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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1908-01-01 · 4 (1908) · p. Seite 140

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
11 (1908)
Issue
4 (1908)
Date
1908-01-01
Page
Seite 140 (sequence 12)
Language
German
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— 140 — Samuelbuch und seinen Plagiator Paulus Äemilius*), von der weiter unten2) die Kede sein soll, zur Sprache gebracht hat, schließt er diese Mitteilungen über den Gegenstand mit dem nochmaligen Hinweis, daß die editio princeps Augsburg 1544 datiert ist, und daß sich ein Exemplar derselben im British Museum und in einer Privatbibliothek in London befindet3). Auch wirft er die Frage auf, ob es nicht möglich wäre, daß Aemilius der Drucker des Augsburger Samuelbuches sei, da er sich schon in einem hebräischen Briefe an Widmannstadt vom Juni 1543 „Buchtruker" nenne4). Ein letztes Mal endlich finden wir das Samuelbuch und seinen Verfasser oder Abschreiber von Steinschneider in seiner Einleitung in die jüdische Literatur des Mittelalters zitiert, welche er in der „ Jewish Quarterly Review" veröffentlichte. Hatte er bereits früher bezüglich der Hamburger Handschrift eine Autorin namens Litte von Regensburg in Frage gestellt, so konnte er hier, gestützt auf die neueren Forschungsresultate von Kohut und Karpeles, hervorheben, daß dieselbe von einem gewissen Liwa kopiert worden sei5). Allerdings behauptet Steinschneider gleichzeitig, daß Liwa diese Geschichte Davids in Reimen für seine Tochter Freudlin abgeschrieben habe, eine, wie mir scheint, willkürliche Annahme, auf die ich noch bei näherer Beschreibung der Handschrift zurückkommen werde. Rudolf Hildebrand. Welches Interesse der Germanist Hildebrand der jüdischdeutschen Literatur entgegenbrachte, habe ich schon oben gezeigt6), als ich ihre Bedeutung für die deutsche Sprach- und Literaturforschung erörterte. Speziell über das Samuelbuch hat sich Hildebrand in dem mehrfach erwähnten Vortrag über die jüdischdeutsche schöne Literatur auf der 26. Philologenversammlung zu Würzburg geäußert. Seine Mitteilungen über das Samuelbuch beschränken sich auf einen ihm von dem Leipziger Gelehrten Dr. Hermann Lotze zur Verfügung gestellten Baseler Druck vom Jahre 1) Steinschneider, Geigers Zeitschrift I, S. 285. 2) Siehe S. 147. ö) Steinschneider, Geigers Zeitschrift I, S. 285. Ebenda S. 287. 5) Steinschneider, Jewish Quarterly Review XVI, S. 762; XVII, S. 581. Vgl. S. 147 f. *) Siehe Mitteilg. zur jüd. Volkskunde XXVII, S. 107.

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