Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- Heft 7 (30.4.1928)
- Date
- 1928-04-30
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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zSri^, \$?*f % Attetefklasse irnd ih* iWerk im üartde flicht mit . MiÄtelchien tönauzielter Sanierung umhüllt wird. 'ÖiS Vettretefi der Afbiatö'b'extreg'iing im den zionisti- %Öteti Institution«« haben ihre Pflicht auch' in dieser . testete 4feü erfüllt; die Arbeiter im Lande haben Jaih'fetang gehungert, ium eine rationelle Geldgebarung m ermöglichen;* Und1 noch' mehr. Unsere Verireteii in den Institutionen der Zionistischen Exe± ifcttive waren' die ersten1, die den Oedanken langfristiger, Anleihen, garantiert durch1 die Ein- «öth'öien iUhserer, Fonds, vorbrachten und be- ■ ' Rundeten. Die Anleihen für den „Keren Hajessod" irt Höhe von . ungefähr 110.000 Pfund; die bereits vorgenommen wurden, sind die Frucht unserer Bemühungen iund die Folge unseres Druckes. Auch1 die Ideen und Pläne großer innerer und äußerer Anleihen wurden von den besten unserer Genossen durchdacht .und gepredigt, noch' bevor der offizielle Zionismus die ernst in Angriff nahm. Aus diesen Keimen entv*rickein sich heute die Pläne einer, äußeren oder inneren Anleihe, die vielleicht in der nahen Zukunft Meni Lauf unserer Arbeit im Lande ändern werden. Per jficfischa Arteiter Hf.T Drei Jahre Jüdisches Wissenschaftliches Institut« , Die jüdische .Welt kennt nicht leicht ein so kurzfrjstigeis Jubiläum iund die jüdische .Wissenschaft erst .recht nicht. Gelehrte Gesellschaften müssen ein viel , höheres Alter erreichen, ium sich1 der dankbaren Erinnerung der, Mitwelt zu freuen. iUn'd gerade bei uns *' Jfuden fehlt es nicht an wissenschaftlichen Institu- . Itionen ehrwürdigen! Alters. Doch' dieses Institut b'e- > jgjeh.t schoni nach' seinem dritten Jahr ein Fest, dessen Aufschwung alle Mitsch'öpfer der, jüdischen Volks- Mtur vereinigt. 4 - Das jüdische Volk lofriie das Institut — das war; ';e$rt Zustand, in dem die wirklichen schaffenden Kräfte , jgfch't genutzt werden konnten, die Wissensczhaft mit $em Leb'enl nicht voll verbunden war — drei Jahre Institut stellte diese Verbindung! Wer, faßte alle schaf- : lenden Kräfte im jüdischen Volk zusammen und1 errichtete einenl Bau1 der lebendigen »Wissenschaft, der ' jdern Volke dient , v. In den drei Jahren hat das Institut die judische (Wissenschaft auf allweltlicher Grundlage organisiert,; seine Sektionen umfassen bereits heute die wichtigsten , .Gebiete des Volksschaffens iund1 Volksdaseins. Die v:(|jroßen Sammlungen; Publikationen, statistischen Arbeiten 'des Instituts, seine Hilfseiinrichtungen und 'jb'uSliograph'isCh'e Zentrale stellen Leistungen dar, die äiich't einer gelehrten Gesellschaft eines Landes, wohl ' $ber einem allweltlich1 organisierten jüdischen wissen-. ." schaftlichen' Institut gelingen konnten 'und mußten. In; diesen Tagen, wo das Fest des Instituts alle Freunde , äen jüdischen! Wissenschaft verbindet, gedenken wir . pi Dankbarkeit der zahllosen: Pioniere der jüdischen ' Wissenschaft in den kleinen Städten iund Dörfern, ■': lohne deren Aufopferung das Werk nie hätte gelingen1* können. Es erfüllt uns mit Stolz und. Freude, .eine jüdische; Jugend zu sehen, die der Dienst der .^Wissenschaft begeistert, weil sie das jüdische Volk lieben'. Die Lehrer iund Schüler der jüdischen Schulen ,, im Dienste der jüdischen Wissenschaft, dieser.'Ge- ^anke wird mnsere Volksintelligenz erhalten und zu > ineuem Schaffen befruchten. Anläßlich der, Dreijäh'rsfeier. fanden in Wilna, Mdem Sitz der osteuropäischen Institutszentrale, eine ,. Reihe von Festlichkeiten statt. In den Sälen des jüdischen Realgymnasiums war eine Ausstellung;d'er.in-. Üeressantesten Institutsobjekte untergebracht. Das Bau- »komitee des Instituts wurde in öffentlicher Versammlung proklamiert. Eine Festsetzung sämtlicher Seki Jtioneu des Instituts