Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- Heft 6 (24.5.1927)
- Date
- 1927-05-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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•Mb 4 j^^h g Ait^f tftM aus den KvniötÄ Tel4<#df, I5jii*C?harod,' Cteva, Bct-Alte,, Jinjar, Aöhvali, Piösk kamen zum Teil zu Pferd und mit Fährten; es kamen auch die Genossen Aua dem Moscha.* Kfar JeeheiaMel und von der landwii-töehaftlichen. Schula in Nahälal. B&a Orchester empfing die Genossen beim dekorierten Tor. Die Feier selbst würde durcheinen Chor tnit der Internationale eröffnet, danach deklamierte ein Kind von Ejn-Chaxod ein Gericht „Der 1. Mai" von Beta- Elul, und. eine Keine von Genossen referierten. Die Feder verlief sehr imposant und hinterließ bei allen Beteiligten einen großen Bindruck. K» J< % FCr das arbeitende Palästina. ^: Eine BOcheraktion für Palästina. Die in Palästina herrsehende wirtschaftliche Krieis macht dem jüdischen Arbeiter die Anschaffung von Schriften der verschiedensten Wissensgebiete unmöglich. Die Kulturkommission der allg. jüd. Arbeiterorganisation. Palästinas (Wäadat Hatarbuth), welche unter großen Mühsaleu, durch Sammlungen außerhalb Palastinas' und mit Hilfe eigener Geldmittel eine große Bibliothek zusammenstellen konwto, ist heute nicht in der.Lage, das starke Bedürfnis nach wissenschaftlicher und künstlerischer Fortbildung, auch nur im bescheidensten' Umfange zu befriedigen. Der Verein der Freunde des, arbeitenden Palästina in Wien unternimmt daher, in Anlehnung an die Aktionen der anderen europäischen,Bruderverbändo eine Sammlung zu gunsten der. Bibliothek der Kulturkommission der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas. Wir. richten daher an die Genossen die drängende Bitte, diese Aktion des Vereines. durch Hergabe von in Frage stehenden Büchern und Musikalien (ein Verzeichnis, welche Bücher in Frage kommen, wird bekanntgegeben werden) nach' Kräften zu fördern. Deutsche Sozialisten für das arbeitende Palästina. In Thüringen ist auf Initiative der Poale-Zion ein „Verband der Freunde des arbeitenden Palästina^ gesöhaffen worden; Dem Gründungskomitee gehören an die bedeuten'deten Führer der Arbeiterschaft Thüringens wie z. B. der L'ahdtägspräsident und Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei Genosse De b e r; Genosse Kranol'd, Eedakteur des Parteiorganes „Das Volk*1, Genosse Prügel, die sozialistischen' Professoren an- 'der Üniversität Jena: Linke, Peters, Schmidt '-u. 'a. m. Die Grundsätze des Verbandes lauten: i.. Die jüdische Kolonisation in Palästina-, an •deren Verwirklichung die .jüdische Arbeiterschaft aller Länder aktiven Anteil nimmt, ist berufen, die ökonomische Struktur der jüdischen Völksmassen in hohem Mäße umzugestalten. ■ 2. Die Bemühungen und Erfolge der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina und das Schaffen neuer Formen wirtschaftlichen und , sozialen Zusammenlebens. auf kollektiver und kooperativer Grundlage "bilden ein wichtiges Work sozialistischen Schaff-v.u. ' 3. /Der :Klas'seh)can?pf der ' jüdischen Arbeiterschaft in Palästina dient ''der Verl>r< itüng des Gedankens . wirtscha ftlicher und politischer O'j^aaisierung der arbeitenden Massen im nahen Osten. , 4. Die Aufbautätigkeit der •'jüdischen Arbeiterschaft in Palastina verdient deshalb die Aufmerksamkeit der iutevnataonalen Arbeiterbewegung. ö. Die Unterzeichneten'beschließen die Gründung eines „Verbandes der Freunde des arbeitenden Palästina", der sieh' zur Aufgabe macht, diese Gedanken in weiteren Kreisen der Arbeiterschaft in Thüringen zu verbreiten und die Aufbautätigkeit des jüdischen Proletariates 'in Pulästina. zu fördern.! Nordamerika. In der Osterwoche sind in Palästina 20.000 Dollars als erste Kate der Aktion der jüdischen Arbeiterschaft Amerikas' für die Institutionen des arbeitenden Paliistina eingelangt. 