Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 14 (1911)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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— 89 — Vierte Klasse. Sonntag Montag Dienstag 9 10 .11 1 2 3 4 Ausz. a. bibl.Gesch. Sam. Jüd. Schreiben. Sam. Deutsch. Lesebuch. Sal. Ausz.a.bibl Gesch. Sam. Sprachübung. Sam. Hebr. Vokabeln. Sam. Uebers. d. Gebete. Sam. Jüd. Schreiben. Sal. Lesebuch. Sal. Kalligraphie. W. Ausz.a.bibl.Gesch. Sam. Religion. Sam. Uebers. d. Gebete. Sam. Hebr. Vokabeln. Sam. Ausz.a.bibl.Gesch. Sam. Lesebuch. Sal. Rechnen. M. Ph. Jüd. Schreiben. Sal. Sprachübung. Sam. Hebr. Vokabeln. Sam. Moral. Unterhai tg. Sam. Mittwoch Donnerstag Freitag 9 10 11 1 2 3 4 Ausz. a. bibl.Gesch. Sam. Kalligraphie. W. Jüd. Schreiben. Sal. Religion. Sal. Uebers. d. Gebete. Sam. Spr. Uebungen. Sam. Lesebuch. Sal. Ausz.a. bibl.Gesch. Sam. Lesebuch. Sal. Uebers. d. Gebete. Sam. Rechnen. M. Ph. Jüdisch Schreiben. Sal. Hebr. Vokabeln. Sam. Spr. Uebung. Sam. Ausz. a.bibl. Gesch. Sam. Lesebuch. Sal. Uebers. d. Gebete. Sam. Fünfte Klasse. Sonntag Montag Dienstag 9 10 11 1 2 3 Ortho epographie. N. Hebräisch Lesen. Sam. Spr. a. d. hebr. Kinderfr. Jüd. Schreiben. J. [Sam. Hebräische Vokabeln. J. Kleine Gebete. J. Hebr. Lesen. Sam. Orthoepographie. N. Rechenübung. Sam. Jüdisch Schreiben. J. Spr. a. d hebr. Kinderfr. Hebr.Vokabeln. J. [Sam. Kleine Gebete. J. Orthoepographie. N. Spr. a. d. hebr. Kinderfr RechenübungSam.fSam. Jüd. Schreiben. J. Hebr. Vokabeln J. Mittwoch Donnerstag Freitag 9 10 11 1 2 3 Kleine Gebete. J. Orthoepographie. N. Spr. a. d. hebr. Kinderfr. Hebr. Lesen. J. [Sam. Hebr. Vokabeln. J. Jüdisch Schreiben. J. Orthoepographie. N. Spr. a. d. hebr. Kinderfr. Jüd. Schreiben. J. [Sam. Rechenübung. Sam. Hebräische Vokabeln. J. Kleine Gebete. J. Orthoepographie. N. Spr. a. d. hebr. Kinderfr. Kleine Gebete. J. [Sam. Die Franzschule war als jüdische Anstalt stets bemüht, :neben profanem Wissen die Kenntnis der Thora der Jugend zu übermitteln. Die Anstalt konnte aber nicht bestehen, denn in ihrer Gründung lag auch schon der Keim zu ihrem Ende — es fehlten die großen Stiftungskapitalien. Die Einnahmen waren stets schwankend und deckten selten den Jahresbedarf, — auch dann nicht, als ihr das Vermögen des Dessauer Beth-hammidrasch zuflössen. Als das Jahr 1848 noch den Zwangsbesuch befreite, mußte die Schule sich auflösen und wurde vom Staate überkommen. Die wenigen jüdischen Lehrer wurden Staatsbeamte, nach deren Tod fanden aber keine Neuanstellungen statt. So wurde aus der jüdischen Anstalt eine staatliche Handelsschule, später ein Realgymnasium, bis vor einigen Jahren aus denMitteln einer hochherzigen Anhaltinerin, der Baronin von Cohn-Oppenheim, eine neue Handelsschule errichtet wurde, an der auch eine jüdische Lehrkraft wirkt. Die Franzschule bildet also den Grundstein jener Anstalt.