig richtigen Form des Jüd. Soz. Skoutbundes "zusammenfassen. Selbstverständlich rechneten wir auf geschulten Nachwuchs1 für die J. S. A. J. aus dem ZO. Aber die Führer des ZO., durch die nahe Berührung mehr zu J. S. A. J. hingezogen, gaben ihre Führerstellungbald auf. Einige wenige sollten die ganze Arbeit leisten. Gruppen wurden zusammengelegt. Bald waren so viel Mitglieder in einer Gruppe, daß die Führer, der eine früher, -der andere: später, dieser Aufgabe nicht gewachsen vvaren. Wir mußten den ZO. aufgeben. Wir vereinigten ihn mit dem Brith'.Harnischmar, der damals1 schon der linkeste außer uns war, zum' „Mischmar Haowdirri". Einige Jahre schien es, als ob wir einen großen Fehlgriff getan hätten, denn unsere, jungen Genossen aus dem ZO. entfernten sich scheinbar; von uns. Der Nachwuchs fehlte, alle Mittel, selbst das Eingreifen der Poale Zion, nützten nichts. Es fehlten die Führer. Eine Generation in Palästina, die zweite nicht mehr, bei uns. In zäher Arbeit begannen einige Genossen vor wenigen Monaten mit dem Wiederaufbau der Organisation. Auf halbem Wege kam ihnen Hilfe. Der Mischmar Haowdim sprang ein. Er hatte die Richtigkeit und Notwendigkeit der „Parteijugend." ' eingesehen und näherte sich der J. S.' A. J. Heute ist die Vereinigung vollzogen. Es geht wieder ein euer Zug durch unseren Verband. Franz Lustig. Jugend und Partei Die Entwicklung der J. S, A. J, War das Herste Jahr der J. S. A. J. der Werbung und dem organisatorischen Aufbau des Verbandes gewidmet, so waren die folgenden Jahre der politischen und kulturellen Arbeit zugewendet. Es galt, unsere Genossen in die politische Sphäre einzuführen, sie nicht nur mit den Problemen der Bewegung vertraut zu machen, sondern sie zu schulen. Es gab eine große Zahl von Arbeitsgemeinschaften und Funktionärenschuien, die in allen "4 Bezirksgruppen, welche die J, S, A. J. damals hatte, diese Aufgabe zu erfüllen hatten. Wir hatten bald eine Reihe, ganz hervorragender Funktionäre, welche auf jedem Platz ihren Mann stellen konnten. Unterstützt wur4env>Wr auchl dadurch, da^j eine, große Zahl maß- Das Verhältnis zweier Organisationen, die einem gemeinsamen Ziele dienen, kann grundsätzlich zwei Formen annehmen:, es kann zwischen ihnen das Verhältnis der Subordination bestehen, das-'heißt, die eine Organisation kann der anderen übergeordnet, beziehungsweise untergeordnet, sein, oder beide sozialen Gebilde sindkoordiniert, gleichgeordnet. Gleichgeordnete Organisationen bilden ihren gemeinsamen sozialen Willen auf demokratische Weise; er ist das Ergebnis eines' gemeinsamen Kampfes! um den besten. Weg zur Verwirklichung . des gemeinsamen Zieles, er ist der . Niederschlag; der Einsicht und Erfahrung der Mitglieder beider Organisationen. Wer. nun die Geschichte der sozialistischen Jugendbewegung kennt, der weiß, daß das heute b e s t e h e n d e; Ve r h ä 11 n i s d e r K o o r d in a t i o n zwischen Partei; und Jugendbewegung nicht immer bestanden hat; es ist noch nicht lange her, daß die Jugendbewegung von den Erwachsenen bestenfalls als Kadettenschule der Partei betrachtet wurde, es aber kaum' jemandem einfiel, die Jugend als einen wichtigen pol i t i s ch eu F aktor anzuerkennen. Dieser Aufstieg der „Jugend" zur gleichberechtigten Macht im Leben der Partei ist nur Teilausdruck des\ a 11 g e m e i ri e n A u f s t i e g s der Jugend" im gesellschaftlichen Leben. Solange die Bourgeoisie^ im Zeitalter des Zensuswahlrechts aliein das Staatsschiff lenkte, bestand für die Politik kein Jugendproblem, da ja die bürgerliche Jugend wirtschaftsfetn und' daher politikfern warj def/Äüfstieg der Arbeiterklasse ist gleichzeitig der Aufstieg der in den Wirtschaftsprozeß eingegliederten Arbeiterjugend; die ihre wirtschaftlichen und kulturellen Interessen politisch vertreten muß, sofern sie sich nicht aufgeben will. v Dieser Aufstieg hat weittragende Wirkungen auf allen Gebieten des Lebens. Auf kulturellem Gebiet: die Jugend negiert die Auffassung, als ob sie sjch nur in einem Uebergartgsstadium befände, sie fördert die Anerkennung ihres Eigenwertes, ihres Rechtes auf eigene Lebensform. Auf. po* litischem Gebiet: sie erringt die Herabsetzung des Wahl* rechtsalters. Im Zeitalter, da politische Entscheidungen vort Wehrorganisationen der Klassen ^mitgefällt werden, ist die Bedeutung der Jugend ungeheuer gestiegen. Mit einem Wort: Es ist ein Wesensmerkmal unserer Zeit, daß die Jugend als gleichberechtigter politischer Faktor allenthalben Anerkennung findet. Ist es da nicht nur selbstverständlich, daß auch im. Rahmen unserer pqalezionistischen