1 | t •■ | Die Konferenz der „Frauen-Organisation für die Ohaluzoth in Palästina", gegründet durch die Poale-Zion-Genossen in Amerika, welche Ende Oktober 192G stattfand, beschloß, eine Aktion zur Beschaffung von 25.000 Dollar für die Arbeiterinnen-Wirtschäften in Palästina durchzuführen. Die Genossinnen haben sich der Arbeit mit Energie angenommen und können schon schöne Erfolge aufweisen. Bis April hat die Verwaltung des Palästina-Arbeiter-Fonds in Palästina 5750 Dollar von den u^nerikamschoa Genossinnen erhalten, welcho zur Befestigung der bestehenden und zur Gründung neuer Arbeiterinuen-Wii-isohaften verwendet wurden. I , •' ' Polen. ' Die Tätigkeit für das arbeitende Palästina wird energisch fortgesetzt. In' den" Monaten Februar—März sind aus 125 Ortschaften 7670 Zlotv für den PaläsLina-Arbeiter-Fouds eingegangen. " Im "Kreis. Wilna hat eine Zeituugssaiuiuluug 1000 Zloty für den P. A. F. eingebracht. Eine Aktion der . „linken Poale-Zion'' hatte einen Keinertrag von 50 Pfund Sterling. Belgien. In der Pessachweche wurde eine Aktion für den P. A; -F. durchgeführt, die ein gutes-Resultat zeitigte.Iii■■■■eineui Meeting, das in Antwerpen stattfand, trai der sozialistische Abgeordnete Louis Pierard, der vor kurzem in Palästina weilter warm für das arbeitende Palästina ein. Wien. Der Verein der Freunde des arbeitenden I^lästiha in »Vieri, hat auf Grand eingeleiteter und noch in Durchführimg begriffener Aktionen, zugunsten des P. A. F. an die Zentrale dieses Fonds in Tel-Ayiv, folgende Uebcrweisungen vorgenommen: ' Am 21. April 1927 Pfund Sterling 10.—.— am 11. Mai 1927 Pfund Sterling 73.—.— Ein weiterer Geldbetrag wird in den kommenden Tagen zur UeberWeisung gelangen. % Aus unserer Organisation, % Gründung einer Poale-Zion- Gruppe in der Brigittenau. Eine Folgte unserer Betaüg'iung an'der -Wahl' ist die Oründung einer neuen Gruppe im XX. Bezirke. In diesem judenrdch.en Bezirke, der heute erne söziä- Iis%chie Festung 'geworden ist; hatten wir immer yijele Freunde. Dank unserem Einflußgati es'.in diesem B,ezirke stets viiele Genössen, die Keren 'Hajesscxl zahlijen und Sehekel kauften. Nun ist Jetzt der Versuch' unternommen worden, die zahlreichen uns nahestehenden Genossen organisatorisch zu erfassen. Unmittelbar nach der Wahl konstituierte sich ©in,'Initiativkomitee miit den Genossen Kampf, Scharfberg, Safier, Feigenbaum und Birkenfeld an der Spitze. Dfesjeisl Komitee nahm sofort die Werbetätigkeit auf. Donnerstag, den 12. Mail fand im Cafe „Neptun" die erste Versammlung der neuen Gruppe statt. Der Besuch war stark, das Interesse außerordentlich. Bis gegen Mitternacht dauerte die Versammlung und die Anwesenden verfolgten die Ausführungen der Referenten mit großem Interesse. Den Vorsitz führte Genosse K a m p f, über unsere Aulgaben naich den Wahlen Sprachen die Genossen Sokal, Seharfberg und Singer. Die Ausführungen de.