Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 150)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2638044-2638092-2638093--0988-2640835- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 126 — ist gar keine Spielerei. Wirst verheirat' sein, mach dir den Kren darnach ein. Am Samstag-Nachmittag kommt die Jugend zusammen: im Sommer im Freien, im Winter in der Wohnung einer alleinstehenden Frau. Oft lebt diese nur von dem, was ihr die Mädchen verr abreichen. Die Eltern können ihr die Kinder anvertrauen. Awrohom hält einen Zipfel eines Taschentuches in der Hand, den anderen reicht er der Mirjem — sie heißt noch nicht „Fräulein" Marie, ebensowenig er „Herr" Soundso. — Und sie tanzen auf dem frisch getünchten Lehmboden. Im folgenden einige Tanzlieder: I. Mayer hebt den rächten Fuß Ün den linken schleppt er nuch, Hüpke ans ün Hüpke zwa Un dernuch Hüpke dra, Schön mit de Fisslech changieren Un e bissele promenieren, Dradel' dich im grinen Kranz, Ün des is der Zepperltanz. IL Herauf zum Kasten Eru1 zü de Tir Eher zün Oifen Denuch zü mir. III. Kikeriki! Der Tat ist nicht hie! Wenn wat er kümmen? Morgen zu frih. Wus wat er brengen? E Gläsel Bier. Wer wat trinken? Ich mit dir. [Vgl. diese „Mitt." II, 44]. IV. Jüd ,to ,n ,! ,1 ,n ,1 ,3 ,3 ,N Du hast e Parech üntern Hüt. Schwüre. As (Es sei) moN. — As Tin. — As ivx. — om nW>n. — W1 Ti. — ^£0 "HD. — Ich gebe ep HJPpn. — E soi soll der Kopf da leben. — Bei mein Weib und Kind. — Ich soll nicht das Juhr ausleben. — E soi wuhr, als der T .. . j hot Hur3. — Straf mich Grott. — Bei mein *on üVlJJ pbn. — E soi groiss Gold soll ich haben. — In Plp"H soll ich es geben können. — E soi soll ich haben. — Verkränken will ich es. — Ich will es armen Mädchen p3 geben.