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Der Jüdische Arbeiter · 1930-02-01 · Heft 3 (1.2.1930) · page 4

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
7 (1930)
Issue
Heft 3 (1.2.1930)
Date
1930-02-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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«isl* tht mischt Arbeiter :p{,^^""^r.,>* "i niMr ■ gab innen nicht zu denken. Und trot2dem ist deutlich der ätölfjB^er'iTOtätfMn^^erV ' N.f': - 1 '"\ ^"»Inferesäm SrrfcP trofc ihireP Lü<fkeunäftigkcit ^einige3 sl&tisti^eftfc'BättYfl 8fe dort iflitgetfeil bürden. In PatäshYS &m*&M0b0^ambh(? Arbim, davon iS'.OOO ^ndwirt- ^trkmfch'e>''i1ife -faglicft'^^-Piästef verdienen, '15.000 BÜtfiflfelfer i>U±\2 Vtsstet)) 7000' Arbeiter in Werk« m&tf (3^10 ^iäsfer)V3Ö00 Bahriatbeiter (10—12 Piaster), 2000 HaferfarbefteV (W-WPiaster), 4000nChauffetiVc^Kutsrcitef; LaMräger uswv (5—20-Piaster), Arbeits- /iäi!'<12-^14i:8tundcm-: •■• ** •iVDtese5Ängeft)6n*sind4 unzuverlässig und lückenhaft, .es' teWei? tötetenüber' -das Alter vder Arbeiter, genaue Verdt%8st-*ftt*K* Arböitsze'ittabeHen; Angäben/wievielc Arbeiter bi.öß'iaüfrtthTe'hfUohn angewiesen' sind und ^-wieviele noch dfctfebcn kföine Isand- oder r.Garten wirtschaften besitzen funtfcdte$e.r!Uihstand: kann? die niedrigen- Löhne verstehen madhcn)iü* a;?m* linrnerfiin gebenmn$ diese Zahlen übereiniges''AUfschlußi; Ganz unzweideutig .ersieht man die H^btinfei des Lohh'niveaus durch' die .judische .Einwanderung. Genaue Daten zum Vergleich fehlen■» freilich, man kann sabetf auch?aus diesen Zahlen vieles erschließen. Die ve^hältnisinäßignhöchsten Löhne bekommt der Landarbeit ters(sorist';übecal wird jer am niedrigsten bezahlt, auch in Palästina i ist/der/jüdische Landarbeiter. der niedrigst Bezahlte);' Dasist ein schlagender Beweis für; die oben angeführte Behauptung, .denn arabische -landwirtschaftliche Arbeiter i sind jihi großer -Zahl bei Juden beschäftigt, der höhlece.»Lohjiisein.esjüdischen Kollegen; verursacht auch die Steigert«!^;?sein,es.(Lohnniveaus und beeinflußt damit selbstverständlich . mittelbar den aller anderen arabischen Arbeiter.iAm? schlechtesten ist der Arbeiter in der Werkstätte ^beuafllt,! denn bis dorthin-reicht der Einfluß der j Judenj nodi ^nichti ,es> wird kaum jüdische Handwerker] geben,r.diej arabische .Gesellen beschäftigen, ebensowenig | unigckelut.v •>;i.(Außerdem , zeigen uns die Zahlen^ daß die Juden in! verhältnismäßig mehr als doppelter Zahl Proletarier sind j als ^dic« Araber; NDer Anteil;;dcr Juden an der Gesaini-. arbcitersch,äftjibeträgt also;37i5;-Pr.ozcnt, vyährcnd ihr An-1 teiban der^Gesamtbevölkerung weniger als die Hälfte be-1 trägtiiiDiei jüdische Verbältniszahl steigt noch um ein Be-1 irÄClUJiches, mfenn : wir< bedenken :,daß^die Zahl 50.0U0; njeht;-errechnet, \sondern geschätzt und wahrscheinlich übertrieben ist, »während die,30.0Q0,jüdischen Arbeiter eine Tatsache usind* Ueberdies müßte man die vielen arabischere Arbeiter .wegzählen ,die Eigenwirtschaften besitzen und:»nur gelegentlichim •Nebenberuf um Lohn arbeiten, aher.sicher^inuier.trunden; Summe -inbegriffen sind. rRürtdie Bistadruth.er.gebenvsich gewichtige,Aufgaben, sie mußvtrotz.alleriSchw.ierigkeiten einen Weg zu der hier im-jEntätehenjbegriffenefn arabischen Arbeiterorganisation finden.1 Es,muß beiden,klar sein, daß sie gemeinsame Interesse* j zu vertreten ,haben, denn schließlich liegt die Hebung .des Lohnniveaus des arabischen Arbeiters nicht bloß iniclessen^sondernSaudi»im.ureigensten Interesse des jüdi~ seinen:t ,a * .' . . ( ■i 'Jjerusalem,, Mitte Jänner 103Q?