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Der Jüdische Arbeiter · 1929-07-15 · Heft 9 (15.7.1929) · page 7

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
6 (1929)
Issue
Heft 9 (15.7.1929)
Date
1929-07-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Der jüdische Arfteiter. Seite 7 innerhalb! des Zionismus neue Wege gewiesen1, die : alle zu einem Ziele führen1: Verstärkung der Macht •des Arbeiterzionismus. Von! der Vereinigung der palästinensischen Poale-Zion mit der Landarbeiterorganisatioin zur Ach!dut-Avodah, über die Vereinigung der Poale Zion mit dem Verband Zeire Zion, der Entstehung der überparteiischen; Ligen für das arbeitende .Palästina, bis zur Vereinigung aer Achdut Avodah mit dem iHapdel Hazair — diese gesamte Entwicklung des zionistischen! Sozialismus hat nur einen' Sinti, den »Sinn1 der Konzentration der zionistisch-sozialistischen Kräfte, vlirid' Teil dieses Organisationsprozesses, Ausdruck dieser Konzemtrationstendenz innerhalb' der all- •weltlichen zionistisch-sozialistischen Bewegung ist auch fclie Entstehung eines Kartells, Genossen: nicht ein ausgetüftelt Werk ist eure Rahmenorganisation, nicht geschaffen zur Befriedigung von Machtgelüsten einzelner, nicht nur Produkt des Betätigungsdranges junger Menschen! — nein, sie ist 'Produkt objektiver gesellschaftlicher Entwicklung und daher erscheint sie auch1 realpolitisch nicht Jiur als* gerechtfertigt, sondern auch notwendig. j. Wir .haben im obigen die Kartellgründung vom Standpunkt der Palästinaarbeit .betrachtet; nur einige prinzipielle Worte nochl über ihre Bedeutung vom Standpunkt der Galutarbeit. Galutarbeit, das bedeutet Arbeit an der Erhaltung des-Judentums im Galut. yCir wollen dem Tatsachen kaltblütig in die Augen schauen: es. kann nicht geleugnet werden!, daß sich 'das Heer der ^bfalljüden zu nicht geringem Teil aus sozialistischen Jugendlichen, zusammensetzt, die in der Ueberzeugung leben, daß' Judentum und Religion identisdh^seien1 und Renaissance des jüdischen Volkes Erneuerung, reaktionärer Kulturformen bedeutet. Es känni hier nicht untersucht werden, inwiefern bürgerlich-zionistische Kulturpolitik geeignet. war, diese Anschauung aufkommen zu lassen. Unsere Aufgabe aber wird es sein, durch1 großzügige jüdische Kulturpropaganda der assimilatorischem sozialistischen Jugend jüdischer Abstammung die weltliche jüdische Kultur, in ihrer hebräischem oder jiddischen Gestaltung näherzubringen und so eine .entscheidende Hemmung wegzuräumen, die sierhindert, sich zum lebendigen Judentumzu bekenneni Diese Aufgabe kann aber eine Organisation' nicht erfüllen, nur alle jüd.-sozialistischen Jugendorganisationen zusammen, die die weltliche Entwicklung der jüdischen Kultur bejahen, können, diese wichtige Arbeit feisten1. .. Das*. Kartell., ^ziönistisch^sozialistischer Jugen'db'ürfde hat nicht'lange warten brauchen', bis sich ihm Gelegenheit bot, sich zu bewähren': der Erfolg der. Liste des arbeitenden! Erez Israel, bei der Kongreßwahl, auf Kosten der Liste Stricker, als jenes Mannes, der die Inkarnation des arbeiterfeindlich-bürgerlichen Zionismus ist und dessen sozialismusfeindlich'e Landespolitik einem großen und nicht den schlechtesten Teil der jüdischen Jugend ins Lager der Assimilation getrieben h'at, dieser Erfolg ist vor allem der vorbildlichen Arbeit des Kartells zu danken. Und an diesem Erfolg werden sich! weitere anreihen, wenn die Menschern und Gruppen, die das Kartell .bilden', sich' weiter von keinem Prestigemotiven leiten lassen werden, sondern bei ihrer Arbeit nur erfüllt sein werden von der Sache, der zu dienen für uns Lebensglück, und' Lebenssinn zugleich bedeutet, der Sache des sozialistischen Zionismus! i i", ■ . ' I r;! ' ': ' Gas für 350.000 Jahre. Die städtischen Gaswerke haben' im den letzten Jahren eine rapide Entwicklung genommen1. Noch' im Jahre 1913 betrug die Gaserzeugungder Wiener städtischen Gaswerke 191 Millionen Kubikmeter, sie;' stieg, im Jahre 1927 auf 293 Millionen Kubikmeter und erreichte im Jahre 1928 nicht weniger als 313... Millionen Kubikmeter.- Diese ungeheure Menge würde •genügen, um einen Kleinhlaushalt für Koch- und' Bügelzwecke 100.000 Jahre hindurch zu versorgen1. Ein Hämgelichtbrenner würde mit dieser Menge nicht* weniger als 350j000 Jahre brennen. * / i In ebenso gewaltigem Ausmaße geht die Erzeugung-von Nebenprodukten durch' die städtischen Gaswerke auch1 die Zahl der Gasabnehmer im Wien gestiegen. Während im Jahre 1913 in ^ien noch 211.815 Gasab'nehmer warem, zählten die städtischem Gaswerke am 30. April dieses Jahres 455.234 Gas- konsumemtem. (Entgeltlich.) Im Selbstverlag des Verfassers erschien soeben!: D;ie Entwicklung d'er j ü disch!-sozialistiscc h e n J!u g e m d b e w e g u n g von Samu H a 1 p e r n; der I. Weltkonferenz der jüdisch-sozialistischen Jugendorganisationen, Wien, J.uli 1929, gewidmet. Zu beziehen durch1 <deni Verfasser S. Halpern, Wien, XX./ Klosterneub'urgerstraße 47. ..

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