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Der Jüdische Arbeiter · 1927-06-30 · Heft 7 (30.6.1927) · page 4

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
4 (1927)
Issue
Heft 7 (30.6.1927)
Date
1927-06-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seit« 3 per j üdfeeh e ArrMfer NJr. .7. f Nach Annahm« einer allgemeinen' Entschließung der Einberufer, diel -sich gegen die Ziurückset.2'«ng der hebräischen Sprache seitens gewisser Kreis© und Institutionen ist mit einer erdrückenden: Mehrheit folgende Resolution des Genoasen Katzenelson 2um Beschlüsse erliolxjn worden: 1. Die von der „Legion' zur Verteidigung der hebräischen Sprache seitens gewisser Kreise und Institutionen richtet, ist mit einer erdrückenden Mehrheitfolgende Resolution des Genossen Kat-zenelson zum Beschlüsse erhoben worden: 2. Diö Versammlung spricht Ch. N. Bialik Anerkennung für den schönen Empfang, den er unseren Gästen, den jüdischen Schriftstellern, bereitet hat, aus. Das Auftreten des Genossen Katzenelson und die angenommene Entschließung wird nun hoffentlich die Legende ovm Sprachfauatismns unier dem größeren Teil der jüdischen Bevölkerung und insbesondere unter der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas zerstören. Eine Verständigung in der Sprachenfrage läßt lange genug auf sich warten. K. J. Die III. Histadruth-Konferenz. Laut Beschluß der Exekutive der Allgem. Jüdischen Arbeiter-Organisation wurde ihre dritte Konferenz für Montag, den 27. Juni in Tel-Aviv festgesetzt. Die Konferenz sollte schon vor etlichen Monaten stattfinden, sie mußte aber au s verschiedenen Gründen bis jetzt verschoben werden. J Für das arbeitende Palästina. J BB«MM«i»«««PMi«»»i«™«mMMMM»"w™«»mM»»»>< Die Aktion des Palästina-Arbeiterfonds in Argentinien. Dienstag, den 12. April fand in Buenos Aires der feierliche Beginn der diesjährigen Aktion für den Paläsbina- Arbeiter-Eonds statt. Es erschien ein großes Publikum, das mit Interesse die Reden der Genossen Regalsky, A, Scli. Juris, Dr. Ahrenstadt anhörte. Im Städtischen Komitee voii Buenos Aires, das diese Aktion durchführen soll, beteiligen sich der „Kulturbund Gh. N. Bialik",- „Kulturverband Trumpeldor", Hechaluz, Bibliothek J. Gh. Brenner, vereinigte Poale Zion und eine Reihe anderer Institutionen. Büchersammlung für die Kulturmission in Deutschland. In Deutschland werden alle nötigen Vorbereitungen getroffen, um eine Bnchersammlung für die Kulturkommission der Allgemeinen Arbeiterorganisation Palästinas durch-- zuführen. An den Vorbereitungsarbeiten beteiligen sich einstweilen Poale Zion, Hech'aluz. Jung-jüdischer Wanderbund. Während der Sammlung wird man sich' besonders bemühen, die •sozialistischen Verlagsanstalten' Deutschlands für die Kulturabteilung der palästinensischen Arbeiterschaft zu interessieren. Für den Palästina-Arbeiterfonds in Räterußland. In zwei landwirtschaftlichen Punkten wurden 5 Deßjatinen (55 Dunam) Boden angebaut, deren Ertrag zugunsten des „P. A. ]?." bestimmt wurde. Am' Tage von „Tel Chäi" wurden gewisse Summen für den Palästina-Arbeiter- Fonds gesammelt. In einer Reihe von Städten, wie Moskau, Leningrad usw. wurden Kapay-C-rruppen gegnindet, die bestrebt sind, Sammlungen für den Palä,stina-Arbeiter-JTonds durchzuführen. .. jap—— "'■ ' ' —— i 4^ J Aus unserer Weltbewegung.