>- iNl^^J^J»^''w^it, Eine wichtige, sozialpolitische Konferenz. -'^Küralich ifancl^unter Vorsitz unseres Genossen'Oskar Cohn" in? Paris eine Sitzung; der'.Exekutive derjüdisenen sozralpolitis'dhen ■Organisationen Hfas-lca und- Einigdirect statt;-Es Wurde, festgestellt -daß sich die Zahl der jüdischen Einwanderer':nächJ Argentinien verringert, nach ^Brasilien verdopelt rtiat,< während die nach Uruguay und Südafrika sich ninv weniges erhöht nat.'Die jüdische Einwandererzahl nach UV Si Ai1 und-Kanada ist gleichgeblieben. Die Tätigkeit* der Organisationen besteht vor allem in der Schaffung von Wanderhotels, Arbeitsnachweisen. Die Unterbringung voivvcjüali'Hz'ierten; Arbelta'|fji ist leichter als von ungelernfen^Es iwurdeVelir Budget pro,! 93.0 voti 200.000 Dollar beschlössen ivv 1 ..' ' l-- Elrt' füdl^ehes Emigrantenheim in London. " Von 3W'j0^iiscl\en .•Fürsörgeorganisation.-jewish Tempprarv^SheljterJ/würde^in London ein Wanderheim geschaffen' '.friede Organisation, .hat im. letzten Jahre 1784 Durcnwäncferer, dariu^ter auch viele Niclitju'den belicrr-, lwr^r^',' De^tat^tiot^de^ jud.lsjsrjefl Parlamentsklubs ini Sejm. 'i^vlni/eipert Deklaration;, die'der-Abg. Hartglas im Sejm iin ^Anschluß » an die Regierungserklärung Bartels' verlas, wird erklärt«jdaß die Frage der. jüdischen Gemeinden das jü^is,Qhe.).(Problef-n! nicht erschöpft. Die Juden werden aus d?,j,i pefseljßicha.ftön, privaten Charakters .diedurch die RegieriHigs,faktoren .toleriert werden», systematisch herausges.tpßq%l} je. so,deklassierten,Juden erhalten.keine StaatsausHIungep',. ,ihr Zugang zur physischen Arbeit wird erTi Bcüwßrti' DJe äntijudischen Beschränkungen aus der Zarenzei^WMeniinoch injmpri angewendet, fy-is Studium wird] deiyutfen aielitmjr im.Inlandes sondern auch-im Auslande um?|pg|j'qh.,/gemacht.,,Dem. judiscJien/Schulwesen : werden ^iQsgr^ß.te.lb'ßciiW'ierjgkeiten gemacljt. Schwere Nachteile für ^as(poJrii^Äe Jii^ntHmrhat.auqli die ^wangssonntagsruJj^A^all^^s^pFiOblieji^ hat das .Expose keinen Bezug gwiftron?fn.j.^'^.v'. •« B<KLdak«Hfe iMu^rikaiUscber. Juden in Palästina.: ' * ^Die 'amerikanische Oeselisehaft Aehusah hat durch die Palestihe.änU' DeVetoprnerit'Cb'Ltd, größere Bodenkäufe in PailäsMä tiürcHföbrer» lassen. 1 lissjoh. pl? Vv^-v^v" w><;»■ ■ 'V^^jjlK^^r^^Vt'rtjfi Einsetzung ciycr Dreien ^aW^'v^Hfi g^elupg ,qer Klagcmauera^gelegenh^t beschlossen. Die Einsetzung der Klagemauerkommission hat ten >durc1i'die"Frc*ttenkü!tferertz verzögert. Dfö ürtieiiwchö^sKdttt^issiört an der Arbeit. .. Die ynfersuchüngskommission der Geschehnisse in Palästina 's6tzt ihre Arbeit nunmehr in London fort. Weitere Zeugeneinvernahmen sind in Aussicht genommen. Der endgültige Bericht ist vor Ende Feber nicht zu erwarten, , . Öerheinsame Aktion des.Jo^it und, der Agency . In einer gemeinsamen Konferenz von Vertretern des Joint und der Ageney wurde vereinbart, durch einheitliche Aktion*, im Jahre 1Ö30 6 Millionen Dollar aufzubringen; zweieinhalb Mililonen sollen der Agency übergeben werden. , Stadtverwaltungen in Polen für den Ort. )j)ie verdienstvolle Gesellschaft zur Verbreitung der landwirtschaftlichen Berufe unter den Juden wird wie aus Warschau gemeldet wird, von vielen Gemeindeverwaltungen subventioniert. Es handelt steh um solche Gemeinden, wö jüdiischc Parteien