* Referenten fand.en allgemeine Zustimmung. Zwei Bundisten wollten, da sie nichts zu unternehmen imstande sind, die Gründung der Gruppe durch Entstellung unserer Bestrebungen hintertreiben. Es gelang innen natürlich nicht-Däe Genoss'en Sokal1 und Singer entkräfteten alle ihre Argumente. In seinem Schlußworte forderte den Vorsitzende Genosse Kampf zu einer regen Schekelaktion auf. Diese Gruppe hat gute Entwicklun^möglichkjeiten und wir dürfen hoffen, daß sie in der nächsten Zeit eine erfolgreiche Tätigkeit entfalten wird. Unsere l.-Mai^Feier. Unsere Gruppe im allgemeinen Arbeiterzuge war heuer besonders imposant und eindrucksvoll. Es marseliierten in unserem Zuge unser Jugendverband mit den ,,Zofira-0\vdim", der Chaluz und auch' andere Jugeadgruppen. Die Fahnen und der sehiöne Aufmarsch erregten überall Aufsehen.' Unsere Gruppe wurde überall herzlich' begrüßt. Im Siegeszuge der Arbeitersclxaft Wiens war die klassenbewußte jüdische Arbeiterschaft würdig vertreten. Am Abend fand eine gemeinsame Feier der Poale-Ziou und der Jugend statt. Der Saal der „Scholle" war überfüllt. Ansprachen hielten die Genossen Sokal und Sirnger. Frau Graf-Weintraub sang sehr verständnisvoll jüdische Lieder, Herr Moschkowitz erfreute durch vollendetes Geigenspiel. Starken Eindruck machten die Kezitationen des Genossen' Buchwald, gelungen waren auch der Prolog xind die Vorlesung des Gen. Lindenfeld. Erfreut hat das Auftreten des Sprechchors unserer Jugend. Diesem Chor sollte man größere Aufmerksamkeit widmen. Es war ein schöner erster Mai. NÄHMASCHINEN mit kostenlosem Stickunterricht Adieu, Herr Br, Plaschkes. «te fiabön "W öfVmit ^eWufc, ifc fean^e* AhirttDg <töh steh' als1 den einzigen jüdischen Mandatar geäptöchen, daß wir heute, da der neugewählte Gernehvdesrat 7.usatnmefntritt und Sie nicht meinunter den Gewählieh sind, niclit ütnhin können,' ohne einige Worte des Abschiedes! ah Sie zu richten. Eine; kurze Vorbemerkung.' Sie dürfen nicht glauben, daß der Kampf, den wir jahrelang gegein Ihre .Politik;..geführt haben, Ihrer Person gegolten hat. .Sie waren und sind uns als Person "und als Zionist viel zu uninteressant!, Abef weil Sie eben der ei n z ig'e Mandatar jeftcr unglückseligeri jüdischnationalen Politik wardn^ die stete groß tat. die" in unvea-antwortlicher Art ein© Kluft zwisdhen der jüdischen Bevölkerung und dem einzigen freiheitlichen Machtfaktor dieses Landes — die Arbeiterschaft zu errichten sich bemühte, mußten wir uns, oft gegen unseren 'Willen, mit ihrer werten Person befassen. Wir hof fen, daß wir, nunmehr von dieser uns .unangenehmen Beschäftigung befreit* sein werden. Wir hoffen, daß es noch in Wien Zionisten gibt, die zu würdigen wissen' werden, welchen schweren Schaden' Sie urid Ihre Freunde dem^ Zionismus zugefügt haben; im Interesse des Zionismus sei zu wünschen, daß jene wahrhaft zionistischen Elemente die Macht besitzen sollen, um sie utnd ilrre Freunde gründlich abzuschütteln. Wir müßten sonst a,n jede Möglichkeit einer Belebung der zionistischen Tätigkeit in Oesterreich verzweifeln.' Da es nun hoffentlich ein gründlicher. Abschied ist, wollen wir nur noch Ihre letzte Heldentat festnageln. Als Sie in einer Berichtigung feststellten, daß Sie mit dem Erpresser Alexander Weiß nichts zu schaffen haben, daß Sie bloß auf Wunsch seiner Eltern eine Vertretung, in einer Erbschäftssache übernommen