Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- Heft 6 (23.4.1928)
- Date
- 1928-04-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite* Der jfltifeche Arbeiter Di« Häfräehar SöwjetattBlattds ladei* durcti die«? TJttmite schwere Schulden; auf aiöh. Wir müssen dem ittten-natiortalen Sozialismus zürn Preteste gegendies« to.6«i0 Ver gewaltig nag auf ruf öny ifötf rerfolgtea Genossen aber muß der Weg «Heb. Palästina gebatint werden. ,*■;" Machthaber SowjetrußTands, Intriganten und Verleum- 'dw der s,Jewsektia": dem Geist des „Hechahu" Werdet ihr nicht tötenl Rationalisierung der Bildungsarbeit : ..4-.'.. . f*\]. Der Bii'dungsstelle! der jüdiseffen soziav. listischen! Organisation zum Geleite.; Aufgabe einer klassenbewußten jüdisch-proletarischen1 Organisation, wie die Poale Zion, ist es, so gerüstet zu sein, daß sie jede ihr von der Zeit gestellte Aufgabe erfüllen) kann. Ein Mangel, der sich' bisher itfesonders bemerkbar, mächte, ist das Fehlen einer Institution, die die wichtige Aufgabe der Aufklärungs- Wtrd Bildungsarbeit innerhalb der jüdischen Arbeiterkind Angestelltenschäft erfüllen soll. Dazu kommt Hoch', daß sich1 auf jenen Gebieten, welche als ein .Teil der Poale-Zion-Arbeit betrachtet werden können, wie z. B. Chaluz-Arbeit, .Werben für den Gedanken 'der palästinensischen Arbeiterschaft innerhalb jener preise, die dem Zionismus als solchem fremd gegenüberstehen, eigene Organisationen, wie Hech'aluz, Ver- «"tt der, Freunde für das arbeitende Palästina!usw., vorhanden sind. Diese wenn\auchl notwendige Arbeitsteilung brachte es mitsich1, daß keine einheitliche, systematische und daher wirksame Aufklärungsarbeit innerhalb der österreichischen Arbeiterschaft geleistet würde. Die Schwierigkeiten, die einer solchen Arbeit ishtgegensteh'en, dürfen! gewiß nicht übersehen werben, aber ein Weg zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten muß gesucht werden: I Sprechen schon die Bedürfnisse' der palästinensischen Arbeiterschaft, die wir bei jeder unserer Handlung, berücksichtigen müssen, für eine solche zentrale Stelle, erscheint es um so dringender, diese Stelle ■att schaffen, wenn wir bedenken, daß wir nur dann .eitie Möglichkeit einer wirkungsvollen1 Propagierung 'itthserer Ideologie innerhalb der Massen! die für uns Sni Betracht - kommen, haben, wenn diese Arbeit systeirnatisch1;un'd einheitlich geleistet wird. Ohne die bisher geleistete Arbeit auch1 nur im geringsten zu unterschätzen, müssen wir doch feststellen, daß der, erzielte •Effekt keineswegs der darauf verwendeten Mühe entspricht. Es ist klar, daß es anders werden muß. Die Föale Zion, die Jugendorganisation', der Verein: der Freunde für das arbeitende Palästina und der „Hechailuz" müssen einsehen, daß es gerade ihre Aufgabe •ist, alles 'daranzusetzen, ium zu einer einheitlichen Linie in der Arbeit, nicht "nur was die Propagierung 'für Palästina nach1 äüßenhin, sondern auch, was die ißildiingsarbeit für ihre Mitgliedschaft betrifft,, zu gelangen. Um nicht mißverstanden zu werden, wollen wir gleich1 erklären1, daß von einer Einschränkung 'der Autonomie jeder . einzelnen: Gruppe nicht die Retie sein kann. Was wir wollen, ist: die Bild u n gs- . lärbeit, -die einheitlich' geleistet werden kann, weil es auf diesem Gebiete gar keine Differenzen gibt, zu systematisieren und zentralisieren. Freilich1, Eigenbröteleien werden zurückgestellt werden müssen, soweit ' sie dem Gesamtinteresse unserer Ideologie und Pro- •pagan'dazweck schädlich sind. Das Werben von An- 'hängern und Mitgliedern für die einzelnen Organisationen, die sich1 doch in ihren Hauptzwecken nicht ■■.am' mindesten konkurrieren, wird durch1 die Konzentration der, Bildungsarbeit nicht zurückgedrängt, dar igegen wird das gemeinsam zu erstrebende Ziel: die' Aufklärung der hiesigen jüdischen und nichtjüdischen iBevölkerung über unsere Bestrebungen an Leistungsifähigkeit gewinnen. ^^^^gg^^gg^^ NÄHMASCHINEN mit kostenlosem Stickunterricht FAHRRÄDER 1928 Auch gegen Teilzahlung!! Reparaturannahme aller Systeme! IX., Liechtensteinstr. 