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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1910-01-01 · 1 (1910) · p. Seite 3

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
13 (1910)
Issue
1 (1910)
Date
1910-01-01
Page
Seite 3 (sequence 48)
Language
German
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Hoffin. 30. XII. 1717). 1721 versorgt er die Hofstallungen mit Hafer. (10. Nov.) 1727 hat er nach Frankfurt und Mainz 160 Proviantwagen nebst Bespannung, Zubehör und 200 Knechten, 1729 nach Mainz 640 Pferde zu beschaffen (Kontr. 575). 1739 sollen ihm die ihm von einigen Regimentern zedierten und an die Pre ss burger Kriegskasse angewiesenen 30.585 fl. 37 kr. ohne Interessen, ferner zunächst mit 10.000 fl. die bar vorzuschießenden 69.414 fl. 23 kr. mit monatlich 8/4% Zinsen und 1/2°/0 Provision, ein für allemal vom 31. Januar 1740 an in Prag, vergütet werden (26. Okt. 1739). Am 27. II. 1740 werden ihm 222.949 fl. 53 kr.? deren sich einige Regimenter an ihn begeben hatten, nebst bar vorzuschießenden 17.050 fl. 7 kr. samt 6°/0 Zinsen angewiesen. Zur Beförderung des Ausmarsches der beiden k ur kö 11 nischen Regimenter aus Ungarn antizipiert er 90.000 fl., die ihm mit 8/4% monatl. verzinst werden sollen (24. Juni 1740). Isak stirbt 1744 (7. EIul. s. Frankl a. a. O. Nr. 389). Seine Witwe Ella (Eleonore), die ihre Orabschrift als ungemein wohltätig rühmt, führt, nach dem Verzeichnis der Wiener Juden von 1752 (s. »Die Neuzeit« VI, S. 92), einen bedeutenden Hausstand. Sein Sohn Ansehe! (Adam) Isak nimmt unter den Juden Wiens eine hervorragende Stelle ein, die er damit erkämpft hatte, daß er 1763 mit seiner Übersiedelung nach Holland drohte. Mit dieser, für einen Juden jener Zeit bemerkenswerten Energie trat er auch 1776 den Chikanen der sächsischen Regierung entgegen (Wolf, Gesch. d. Juden in Wien 72, Kaufmann-Freudenthal, Die Familie Oomperz 390 u. Freudenthai, Aus der Heimat M. Mend/s 150). Dem Hamburger Senat droht er mit einer Beschwerde beim Kaiser, wenn seinem »kürzlich verheirateten« Schwiegersohne Sal. Lefmann Herz nicht das Recht, ein Haus zu erwerben, eingeräumt werde (29. Juni 1765, s. Orunwald, Portugiesengräber 30). Er wie seine Gattin Sibylle Bella zeichneten sich durch wohltätigen Sinn aus (Kaufmann, a. a. O. 391 und Kaufmann-Freudenthal, Die Familie Gomperz 390). Seine Frau Bella und die seines Bruders Juda, Simelie, waren Töchter Benedict Nymwegens (das.). Bella starb 1787 (das., wo auch andere Mitglieder der Familie behandelt werden1). *) In dem erwähnten Verzeichnis von 1752 heißt es: Witwe Eleonore Arnsteiner. Deren verheiratete Söhne: Adam Isac (dessen Gattin: Pillka [Belka], deren Kinder: Judith, Menie, Nathan und Mayer) und Juda (dessen Gattin Pillka), Liebman, David Wolf und Judith. Domestiken: Marx und Low Arnsteiner, Geschäftsreisende, an deren Stelle befinden sich: L e w i Kuh und Jacob Moses Polnauer; Raphael Sünzheim, Cassier (dessen Gattin : G e 11 a; deren Sohn Isac); Marcus Levin, Buchhalter; Moses Jacob, Journalist; Moses Liebman, Assur Levi del Banco, Wolf Brüll und David Bamberger, Schreiber; Moses Aron, Sollicitator; Alexander Cohn, Präceptor; E m a n u e 1 und Moses, Scotisten; Low 2

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