Bewegung das Prinzip der Gleichberechtigung der Jugend sich durchsetzen mußte und auch seinen organisatorischen Ausdruck, im lokalen..und Weltmaßstab gefunden hat? Für den zionistischen Sozialisn mus ist die Jugend aber mehr als ein politischer und .mitbestimmender Faktor, sie ist der unmittelbare Verwirklicher unseres Programms der Erhaltung und Erneuerung des jüdischen Volkes auf der Grundlage der Prinzipien des internationalen.'Sozialismus. Mehr als jede andere sozialistische Bewegung steht der zionistische Sozialismus vor Erziehungsaufgaben und es wird vor allem die Jugend sein, die durch Gemeinschafts- und SelDstcrziehuirg mit Hilfe der von der Organisation direkt oder. indirekt dank der Initiative ihrer Vertreter in den jüdischen Körperschaften geschaffenen Institutionen Ihren Weg zum jüdischen Bildungsgut zu innerster Verbundenheit mit der weltlichen jüdischen Kultur gehen wird. Und wenn wir die Konzentration aller Kräfte des Zionismus auf konkrete Aufbauarbeit fordern, hat das ,einen anderen Zweck, als. unserer Chaluzisldheri Jugend durch'Aufbau neuer jüdischer Wirtschaftspositionen im Lande die; Möglichkeit der Eingliederung in das arbeitende Palästina zu . eröffnen? Es ist also die Jugend, deren vi t ä 1 s t e n kulturellen und wirtschaftlichen Lebensinteressen die Arbeit unserer p o a 1 e - z i o n i s t ischen Bewegung dient! . - Ist also im letzten Grunde die Jugend daS'einzige Ob-.1 jekt der gesamten poalezionistis'chen Arbeit, so istes nur ' selbstverständlich, daß die Organisation der Erwachsenen der Entwicklung der Jugendorganisation ihre volle Aufmerksamkeit schenken muß. Es sei aber auch festgestellt, daß die Jugend in;| hohem Grad das gehalten hat, was sie vor einem Jahrfünft versprochen hat. Und hier müssen wiruns gegen" die Zweifler unter den älteren Genossen wenden. Gewiß, die? sp.ezjfisch jüdische Kulturarbeit unserer Jugend hätte inten^- siver sein können: vergessen wir doch nicht, daß diese. Jugend von 1931 wahrlich weit davon entfernt ist, ein' „jugendgemäßes" sorgenfreies Leben zu führen, daß sie einen furchtbaren Lebenskampf um die Befriedigung der primärsten Lebensbedürfnisse führen muß, der ihr kaum Kraft übrig läßt, sich geistigen Dingen zuzuwenden. Wer vermöchte es dieser Jugend zum Vorwurf zu machen, daß; sie die paar Stunden, die sie den 'quälenden Sorgen des! Tages entreißt, nicht ausschließlich jüdischer Selbstbildung, widmet, daß sie" sich .vielmehr bemüht, sich mit jenem.1 Wissen auszurüsten, das ihr bessere Chancen im Berufsleben und Vervollkommnung ihres Weltbildes ermöglicht? Nach fünfjährigem Bestand der erneuerten Jugendorganisation hat diese vermocht, die Reihen der Organisation zu* stärken, einen wesentlichen Teil der ihr entwachsenen Mitglieder der Partei zuzuführen. Dieser Uebergang ging. nicht sofort klaglos vor sich; es mußte für die, jungen Mitglieder der Poale-Zion Formen der kollektiven Eingliederung gefunden werden, die aber der Intensität der Bindung keineswegs Abbruch tun. Unsere Organisationsleitung zählt eine Reihe von aus der Jugendorganisation kommenden Mitgliedern, unter den Mitarbeitern unserer Redaktion sind „alte" Jugendliche, und daß es unsere jungen Genossen verstanden haben, ihre Ansicht im geistigen Kampf um die Ichudplattform durchzusetzen, ist uns1 allen in guter Erinnerung! Bei aller Anerkennung des Eigenwertes darf die Jugendorganisation diese ihre Funktion, den Nachwuchs, der Poale-Zion zu bilden, auch in der Zukunft nicht außeracht lassen. Die „Vereinigte Organisation'/ hat in ihrer Plattform die Eingliederung ihrer Mitglieder in die sozialdemokratische Organisation zu r einer ihrer .wichtigsten Aufgaben erklärt;'möge die Jüdisch-sozialistische Arbeiterjugend ihren Mitgliedern eine solche Erziehung;geben, daß sie sich als Mitglieder der Vereinigten Partei ihrer Aufgabe, alle Schwankenden zur wahrhaft sozialdempkratischen Gesinnung zu erziehen, mit Erfolg unterziehen;können. .' ' •: 1 . . i~' . Es ist eine alte Erfahrung, daß nichts sOf bindet, .daß nichts so gemeinsehaftsfordernd wirkt als gemeinsame* Not; als Verantwortung für ein gemeinsames gefährdetes Werk. Mögen sieji unsere beiden Organisationen angesichts der Krise, in der'sich unser Aufbauwerk befindet, noch enger, als bisher zusammenschließen, möge es. ihnen gelingen,- durch intensive Arbeit zur Ueberwindung der Krise das ilirige beizutragen. M. P. EigenlMmer,- Verleger»' Herausgeber und1 verantwortlicher Redakteur: Pinkas Kornblüh-, Student, Wien, II., Schiffmühlen straße 45/8. ~ Druck: „Adria", Wiw;: IL, Tab©r9tr«iae 53b*