^ Argentinien. Nach' einer Unterbrechung von länger als? 1 Jahr hat „Die neue Zeit", das Organ der Poale-Zion wieder zu erscheinen begonnen. Einstweilen erscheint das Organ einmal tmonatlich1, doch hofft das Z. K. bald in der Lage zu sein es wöchentlich herausgeben tax können. An der Parteiarbeit in Buenos Aires beteiligt sich auch 'Genosse Schlißheim, der gewesene Redakteur des „Jüdischen Arbeiter" in Krakau, der vor einiger Zeit nach Argentinien kam. Frankreich. Im April fand die erste Konferenz der jüdischen Hochschüleroi^gauisationen in Frankreich statt. Unter den 17 Delegierten, die gegen 1000 Hochschulen vertreten, waren ß Genossen der Poale-Zion. Einer unserer Genossen wurde 2iim 'Vorsitzenden des Zentralkomitees der Iioclischülerörganisationen, ein zweiter wurde in die Kontrolle gewählt. Anschließend an die Konferenz fand eine Beratung von Vertretern einiger Parteiorganisationen statt, die sich mit der Festsetzung eines Arbeitsplanes, im Einvernehmen mit den Genossen in Paris, befaßte. Unter anderem ist beschlossen worden, ein lltägiges Bulletin herauszugeben, für die Verbreitung der Parteipressc Sorge zu tragen, in einer Reihe von Städten, in denen es n'oeh keine P.-Z.- Gruppen gibt, eine Werbetätigkeit einzuleiten, eine Aktion für das arbeitende Palästina durchzuführen und einen Kontakt mit den lokalen Organisationen der französischen Arbeiterschaft anzustreben. Wichtige Parteliiteratur. Dr. Nach man Syrkin: Gesammelte zionistischsozialistische Schriften 2 Bände (Jiddisch) über 600 Seiten stark. Preis 2 Dollars, Porto für Oesterreich' 60 Pf. Jüdisches Arbeiterjahrbuch xind Almanach (Jiddisch), herausgegeben vom Z. K. der Poale-Zion New-York, 400 Seiten stark. Preis broschürt einen halben! Dollar^ Porto für Oesterreich: 30 Pf. , Bestellungen und Geldsendungen sütfl m richten an.'-^ B. Locker, Berlin W 30, Eise näcHers tr. M/l.SjJ Die Broschüre von Otto Bauer: Die Arbeiterjugend \i und die Lage des Sozialismus, ist in einer jiddischen Febersetzung des Genossen L. Schin im Verlage unseres Jugondverbandes in Polen erschienen. Die Jüdische Arbeiter-Korrespondenz (JAK.) erscheint wieder. Die erste Nummer der erneuten „J. A. K.", die das Verbandsbüro zwecks Information der nichtjüdischen sozialistischen Öffentlichkeit herausgibt, ist erschienen. Außer dem rein informativen <Teil. enthält die Nummer auch eine Beilage „Dokumente und Materialien", in welcher die „Vereinigungsresolutionen" der Wolikonferenz, das „Vereinigungsmanifest", Briefe der Genossen Debbs, Macdouald und Longuet über das arbeitende Palästina, die Thesen der „Jewsektie" über die Z. S. in Rußland, zwei Aufrufe der Z. S. in Rußland und eine Chronik der Verfolgungen in Rußland veröffentlicht werden. Im Namen der Repubik! G«stehäft*fcaM U I 97/27, 17 Zwei Jahre Arbeit für das jüdische wissenschaftliche Institut 1925—1927. ' Unter diesem Titel veröffentlicht die Leitung des Instituts einen umfangreichen Bericht. Den interessanten Inhalt dieses Berichtes werden wir noolil eingehend zu würdigen versuchen. Notizen und Glossen. W. * Eine interessante Versammlung in Fünfhaus. Vor einiger Zeit fand in Fünfh'aus! eine sehr interessante Versammlung der „Werktätigen Juden" statt. Vorsitzender war Genosse Mayer, als' Gäste waren' u. a. anwesend: Bez-.