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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1913-01-01 · 2 (1913) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
16 (1913)
Issue
2 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 4 (sequence 6)
Language
German
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— 4 — Man schick es auf der Stelle gleich Rum per Courier in meinem Reich! Auch hier in Schuschan (Susa) rufe man es aus: Dass der Man nur ist Herr in Haus, Mein Wille erstrecke sich ohne Ausnahme Von der Bettlerin bis zur Edeldame. — Jetzt geh ... Charbona (geht einige Schritte vorwärts, kehrt aber wieder um): Halt! — Do fallt mir ebbes ein: Wie wert denn — a mein? Weil just abgänge die Courier, So hört zu un foligt mir: Eier Rauges (Groll) is nu gestillt, Eier Wunsch is woren erfüllt, W a s c h t i hemm mir geschickt zum Soten (Teufel), Aber ihr seid zu Guten Noch a gesunder Man — a Kozin (hier: ansehnlich), Nu — was wollen wir uns uzen: Die Jähriech verstreichen Den Areman wie den Reichen! Die Zeit, die vergeht gar geschwind. Ihr hätt kän Kind un kän Rind, Es is osur (hier: gewiss) doch nit schön, So allänn do rum zu gehn —. Un ob Ihr schon a Melech seid, Watt eich doch öfters lang — die Zeit! Un wenn ihr eich seid ganz vun die Weiber pauresch (fernhaltet), Wer soll denn über hundert Jahr amol — sein eier Jauresch (Erbe)? Hätte eier Harrle ach so gedocht, Wer hiebet denn eier Täte auf die Welt gebrocht? Un hätt eier Täte eier Memme nit genummen, Wo wärt denn ihr herkummen? Un hätt der nit gehat a Sohn, Sitzet ihr denn alleweil aufn Thron? Ihr seid in die beste Johr unbeschrie, Ihr kennt noch haben die Sechie (das Glück), Zu kriegen an Bensocher (Sohn), Den ihr als fein Bocher (Jüngling) Unter die Chuppe (Trauhimmel) watt führen, Un der sich mit Taure (Wissenschaft) un Chochme (Klugheit) wat [zieren, Drum, Harr König, bitt' ich — Ahasveros: Still, Charbona! Nur nicht von einem Schiddech (Heiratspartie)! Charbona: Gott behüt mich vor Schadchones (Heiratsvermittlung), Do hob ich zu viel Neemones (Kredit),

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