Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 11 (1908)
- Issue
- 1 (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2638044-2638087-2638088--0550-2640530- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Minsk 1× ep/1000754
OCR text
89) Einreiben^ mit Fett. Lammert 240. Wisla 6, 668^ Ein umgestülpter Beitr. 1, 272. ~Z. rh. westf. V. 2, 286. Wuttke 537." Am Urquell 4," 153. Ebenso poln., Kolberg, Lud 7, 159. Wisla 10, 343. Der Strumpf mit heißer Asche oder Salz gefüllt. Wisla 6, 906; 10. 347. Z.V.Vo. 4, 150. Eibischwurzel gegen Husten. Zbiör 14, 198. 9°) Böse Augen und andere Krankheiten bemüht man sich nach außen zu treiben, d. h. in einen Weichselzopf übergehen zu lassen, den man abnimmt, wenn er reif geworden ist. Ostpr.. Lemke 1, 50 ff. Wuttke 523. Wisla 4, 581: 14, 713 ff.; 16, 426 f. 91) Gegen eine Blatter (Phlyctaena) wird gestoßener Zucker ins Auge geblasen. Lammert 138. Wisla 4, 872. 92) Ähnliche Dialoge in Posen und Polen. Mitteil schles. V. 14, 72. Wisla 15, 75; 17, 443. 93) G-eschwüre mit einer Kupfermünze gerieben und diese auf der Straße weggeworfen. Lammert 207. 94) Ebenso Lammert 185. 9f)) Flechten werden allgemein mit Fensterschweiß bestrichen. Lammert 182. Lemke 1, 148. Frischbier 57. Grohmann 171. Wuttke 512. Materyaly 7, 97. Wisla 11, 777. Zbiör 10, 96; 11, 55. 9G) Brandwunden mit Tinte oder mit Öl und Salz bestrichen. Lammert 208 f. Mit Tinte oder Leinöl. Wisla 16, 609. Mit Mehl und Salz. Zbiör 14, 128. 97) Brot mit Spinngewebe bei blutenden Wunden. Kolberg, Lud 7, 162. Zbiör 11, 56; 14, 200. Wisla 8, 354. Spinngewebe allein, rumän. Bukowina. Z.ö.V. 4, 216. Lammert 196. Am Urquell 4, 154. „Die „Spinnweb" ist ein jetzt glücklicherweise selten werdendes Blutstillmittel." Höfler 153. 98) Gegen Nasenbluten empfiehlt man einen Schlüssel auf den Nacken zu legen. Lammert 197. Es gilt für zuträglich und wird selten gestillt. Krakau, Kolberg, Lud 7, 162. ") Meerrettig, Pfeffer, Salz und Alaun gegen Zahnweh. Zbiör 14, 199. 10°) Über das schlechte Aussehen und die Magerkeit der polnischen Bauernkinder, die nach dem Entwöhnen die Kost der Erwachsenen bekommen, und in Folge der schlechten Stubenluft. Wisla 4, 54 f. 101) Rizinusöl gegen Magenleiden und mangelhafte Verdauung. Wisla 5, 506; 16, 610. W2) Bäder aus Hammelfüßen. Wisla 7, 373; 14. 650. Zbiör 11, 55; mit Tannenzapfen, Roggen- und Weizenkleie. Wisla 6, 669. Kälberfuß-Bäder für atrophische Kinder. Höfler 56. Das Baden des Kindes hört meist nach dem ersten Vierteljahr auf. Gouv. Dublin, Wisla 4, 49. Die Kinder werden nur am Sonntag gewaschen und gekämmt. Gouv. Minsk, 5, 484. Man ist dem Baden sehr abgeneigt und kaum gelingt es, eine Mutter zu bereden, ihr krankes Kind zu baden. Frankenwald, Flügel 51. Das Landvolk in manchen Gegenden Deutschlands, namentlich im Süden, unterläßt das Baden der Kinder gänzlich. Ploß, Kind 2, 24. 104) Einem Schwerkranken gibt man einen andern Taufnamen, damit er genese, rumän. Bukowina. Z.ö.V. 3, 373. Li einer Familie, in der große Kindersterblichkeit herrscht. bekommen Kinder einige Tage nach der Taufe einen zweiten Namen. (Bosnien-Herzegowina) 6, 206. Ein Name, der in Serbien und Bulgarien gegen das Sterben schützen soll, ist Schjiwko, von schjiw, lebendig. ZW. 8, 248. Bei den Mongolen wird der Name gewechselt, um den an dem alten Namen haftenden Krankheitsdämon zu betrügen. Ausland 66, 600. 105) Ebenso bei den Bukowiner Rumänen. Z.ö.V. 3, 181. In Bosnien u. Herzegowina 6, 207 und der Türkei, Kel. Szemle 7, 159 f. 106) Das Abnehmen oder Messen ist uralt. Wuttke 506 f. Der Faden, mit dem gemessen wurde, als Docht einer Kerze verwendet. So schon in einer Handschrift des 13. Jahrh. Analecta Graeciensia 47. ober das Messen kranker Kinder, Am Urquell 6, 59; 87 1 Z.v.V. 15, 349f. A. L.