Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 164 (sequence 188)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- 164 - Ech hub gezejrt vin Greten [bar Geld], Asoj lang ech bub gekennt stejn of die Fiss. Es is schojn nischt du vin Sofas in vin Betten In vin Kipper [Kupfer] in vin Meseh [Messing], Ojch vin die Wandpetreten [Portraits] In vin der ganzen Wäscb. 3. Wie bitter is die Kinder in der Mammen, Wus senen gewejnt wie Gold, Wus es hüben nischt gewellt essen sejre Ammen, Wellten sej hant nebbach allejn gewellt. Wie bitter is die Kinder mit der Mitter. Wus senen gezojgn geworn wie Sad [Seide]; Geschwimmen senen sej in MiTch in Bitter, In hant nebbach wie dus Hingeriad. Wollt denn nischt der ejgener Mugen Gekannt a Stickel pistne [trocken] Brojt vartrugen? Vin kejn Gekochts is nischt ze schmiessen, Sej sollen hub'n zi gemessen. 4. Hub ech denn nischt dusselbe Punem, Dus eigene, wus fri7r? Azind schreien alle Narunem, As sej senen kliger vin mir. As Gott hot mech gewellt benschen, Bin ech imedini gefelPn, Sej flejgen vin mir unquell'n [sich zu freuen]. In as dus Imglick dient mir hant, Essen mech alle Klige, In alle niane beste Frand Schrei'n, as ech bin meschigge. 5. Ob dem hub ech mech gur nischt gerecht, As die, wus hub'n gegessen man Brojt, SolFn san akegen mir asoj schlecht Hant in der gresster Nojt. In alle niane Frand die beste, Wus ech hub sej die Heiser [Hälse] ungegessen Un kol ha-tajwes [alle Wohltaten] die gresste Hubn sej vin mir genossen, In hant, as ech sej seh ganz frih In gib sej dem Gitmorgen ub? Entlojfen sej, eder ech kimm zi. Oj, wie is bitter dem Menschen Gub. 6. Zind stej ech asoj, wie dill [blöd], Asoj wie ejn Balchulem [Träumer]. Der Krig is tumed [stets] gewejn vill In hot getrugen beschulem [ruhig], In as dus Ojr rasst sech ub,