vereinigte die wissenschaftlichen Mitarbeiter, aus den: verschiedensten Ländern. Mit jejuiem großangelegten1 Abend; der jüdisches Volks- . , schaffen darbot, wurden die Feierlichkeiten geschlossen. ' Die Wiener, „Gesellschaft jder Freunde des Jüdischen Wissenschaftlichen Instituts" erhielt eine Ein- Ladung, der Wilnaer Schwestervereinigiung zu den (dortigen Feierlichkeiten. Die Poale-Zion in Brasilien. , . (Aua eintera! Brief dös Gen. Beigraaiüi.) . . Apa' 11, Februar gründeten wir in1 Rio de Janeiro $eni ^aten' jüclisohea' professioneUep; Klassenverein. Der Yereiini ' heißt: -yJüdischer professioneller Arbeiter-Verein .- 'c&r gtaphischb«.' Klumst (Setzer, Drucker, Joui-nalisten) in - JRfa de JaneirQ". Dem Vierein sind ausnaJinisiios alle Arbeite* der aufgezählten) Fächtef beigetreten l 12 SetÄty 4 Drucker, 2 Korrektoren! und 5 Joimiali^.ten. yyfc \^hAndelii mit den ArrÄitern. der photogra^hischen! Ateliejra — 10 Angestellte — und est sind gute Aussichten ivorhandeny daß sie sieht sin» abschließen'. Iü der Verwaltung sitzen* 3 unserer Genossen, eleu Kommunist« und ein Unpaxteiischer. Der Vorsitzende und der Sekretär sind unsere Parteigenossen. Iü' Brasilien isfc eine jüdische Arbeitersohaffc langsam, iü Bildung begriffen, da größere Gruppen jüdischer Arbeiteremigranten hier Arbeit suchen. Der eben gegründete Vereinl tvird in Zukunft bei der Organisierung unserer -Arbeit eine wichtige Rolle spielen. Die Kommunisten und die Linken versuchen wohl unsere OrganisationstätigkeitJ zu lähmen, doch mißlang ihnen dies: vollständig. . * w. Aus der Bewegung in der Tschechoslovakei. * W Maifeier in der Tschechoslovakei* Das erstemal finden! heuer fast in1 allen gemischtsprachigen1 Orten gemeinsame Maifeiern der tschechisehleni Hindi deutschen Sozialdemokraten statt. Die Cfenossen werden] aufgefordert, an1 diesen gemeinsamen) Maifeiern1 [unbedingt loffiziell teilzunehmen. Dort, wo Gruppen bestehen, hat außerdem! eine eigene Maifeier stattzufinden. Genossen; benützet den Festtag) des Proletariats zur Stärkung des internationalen Proletariates und zur Stärkung der eigenen Partei. Die Leitung der jüd. Sioz.-dem. Arbeiterpartei Poale-ZionJ für die C. S. E. 01 mü fcz. In! Durchführung des Beschlusses der Parteileitung hat die Ortsgruppe Olmütz: beschlossen!, geschlossen' am! gemeinsamen Umzüge des t&cihechiseheni und deutschten Proletariates teilzunehmen. Offizielle Vertreter werden' unsere Solidarität mit unseren' anders nationalen Genossen bekunden. Außerdem findet am 1. Mai um 8 Uhr abends! eine eigene Maifeier im' Vereinsliokale dies Pilsner Bierhalle statt. Festredner Gen. Heinrich1 Tauber. Aus der jüdischen Arbeitersportbewegung in Wien. S ch'acfoklub';,Ae ad ermahn".. Der neugegründete jüdische Arbeiterschiachklub ii,Andermann"; benannt nach! dem unvergeßlichen', frühvers'öhiedenen Parteigenlossen Leo Andearmann,; entwickelt eich! sehr, gut. Er zählt heute 30 Mitglieder. Die provisorische Leitung besteht aus folgenden Genossen: Schapiia Schach'wart, Hitinik Spielleiter,' Gorenstein Schriftfühlrer, Ewinger Kassier unld! Leitner jun. Beisitzender.. Gegenwärtig wird ein Veiv ein'sturnier ausgetragen, welches einen sehir intei^essanten Verlauf nimmt. ' Sportklub :„Chejruth1'^. ^Vior 5 Jahren! ist bei dem jüdisch'nationalen Sportkluib „Kadimah" eine Stemmsektion. entstanden- Die „Kadima.li" ist in) der II. Klasse des Oesterr. Kraftsportverba.ndes eingeteilt worden',' wo sie unter ungefähr 25 Vereinen derselben Klasse an! sechster Stelle in der' Meisterschaft! placiert ist. Eine nelativ sehr gute Leistung. Da derj [Verband für die .ersten sechs placierten» Vereine einen Pokal stiftete,- gewann! dieser Klub bisnun 5 Pokale. Nun ist auf Initiative und1 Anregung unsierer Genossen, die dort Mitglieder sind,' gelungen, den Sportklub; der fast' ausschließlich! aus Arbeitern und Angestellten: besteht, für die jüdische Arbeiterbewegung zu gewinnen. An der entscheidenden Sitzung nahmen a,uchi Gen. Mendel Singer und Bezirksrat Leon Seizier teil. Der Name deä Vereines wurde auf Jüdisch.