die Majorität innehaben. Jüdisches Theater in Wien. •DreiTheater spielen.Talentierte Schauspieler. — Schlechte Stücke» -t^ Niedriges Niveau. — Das Ereignis des Gastspieles der Wilnaer Truppe. Heuer spielen in Wien drei jiddische Theater. In jedem der drei Theater finden Wir talentierte Schauspieler der ständigen Wiener Ensemble, wie auch sehr talentierte Gäste .Von den Wiener jiddischen Schauspielern, die heuer auftreten, seien aufgezählt: Frau Graf-Weintraub, Frau Liebgold, Frau Meiscls, Frl. Rosenberg und Jonah Reissmann. Vor kurzem absolvierte das Ehepaar Kanierska- Breitmann ein erfolgreiches Gastspiel in den «Jüd. Künstlerspiclen». Die in einem Großteile des jüdischen Theaterpublikums sehr beliebten Gäste brachten uns auch als neue Aquisition das lebhafte, äußerst talentierte Fräulein Weiland. In der «Jüdischen Bühne» gastiert mit Erfolg ein Ensemble aus Rumänien, dessen Hauptkräfte aus der uns bekannten Schauspielerfamilie Siegler besteht. Auch dort finden wirv. ernste Talente. Zuletzt, aber nicht in letzter Reihe, soll der wunder- und wandelbare Simon Fostel genannt werden. •' So sehr erfreulich es gewiß ist, daß in Wien drei jiddische Tljeater, ohne,1 jede finanzielle Förderung der jüdischen\Gemeinschaft; spielen können und hiebei wertvolle Kühstier zu ihren Mitgliedern zählen, so beschämend ■ist es, wenn wir diese Thealer besuchen, um jüdische Kunst ziis genießen!.; , Die Stücke, mit. ganz geringen Ausnahmen, können auch nicht den bescheidensten Ansprüchen standhalten. Fast-, durchwegs langweiliges,., an Inhalt und Einfällen bettelarmes Repertoire.'.Das Niveau der Aufführungen, trotz wertvoller Einzellejstungen, nicht viel höher als in den Wirtshäusern vor dreißig Jahren. Jeder Besuch im jüdischen .Theater machtp die Freude an der Entwicklung dieses wichtigen Kunstzwci^es zur leeren Illusion. Wir ifreuten uns dcslialb, als die Nachricht vom Gastspiel einer «Wilnaer Truppe» unter Alex Stein eintraf. Wir wußten wohl, daß die einstige bahnbrechende «Wilnaer Truppe» in. Brüche gegangen ist, daß die Schar ihrer [Talente über alle Weltteile zerstreut ist, aber schon der Nanic;des. Führers galt uns als Bürgschaft für gutes jiddisches Theater. .Die-Hoffnung erwies sich als berechtigt. Die? «Wilnaer Truppe», die in den «Jüd. Künstlerspielen, gastiert, führte bis jetztdrei Stücke auf, die von der .alten einheitlichen Truppe in Wien bereits aufgeführt wurden. Sie führten auf:.'«Tug yn Nacht» von-Anski, «Der Gedanke» von »Andrcjew und «Schwer zu sein ein fud» von Schulim Alejchem. In allen.drei Stücken erbrachten sie den e,in wand freien Beweis, daß sie den stolzen Namen mit Recht;führen, daß sie die Tradition der ersten ■ mutigen Kilnstlerschar fortsetzen. Alex Stein brachte es zustande, das. Ensemble mit dem, Geiste der einstigen «Wilnaer Truppe» zu erfüllen. \ Höchste,: Vollendung .erreichte die «Wilnaer Truppe» mit; «Schwer, zu sein ein Jud». Die geniale Volkstümlichkeit Schülern Alejchenis bot den Künstlern eine günstige Gelegenheit, ihr Können, voll und ganz zu entfalten. Stein gab einen Iwanow, der seiner einstigen Glanzleistung als- Schnejersohn ebenbürtig war, Kamay, ein wundervoller Sprecher und sehr diskreter Schauspieler stelte den Schnejersohn lebensecht dar.. Eine Meisterieistung bot.Frau Altbau In als Suse Schapira, Herr Domb war ihr ein herrlicher Partner.,Sein «echter» Schapira war echtester; Schuliim Alejcljim. .Frau Pikus verlieh der Betti echte jüdische