27, IV., Wiedner Hauptstr. 8 Telephon 16-5*64, 16*5*65, 57-109 Schreibmaschinen, Knopfpressen und Zugohör. Sport« und Touristenartikel iWlr sind Uns der Anfang^ch'wferigkeiten bewußt. So matrcHre Mißverständnisse werden bereinigt werden müssen, bis sich1 diese Bildungsstelle durchgesetzt haben wird. Soviel aber ist gewiß: Gelingt es uns, alle hiefür in Betracht kommenden zu erfassen; gelingt es uns, den kleinlichen, egoistischen, zur Unproduktivst verurteilten Geist in den betreffenden Organisationen zu überwinden, dann wird es sich' erweisen, daß diese Bildungsstelle einem bisher empfundenen Mangel abhelfen wird. Der Arbeit zu leisten ist mehr als genug vorhanden. Die Aufgabe ist groß. Daß es uns gelinge, Mitarbeiter und1 verantwortungsvolle Genossen für diese überaus schwierige Arbeit zu gewinnen, ist die Voraussetzung, eines Gelingens dieser Aufgabe. * Samu Halpern. f üt^£ '4L Für das arbeitende Palästina. *A« Konferenz für da# arbeitende Palästina in Polen. Arm 15. und 16. April tagte in1 WatrschöLtt eine Landeskonferenz für das arbeitende Palästina. An der Konferenz nahmen' gegen 300 Delegierte teil, die Poole Zion war die stärkste Fraktion. Als; Vertreter der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas beteiligtem sich! an der Konferenz die Genossen1 Feinstein/ Schurer und Reiß. Der Verlauf der Konfereniz war «ehr günstig. Leider hielten' es einige hlebräistische Fanatiker für angebracht, im der feierlichen Eröffnungsversammlung für Hebräisch! vorlaut zu. demonstrieren. Naich Beruhigung dieser Störer nahm die Konferenz einen! ruhigen, sachlichen. Verlauf. WM fevl t ,? - y ■ Weitere Erfolge in Amerika. In der vergangenen Woche sind weitere 15.000 Dollar aus den! Eingängen der Aktion! für das arbeitende Palästina in den Vereinigten Staaten nach1 Palästina überwiesen! worden. Insgesamt wurden heuer bereits 37.000 Dollar nach' Palästina überwiesen. Das Moskauer jiddische Theater in Berlin. In! Berlin' gastiert gegenwärtig das ^Jiddisch-Akademische Theater" aus Moskau; das1 von! Gtaamowsky geleitet wird. Als1 erstes Stück wurde Schülern Alejcih'ems „Der große Gewinn" aufgeführt. Das: Repertoire enthalt Perez's 5>Bei Nacht auf dem1 alten Markt" 'und Mendel© Mocher Sforimä .„Die Reisen Benjamins! des III.". Die deutschen1 und jüdischen! Theaterkritikef heben einmütig den hohen künstlerischen Wert dieses modernen' jiddischen Theaters hervor. Es1 verlautet, daß das Moskauer, jiddisch© Theater auch in Wien gastieren wird. Das jüdische Wien wird diese bedeutenden Künstler mit Freud© empfangen.. f a_j „Jiddisch". Eine Monatsschrift in jiddischer Sprache in Wien! Eine Freudenbotschaft für jene, die seit Jahren das jiddische Wort im Wien schmerzlich! vermissen. Es ist ja zui wiederholtem Male iri Wien' bereits1 versucht worden,' eine Stätte für jiddische Kultur;zu schaffen!, aber leider mit sehr geringem Erfolge. Wir bewundern den Mut der Herausgeber, der Monatsschrift „Jiddisch", die sich trotzdem abermals an diese Aufgabe heranwagen. Allein, der Inhalt des ersten Heftes läßt viel zu wünschen übrig. Perez H i r s c h b e i n s Auseinandersetzung mit den Antijiddischisten in Palästina, die dem Newyorker „Tug" entnommen ist, wird kaum zur Lösung! dieses Problems beitragen. Hirschbein empfindet zweifellos tief