-Vorst. Grassiniger, Korn. Rat Strauß und Nationalrat Forstner. Es sprachen die Gen. Moritz und Sokal. In einer glänzenden' Rede legte Sokal die Gründe . der Niederlage der bürgerlichen Jüdis'ch'nationalen dar. In treffenden Worten schilderte er den Kampf der Poale-Zion um Anerkennung in der Intenfa-tionale und wies nach', daß auch' in Oesterreich' nur durch gemeinsamen: Kaimpf die Sozialdemokratie für die berechtigten Forderungen der Juden gewonnen werden kann. Na.tionalrat Forstner dankte im Namen der Partei für die in der Wahlbewegung geleistete vorzügliche Arbeit, er dankte auch Sokal, daß er ihm zum ersten Mal in' seinem' Leben die Gelegenheit gegeben hat, die wunderbare sozialistisch' konsequente Einstellung der jüdischen Genossen' kennen zu leinen. Er .'-schilderte seinen' Kampf gegen den' Antisemiten Schneider und freute sich, daß nunmehr die arbeitenden Juden aktiv und mit politischem' Bewußtsein am Wahlkampfe teilgenommen haben. Nimmt Gratulationen mit Vergnügen entgegen. Vor. uns liegt eine offizielle Einladung des1 „Bukowinaer Zentralverbandes" in Wien, mit dem' Stierkopfe im Embleme, zur VIT. . ordentlichen Generalversammlung'. Diese Einladung hat auch einen Teil „unter dein Strich", der eine tadellös ausgeführte Photographie und1 folgenden Text enthält: i >■'■■,'■> Euer Wohlgeboren! Anläßlich' meines 50jährigen Geburtstages und meines .30jährigen Gewerbejubiläums', das ich' am Sonntag, den 10. Juni .1927, in der Wohnung, II./ Vorgartenstraße 189, Mezzanin, feiere (wo ich' dorts'elbst Gratulationen1 ab 9 Uhr vormittags mit Vergnügen entgegennehmt), erlaube ich' mir Euer ,• Wohl'geboren Sie noch' höflichst aus diesem Anlasse zu einer gemütlichen' geselligen' Zusammenkunft (kein Toilettozwaug) am Sonntag, den 12. Juni, 1 Uhr nachmittags, in', den' TanzsaJon des Wiener Bürgercafe, Tl., Pratei'straße 1.1, einzuladen. — Eingeführte Gäste gerne willkommen! Mit landsinännisch'en Grüßen e. A. M. Ehrlich'. Wir würden dieses wichtige Ereignis nicht registrieren, wenn nicht die ,,Wiener Morgenzeitung" unter den lautesten herzlichsten Gralutanteu wäre und wenn nicht Herr A. M. Ehrlich der Exponeiit der Herren Dr. Plaschkes und Oberbaurat- Stricker wäre, der Mann, der die jüdischen Kaufleutc und Gewerbetreibenden für jüd.-nat. liandespolitik gewinnen soll. Warum sollen rächt auch wir uns des Jubiläums freuen dürfen? . 11 Nebbich. Er ist darauf stolz, sich' als alter Genosse zu bezeichnen. Er las fleißig unsere Parteiliteratur, doch brachte es keine Früchte, für eine jüdische und sozialistische Tätigkeit war er nicht zu gewinnen. Nicht lange vor den Wahlen legierte er Borochow, Locker mit Jehuda Halewi und — trat für Dr. Plaschkes ein. Jetzt will er sich' durch Mobilisierung der ,,radikalen Zionisten"' die Möglichkeit verschaffen, in der ,,Wiener Morgenzeitung" den Oberbaurat Stricker belehren •- zu dürfen, daß