Anmut und blieb maßvoll in allen heiteren und traurigen Szenen. Herzerfrischend war der Siomke, den uns Scheftel schuf. Der leibhafte jüdische Spitzbube im tragikomischen Milieu des alten jüdischen Rußland. Die wohl sehr undankbare Rolle.des Kozele verstand Senkiii leider nicht zu meistern. Die künstlerische Leitung Steins formte das Ensemble zu. völlig harmonischer Glanzleistung. Die ierste Wochedes Gastspieles der Wiilnaer darl als künstlerische Tat bezeichnet werden. Möge sich das jüdisches Wien der Leistungen dieser ernsten Künstler würdig-erweisen. Menachem. Wien. Unter den im Februar wegfahrenden Chalüzim befinden sich 18 Genossen und Genossinnen unserer Organisation und unserer Jugendbünde, des Michmar Ovdim und der J. S. A. J. Am II. Februar bindet im Hotel Post (7 Uhr) eine Abschiedsfeier statt. Unsere Palästinakonimission veranstaltet in den nächsten Tagen eine Werbeaktion für den Palästinaarbeiterfonds; es soll die Zahl der sich selbstbesteuernden Genossen vergöß.ert werden. Wir hoffen, daß diese Arbeit erfolgreich sein wird! Haussammlung des Paläsünarbeiterfonds. Sonntag, den 2. Februar findet eine Haussammlung des Pälästinarbeiterfonds statt. Wir erwarten, daß unsere Genossen, die die Arbeit unserer Freunde tatkräftigst fördern werden. Genossen und Genossinnen besteuert Euch für den Palästina arbeiterfond! Am Samstag, den 1. Februar, um halb 8 Uhr, findet in unserem Heim ein Teeabend statt. w^TMWMifoiav*» ]hmp«a« watraitfe» Poale Zion Ortsgruppe XX. Montag, den 3. Februar 1930, halb 8 Uhr, im Restaurant Sternbach, Jägerstraße 2, Vortrag Dr. L. Goldhammer: Die wirtschaftliche Lage der Juden. *K%*^'«^mft\^ro&f» «mb ^^^itflmÄ)»^«^^^!»» Wir. gratulieren den Genossen Hugo Steiner—Emma Rcuüer, Moses Sochar—Klara Weinstock anläßlich ihrer Vermählung. Die Organisationsleitung. Der jüdische Arbeiter ist außer auf den Stadtbahnhöfen und Straßenstandeu auch in folgenden Tabak-Trafiken zu haben; Untere-Augartenstraße Nr. 6, Herminengasse Nr. 7, Lcopoldsgasse Nr. 22, Papierhandlung Winter, Kleine Ptarrgasse Nr. 5, Novarr.agasse Nr. 12, Große Schiffgasse Nr. 11, klosterneuburgerstraße Nr. 48. Wallensteinstraßc Nr._20 Gausplatz, Kiosk. Eine Ifmw MmmM\$m\ die Busslellunpt der löig^^^M^ ©istoeile VUf., JosefstädtersSrate 10 XIL, Theresiengasse 3 XX., Denisgasse 39 8 bis 18 Uhr Ter 1 z a h 1 tt n g e n Lebens v er sicherungs««Gesell schaft PHÖNIX Zentrale: Wien, I., Riemergasse Nr. 2 Veralctaerungsbestand Ende |uni 1U29: » a.OOO.OOO.OOO' - Garanlltmittel Hnde 1928; H 242,000.000'- Prämien-und Zinseneinnahmcn im Jahre 1928: » 97,500.000 - Ausz blung an die Versicherten in jah e 192<: 8 ae.^OO.OOO'— TÄTIGKEITSGEBIET: Oesterreich, Deutsches Reich, Frankreich, Belgien, Holland, halten, Spanien, dechoslov. Republik, Polen, Ungarn, Jugoslavien, Bulgarien.Gric» henland Türkei; Aet?ypteai, Palästina. Pensions-Versicherung NCU. mit Rentenansammlung (Rentmbezug beim 55„ 60 oder 65.. Lebensjahr oder bei früherer BERUFS« UNFAHIGKEIT. Monatliche Prämie. Sofortige Unveifallbarkeit.) gemeinschaftlich mit der Versicherungs«AkMerif Gesellschaft frQher PENSIONS-VEREIN für Handel, Industrie und Gewerbe Wien, I, Schellinggasse Nr. J JS^i^^t'y'^^, r$^ü&föv& vemÄtTOtJ.-'l^djÄ enr:' Markus" ükchV,. -Angeheilter, Wien," ff., Gr. SpwJga sse 19. - Druck: .,Adria", Wien, IL, Taborstraßs 53 b. n^<*f(T rt •■^ph'i/'i * ' *"! * .r .».' i . . ■ . \. ' -

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