haben, habe .ich, unter Zeich-r nung meines vollen Namens (der „.gewisse Mendel Singer" hat, im Gegensatz zu den nationalen Helden der „Wiener Morgenzeitun'g" die Gewohnheit, für solche Angelegenheitendie volle Verantwortung zu übernehmen) an Sie zwei Fragen gerichtet, die das Gegenteil Ihrer Behauptungen in der erwähnten Bei"ichtigung enthielten. Sie haben .diese Fragen nicht beantwortet. Nun haben wir es in der Verhandlung, gegen Genossen Dr. Glatiz erfahren. Sie komnton die Fragen nicht beantworten, weil Ihre Beha.uptaingen' in der Berichtigung unrichtig waren. Sie haben in öffentlicher Verhandlung zugeben müssen, daß Sie beim Schwm*gerich,tsprOizeß Herrn Weiß juristische Dienste geleistet, daß Sie mit dem Erpresser,1 nach seiner Verurteilung (dieses zuzugestehen war Urnen zwar hübsch peinlieh, aber Genos'se. Dr. Spitzer ließ nicht locker) oft zusammengekommen sind. Ihre Freundschaft mit Weiß, die noch von der Volksschule datiert und bis heute nicht nachgelassen liat, ist sehr rührend. Es erinnert an die 'Freundschaft Jonathan, und David (bitte im Buche Samuel nachzulesen). Es ist' ein angenehmer Zufall, daß diese, Bekanntschaft, als Abschluß Ihrer politischen Laufbahn der Oeffentlichkeit bekannt wird. Noch eines soll bereinigt werden: Sie geben wolil Ihre Beziehungen zu Weiß zu, aber - mit der „Wiener Morgen- Zeitung" soll das nichts zu tun haben. W/ir erinnern Sie daran, daß wir au. den M i t i n Ii a b e r der Wien e r M o rgenzeitung" Herrn Dr. Kindler eine F'i^ige gedichtet haben, ob er bei deu „Enthüllungen" des Herrn Weiß nicht mitgewirkt hat und er uns diese Antwort bis heute noch schuldig geblieben ist. So lange diese Angelegenheit unaufgeklärt ist, darf die Öffentlichkeit daran, zweifeln, ob nicht gewisse Zusammenhänge bestanden. Es ist uns nicht unbekannt, daß Sie jetzt um l'lui Kultusmandat sehr besorgt sind, aber wir hoffen, daß sich die Wiener Zionisten, zur Rettung des. letzten Rostes des Zionismus, von Ihnen lossagen werdefn. Wenn es aber nicht der Fall sein sollte, wird es die werktätige1 jüdische Bevölkerung schon besorgen. Jene Herren, die die jüdische Bevölkerung auf ves'brech'eri sehe, ppli ti.se he Irrwege verleiten wollten," die den Zionismus in Oesterreich1 auf Jahre hinaus fast unmöglich' machten, müssen aus der jü'disohen Oeffe,ntllchkeit verscjliwiuden. In dieser Hoffnung rufe ich" Ihnen zu: < Adieu Herr Dr. Plaschkes! Mecodei SingW,. Fabrlksniederläge in Herren- und Damen- Modestoffen S. Meister Wien, I., Salzgries Nr. 7. Telephon Nr. 69-402 PiCÄ FAHRRÄDER 1927 " Auch gegen Teilzahlung!! ffllfflllllllffillllll Reparaturannahme aller Systemel IX., Liechten8tein8tr. 27? IV.,WiednBr Haupt8tr. 8 Tel«phbnrta^64, ieiö-66, «57^09 Sohreibmäschinon, Knöpfprebi&m ^Hd Zuö»hör. Spbrturtd Tourlstonarfikel Leb cn sv er si eher ungs-Gcs eil schäft PHÖNIX Zentrale: Wien, I., Riemergasse Nr. 2 Volt eingezahltes Aktienkapital: » 4 OOO.ÖOO*- Versicherung9befltanABn.de 1.926;; 900 Millionen Senilitas PrämleB-EInnahme i. Jahre 1926: 46 „ „ TÄTIOKElfSOEBIET: Oesterreicli, Deutsches Reieli, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Spanien, cechoslor. Republik, Polen, Ungarn, Jugb8lavieh( Bulgarien, Oriechenland.Türkei, Aegypten, Palästina. Pensions-Versicherung NCII! mit' Renteriansammlung v '(Rentenbezug beim 55.. 0Q. oder,^. 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