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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1908-01-01 · 4 (1908) · p. Seite 149

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
11 (1908)
Issue
4 (1908)
Date
1908-01-01
Page
Seite 149 (sequence 21)
Language
German
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- JL<±?7 - nicht in dem Sinne Kohuts, sondern hält vielmehr Liwa für den Verfasser oder Abschreiber des Samnelbuches *). Es dürfte vielleicht nicht unbescheiden sein, wenn ich hier bemerke, daß ich, noch ehe ich Steinschneiders Beschreibung der Handschrift sowie überhaupt irgend etwas aus der bis jetzt veröffentlichten Literatur über das Samuelbuch gelesen, bezüglich des Namens Liwa für Litte zu demselben Resultat gelangt war wie Kohut und Karpeles, nachdem ich die Handschrift vor Jahren auf der Hamburger Stadtbibliothek zu kopieren begonnen hatte. Eine später gemachte photographische Aufnahme einiger Seiten und der Nachschrift konnte meine damalige Feststellung nur bestätigen. Schlußbemerknng. Endlich verdienen der Vollständigkeit halber noch einige Werke hier angeführt zu werden, deren Verfasser das Samuelbuch kurz zitieren, ohne irgend welche Untersuchung daran zu knüpfen, wobei hervorzuheben ist, daß diese Erwähnung meist noch mit Wiederholung jenes literarischen Irrtums von einer Verfasserin Litte aus Regensburg geschieht. So weist Kayserling2) dieser Schriftstellerin unter den in der Literatur hervorragenden jüdischen Frauen, besonders unter den jüdisch-deutschen Schriftstellerinnen, einen würdigen Platz neben Rebekka Tiktiner und anderen an. Desgleichen hält Güdemann3) Litte „vielleicht" für die Verfasserin^ „sicherlich" aber für die Abschreiberin des Samuelbuches, wie den Frauen überhaupt an der Verbreitung der jüdischdeutschen Volksliteratur großer Anteil gebühre. Ohne Erwähnung seines Autors finden wir das Samuelbuch noch bei Rosenberg4) verzeichnet, während Sainean in dem Kapitel über die jüdischdeutsche Literatur noch Litte nennt5). Fragen wir uns nun auf Grund dieser chronologischen Darstellung der bisherigen Untersuchungen über die poetischen Bearbeitungen des Samuelbuches nach dem Stande der Forschung, *) Karpeles, a. a. 0. 2) Kayserling, Die jüdischen Frauen in der Geschichte, Literatur und Kunst, S. 150. 3) Güdemann, Erziehungswesen, S. 114. 4) Rosenberg, Über eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebr. Lettern, S. 7. 5) Sainean, Essai, S. 24 [113]. Mitteilungen zur jüd. Volkskunde. Heft XXVH. Jahrg. 1908. Heft 4. 4

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