den Zwiespalt der zwei Sprachen — Jiddisch1 und Hebräisch —, aber mit Klage- und Anklagereden, wie die Hirschbeins dient man kaum der Versöhnung beider Extreme. Herr L ö w bemüht sich1; Hirschbein zu kopieren, indem er allen' jüdischen Parteien und allen jiddischen Schriftstellern1 die ganze Schuld am Niedergange des Jiddisch1 in Wien zuschreibt. Er überschüttet sie auch alle bei dieser Gelegenheit mit recht kräftigen Beschimpfungen. Wir bedauern sehr, daß man ©ine gewiß sehr ernste Frage so oberflächlich Und1 bequem zu erledigen versucht. Die Beiträge der schönen Literatur sind sehr mager. Das Gedicht von Neugröschl ist plumpe Nachahmung. Dieser junge Dichter weckte in uns schöne Hoffnungen, er sollte sich nicht auf das Nachsingen verlegen. Aus der Erzählung des S. Leib stotzt der Schweiß der Talentlosigkeit.. Die Erzählung von Lidski und das Gedicht, von! Schnapper sind ernste Versuche künstlerischen Schaffens, wenn auch liier der eigene Ton1 nur sehr selten zu hören; ist. Hoffen wir, daß die nächsten Hefte an Inhalt reicher und sorgfältiger ausgestattet sein werden.. Die Jiddisch: lesenden Genossen sollten dies© Monatsschrift nach Kräften unterstützen. S Aus unserer Organisation 9 iiii—a.»—■ i*iiMtmm11111im»i»wwiinniBir«m»r—:-—^-i^-p—fT Utfsere nächstem Ver anstatt THiiig'eri: In' der letzten Aprilwoche finden eine Reihte vdhi Veranstaltungen statt. Wir machen unsere Genossen daraujC aufmerksam und ersuchen hiefür Propaganda zu machen. Sonntag, den 29. April, 8 Uhr: „Scholle", II.,- Lilienbrunngasse 1, Feier der Gefallenen in Jaffa (siehe: Ankündigung im Innern des Blattes). Wie alljährlich!, sammelt sich auch! heuer die Gruppe der Poale Zion und der Jugend, die am Demonstrationszuge teilnimmt, eine halbe Stunde vor Atjjtnarsch der Gfuppe Leöpöldstadt, in! der Bluffiaxtergasse. Werbet für xahlreichie Beteiligurtgf Dienstag, den 1. Mai, 8 Uhr abends, in den „Kunstspielen", I., Riemergasse 11: Künstlerische Maifeier. (Siehe Ankündigung im Innern des Blatteö.) Karten für diese Feier sind im Sekretariat und bei. dein Vertrauensmännern zu haben. Pf ings ttour. Die Genossen und Genossinnen,fliß gewillt sind, eine zweitägige^'Pf^ngsttqür zu piachen, werden! ersucht, dies den Sekretariat bekanntzugeben. Geplant ist: Schneeberg—Rax. Führer: Josef Goldstaub. Einige Genossen. haben ihre Mitgliedskarte, noch! nicht behoben. Bitte es1 zu tun. Die Genossen, die in dei* letzten Zeit ihre WoKnung gewechselt haben1, werden ersucht, dies> sofort dem Sekretariat bekanntzugeben, damit in der Postzustellung keine Verzögerung eintritt. " Für das Sekretariat: Halper'n, * Lebens versf eher ungs* Gesellschaft PHÖNIX Zentrale: Wien, I., Riemergasse Nr. 2 Versicherungsbestand Bode 1927: 8 1,500,000.000'~ Qarantlemittel Ende 1927: 8 190,000.000*— Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1927: 8 70,000.000 — TÄTIGKEITSGEBIET: Oesterreich, Deutsches Reich, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Spanien,; cechoslov. Republik,, Polen, Ungarn, jugoslavien, Bulgarien,Griechenland,Türkei, Aegypten, Palästina. Pensions-Versicherung ||gU mit Rentenansammlung ' (Rentenbezug beim 55«, 60. oder 65. Lebensjahr oder bei früherer BERUFS-UNFÄHIGKEIT. Monatliche Prämie. Sofortige Unverfallbarkeit) gemeinschaftlich mit der Versicherüngs **A ktien*Gesellschaft frOher PENSIONS-VEREIN für Handiel, Industrie und Gewerbe Wien, I., Schellinggasse Nr. 1 SC ekfrog@rä Sn cler ektrizlfliswerke •i aesse 4 8 bis 16 Utof TEILZUHLUNGEN ÜH^sn.'tamer, Terleger, Herausgeber u. verap,1>wortl. Re^iafcteur: Josef Gol&taub,' HaadeXsa«n@estelltel,, Wiea, II., Tab>rsferaß© 61. — Druck: „Adria", Wiem, II., Taborstne^ße 52b WJJjMJ