Zionismus' den Klassenkampf nicht ausschließt. Die Artikel gegen die S. D. waren der W. M. lieber. Sie tun uns leid, Genossen Hellenberg. Das Strafgericht I in Wien als Pressegericht hat heute in Gegenwart des Mvatanklägers Dr. Leopold Plaach'r kes, des Angeklagten Dr. Rudolf Glanz und des Verteidigers Di\ Fritz Spitzer über die Anklage verhandelt, die der Privatankläger gegen Dr. Rudolf Glans, 31 Jahre alt, verheiratet, verantwortlicher Schriftsteller der Zeitung „-Der jüdische Arbeiter", wegen der Uebcrtretung nach' § 30 Preßgesetz erhoben hatte, und über den! vom Ankläger gestellten Antrag a.uf Bestrafung des Beschuldigten, Veröffentlichung des Urteiles in den Zeitungen! „Der jüdisch« Arbeiter" und ,,Wiener Morgenzeitung" und Verfall der Nr. 15 der Zeitung- „Unsere Tribüne" zu Recht erkannt: Dr. Rudolf Glanz ist schuldig, er habe im Dezember 1926 in Wien als verantwortlicher Schriftleiter der in Wien erscheinenden Zeitung Unsere Tribüne" bei der Aufhah'me der Aufsätze mit den Ueberschriften „Edle Seelen..." und „Eine Frage an einen Mitinhaber der „Wiener Morgehzeitung" in Nummer 15 der genannten Zeitung vom! 32. Dezember 1926, dessen Inhält das Vergehen gegen die Sicherheit der Ehre nach § 491 St.-Cr. begründet, jene Aufmerksamkeit vernachlässigt, bei deren plichtgefmäßör Anwendung die Aufnahme des strafbaren Inhaltes) unterblieben wäre. .' ' _Er hat hiedurch die Uebertretung nach § 30 Preßgdsetz begangen und wird hiefür nach' dieser Gesetzesstelle zu einer Geldstrafe im Betrage von dreißig (30) Schilling, im Niebteinbringungsfalle zu 21 Stunden Arrest und gemä3 § 389 St.-P.-O. zum Ersätze der Kosten des Strafverfahrens verurteilt. Dr. Rudolf Glanz wird ferner gemäß § 43 (1) Preßgesetz verpflichtet, dieses Urteil in der ersten oder zweiten Nummer der Zeitung1 „Der jüdische Arbeiter", die nach Rechtskraft dieser Urteiles erscheinen wird, in' der im § 23 Preßgesetz vorgeschriebenen Weise zu veröffentlichen, widrigenfalls die genannte Zeitung nicht mehr erscheinen dürfte. _Gemäß § 41 Preßgesetz wird auf Verfall der Nummer* 15 der Zeitung ^,Unsere Tribüne" vom 22. Dezember 1926 erkannt. Wien, am 12. Mai 1927. Dr. Christoph Höflmayr. Für die Richtigkeit der Ausfertigung der Kanzleileiter: Kahlert. Lebensversicherungs^Gesellschaft PHÖNIX Zentrale: Wien, I., Riemergasse Nr. 2 Voll eingezahltes Aktienkapital: 8 4 OOO.OOO'- VerBlcherungsbestand Ende 1926: 900 Millionen Senilitas: PräinleH-Elnnabme i. Jahre 1926: 4© TÄTIGKEITSGEBIET: Oesterreich, Deutsches Reich, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Spanien, cechoslov. Republik, Polen, Ungarn, Jugoslavlen, Bulgarien,Gr{echenland,Türkei,Aegypten,Palästina. Pensions-Versicherung flgp» mit Rentenansammlung (Rentenbezug beim 55., 60. oder 65. Lebensjahr oder bei früherer BERUFS-UNFArllGKEIT. Monatliche Prämie. Sofortige Ünveifallbarkeit.) gemeinschaftlich mit der Versicherungs ^Aktien* Gesell schaff früher PENSIONS-VEREIN für Handel, Industrie und Gewerbe Wien, I, Schellinggas8e Nr. 1 Fabriksniederlage in Herren- und Damen- Modestoffen S. Meister Wien, I., Salzgries Nr. 7. 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