- sioz. Sportklub jjOhejrut'h;' geändert und er trat bereits dem OesteiTeichischenl Arbeiter-Kraftsportbund bei:. Wir möchten nJoch1 'hervorheben1, daß einesi seiner Mitglieder namens Saxtiori die Gaumeisterschaft der Gruppe Nord in Bantamgewicht (lies: Bentem) heuer gewann. Die-fachmännische Leitung liegt in den Händen des bewährten Sektionsleiters Weldler. Es ist Pflicht unserer Genossen, besonders aber der BriSgittenauer Poale-Ziongenossen (der „Oheiruth" hat seinen ßitz im Restaurant Sternbach, Jä|genstraße —• Gaußplatz), den Sportklub auf das tatkräftigste zu unterstützen \inld als Mitglieder beizutreten. M'ojs'che H. PICK NÄHMASCHINEN mit kostenlosem Stickunterricht FAHRRÄDER 1928 Auch gegen Teilzahlung!! Reparaturannahme aller Systeme! IX., Liechtensteiner. 27, IV,, Wiedner Hauptstr. 8 Telephon 16-5-64, 16-5.65, 57-109 Schreibmaschinen, Knopfpressen und Zugehör. Sport- und Touristenartikel «""»""Ii m i iii'i i i i jji'jJlUJll^'XJlJLi^JiLBig^l % Aus ttitserer Organisation g ,Tf^^*ti-r»'-1>-Af.S tü 'dem näcbsten Tageii werden wir unsereü .O^öossen listen1 zukommen lassen, die den Zweck hJaben, deoi Sekretariat Namen' und Adressen von Leuten, die) t$r »n^af Oiganisationi als Mitglieder in Betracht kommen, degtexti wir dann verschiedene Werbematerialien zulstommen lass^o. werden1, bekanntzugeben'. Wir bitten, dies« Listen au^efäll* an das Sekretariat sto nasch1 als möglich! einzusenden'. Die Genossen, dier Karten1 für die Maifeier; ,üb*i> nommen haben, werden ersucht^ sie sofort abzurecbjiilpi. Bo nner stag, deai'3. Mai, halb 8 Uh'r abendä; findet iooi der Bezirksvertretutng", IX., Wajhringer s traße 43, eine Wer be Versammlung dsef sich kionstituiereridein Gruppe der jüdiaö'Ksözialis tisc hen Studentemsch'aft statt. Bednier: M. Singer, Dr. Glanz und KriebsichV Wir ersuchen unsere G-enios'sen, diese Versaramlung Tin besuchen und für sie regste Agi^atittU zu betreiben. Wie uns das Sekretariat unserer Jugendorganisation mitteilt; findet am Donnerstag, den 3. Mai, in der BlumajUgrgasse 1,' 8 Uhr abendsf, ein Viortragi des Gen. Gemeinderatl BeimaM statt. Tagesiordnung': Die Bedeutung der Gewerkschaften' für die Jugend. Genossen, die hiefür Interesse haben, werden ersucht, zu erscheinen und jFreunäiö mitzubringen. Für das Sekretariat: Halpera. f-^=*S/B^tfr—+^->±ii*i*^^^*^mn~^**~my>± iiwtfSaBg^i ^^^^^^ik^^^^^^q C^^^^^Hs^^^^^^S ^^^^s^^^*^^^s^^^3 ^a»—^ ^^saBBaanr^i^^ t^»^^^ f ,' ^^CCSiMCS^^ Leb en s v er si ch er ungs#» Gesellschaft PHÖNIX Zentrale: Wien, I., Riemergasse Nr. 2 Verslcherungsbestand Ende 1927: S 1,500,000.000'- Qarantiemittel Ende 1927: 8 190,000.000'- PrämleB- und Zinseneinnahmen im Jahre 1927: 8 70,000.000 — TÄTIGKEITSGEBIET: Oesterreich, Deutsches Reich, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Spanien, cechoslov. Republik, Polen, Ungarn, Jugoslavien, Bulgarien,Griechenland,Türkei,Aegypten,PalästJna. Pensions-Versicherung {Jgjj; mit Rentenansammlung (Rentenbezug beim 55., 60. oder 65. Lebensjahr oder bei früherer BERUFS-UNFÄHIGKEIT. Monatliche Prämie. Sofortige Unverfallbarkeit.) gemeinschaftlich mit der Versicherüngs ^Aktien* Gesellschaft frtlher PENSIONS-VEREIN für Handel/ Industrie und Gewerbe Wien, I., Schellinggasse Nr. 1 | Eine Wiener SchcnswürOfgftgjt j die Verbaufss der i Wiener stääfistficn 6ass i | werte | VIII., Josefstädterstraße 10 I XII., Theresienbadgasse 3 1 XX., Denisgasse 39 i i I 8 bis 18 Uhr i! | TEILZAHLUNGEN 1 •—mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm^mmmmmmmmmimmwmmmm^^mmummmmm^m' - * ...... : ,. ." . ,.m — ■*■■ . . '■ •- ." \: ■ ■ i mmmmn**§ummii*mB9m*m9m*99mmnm*mm*9m9*m**mBmammm*m+wwii&mw ^«atriimer, Verlegw, Hei^^bw w, r*mt»v?^ Wien, IL, Tab»straßo 61. — Dsruqk: „Adria", Wiea, II., Taborstiuße 52 b, /