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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1914-01-01 · 3 (1914) · p. Seite 98

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
17 (1914)
Issue
3 (1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 98 (sequence 34)
Language
German
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— 98 — J. Benzinger, Bilderatlas zurBibelkunde, 454 Abbildungen mit erläuterndem Text. Stuttgart 1913, J. F. Steinkopf. M. 6,—. Der neue Verlag dieses in zweiter Auflage erschienenen wichtigen Hilfsmittels zur Bibelkunde hat gut daran getan, auf die naturgechichtlichen Darstellungen zu verzichten und dafür ausgiebig die neuesten Ergebnisse der Ausgrabungen, besonders in Palästina, zu berücksichtigen. Hier wird man sich erst recht eigentlich der erfreulichen Fortschritte inne, die der biblischen Archaeologie in den letzten Jahren gelungen sind. Auch neue Szenen aus dem Volksleben, die Madebakarte u. a. sind willkommen zu heissen. Zu den Schick'schen Modellen empfiehlt sich eine etwas ausführlichere Erläuterung. Ein solches Buch lässt sich im Religionsunterricht nicht entbehren. W. Schulz, Die Anschauung vom Monde und seinen Gestalten. Berlin-Treptow 1912, Verlag der Treptower Sternwarte. M. 1,—. „Der schwarze Mann", „Der Mann im Monde", „Gorgo", „Jona im Walfisch", „Die Tarnkappe" und unzählige andere, wie man auf den ersten Blick glauben möchte, himmelweit voneinander entfernte Gegenstände erscheinen hier mit einem Male von sicherer, wissenschaftlich geschulter Hand in ein System geordnet, in engen Zusammenhang gebracht. Sehr beachtenswert ist die Aufstellung des Verfassers, dass aller Mythos arischer Urbeitz sei. Das Heft ist überreich an fruchtbarer Anregung und Belehrung. M. R. Lebensweisheit. Eine Deutung unseres Daseins in Aussprüchen führender Geister, gesammelt von Bruno Wille. Berlin 1914, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Nr. 2. In diesem Prachtbuch hat die Menschheit ein Geschenk, wie wenige, erhalten. „Goldene Früchte in silbernen Schalen!", möchte man ausrufen. Was verstreut an köstlichstem Herzensgut in den Literaturen aller Völker und Zeiten mühsam bisher mochte gesammelt werden, hier ist es zu duftendem Strauss vereint. Auch Bibel und Talmud kommen zu Worte, nicht nur mit ausdrücklichem Zitat, sondern für jeden Kenner in zahlreichen unter anderer Flagge segelnden Weisheitssprüchen. Ihre Wahrheiten sind eben universell, sie gehören der Menschheit. Ad. Friedemann, „Das Leben Theodor Herzls". Berlin 1914, Jüdischer Verlag. M. 2.—. Ein gelungenes Porträt Herzls, eine würdige Weihegabe zu seinem zehnten Todestage mit Hinweisen auf noch folgende biographische Einzelheiten. Der französische Witz. Aus Gauberts Sammlung „L'Esprit des Francais" ausgewählt und übertragen von E. W. Günther. Umschlagbild von F. Christophe. München, Alb. Langen. M. 1.—. Ein neuer Beweis, wie manche der sog. „jüdischen Witze" in Frankreich ihren Ursprung haben (z. B. S. 22 und 78). M. Rath, S e f a t h a m m e n u. Teil I. Krakau 1914. Im Selbstverlag. Obwohl erst ein Teil dieses gediegen ausgestatteten, für den Schulunterricht, besonders aber für Autodidakten vorzüglich geeigneten Lehrbuches des Hebräischen als einer lebenden Sprache, vorliegt, wollen wir es nicht unterlassen, das Werk schon heut zu empfehlen. Der Verfasser verdient jede Förderung. Druckfehler wie Kirche statt Kirsche S. 86 u. a. könnten am Schluss zusammengestellt werden. R.

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