Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 14 (1911)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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- 130 — 11. Fischfang. Nimm das Hufeisen eines Pferdes, tauch es in Urin und gib es in das Netz, so werden viele Fische hineingehen. Um die Fische zu bannen, daß sie nicht gefangen werden, schreibe den Bibelvers Jes. 19. 8 „im Namen bttE") ^frGy *?&C"D (eine andere Version: TN'HID) bindet den Mann namens . . daß er nicht hole, nicht fange, nicht sammle Fische, bis ich (Name) es will Amen, Amen, Selah. 12. Gegen Zauberei. Willst du, daß Zauberei, böses Gerede der Menschen, böses Auge über dich keine Macht haben, sprich diese Namen in der Morgenstunde: DttWW Dlb^lö OtyDp schreib darauf folgende drei Namen: K> mrn k-vd tanjo Diese drei Engel weilen vor der Schechina. 13. Gegen Schlaflosigkeit. Wer nicht schlafen kann, hänge sich den Zahn des Fuchses um den Hals. (Quelle: Babli Sabbath 67a vgl. Easchi s. v. NrD,,&6). 14. Gegen Unfruchtbarkeit. Wer das Hirn des Haben verbrennt und es im Tranke einer sterilen Frau gibt, heilt sie von der Unfruchtbarkeit. 15. Für schwangere Frauen. Das Essen der Schale des Ethrog nützt gegen das Gelüsten schädlicher Speisen. (Vgl. Babli Kethub. 60 b.) 16. Um einen gelehrten Sohn zu haben. Wer seinen Sohn zu einem gewandten, scharfsinnigen Schriftsteller machen will, nehme seine Nabelschnur nach der Geburt, wenn sie von selbst herabfällt, verbrenne sie in heißem Wasser, binde sie an eine Feder und wenn der Knabe herangewachsen ist, lasse er ihn damit den ersten Buchstaben schreiben. Nachher verbrenne er die Feder und gebe die Asche dem Knaben zu essen, so wird dieser ein sehr scharfsinniger Gelehrter. Erprobt und bewährt. Zeena ureena. Ins Hochdeutsche übertragen von Sal. Gold Schmidt, Mamburg*. Mit Anmerkungen versehen von J>r. A. Marmorstein. (Fortsetzung.) 14 u rctw Daß sein Bruder gefangen. Nicht sein Bruder war Loth; doch der edle Abram handelte gegen ihn, obwohl er es nicht verdiente, wie gegen einen Bruder1). J) Bechai z. St.