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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 612

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 612 (sequence 639)
Language
German
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612 Flesch, Der Pinax von Austerlitz. 36 Kr. verschlossen im Nachlasse des verstorbenen mhrr Josef Bär gefunden und beim Vorsteher R. Moscheh deponiert wurden. Dieser übergab das Geld den Abgesandten von Chebron mit Wissen des Vorstandes, außerdem wurde ihnen auch noch aus der Almosenkasse durch hrr Hirsch Löb D'NHS1) (= pilN "i ]2) eine Spende verabreicht. Sonntag, Rüsttag des Neumondstages Ab 530 (=29.Tamus =22. Juli 1770), Naftati b. hrr Juda Reis aus Brod. S. 5b h. Donnerstag, 27 Ab2) 528 (= 11. August 1768), erscheint ein Bote des Simon Sulzbach aus Nikolsburg und ersucht um Enthebimg von der „Darleihung" aus dem Jahre 1759 von der Summe von 4000 Gulden, wovon er an die Bewohner des Kreises 950 Gulden zurückerstatten soll. Doch behauptet er, daß seine Auslagen die 950 Gulden weit überschreiten. Das Gubernium entschied, daß er diese Summe zurückerstatten soll, für die aufgelaufenen Spesen aber müssen die Bewohner des Kreises aufkommen; er möge diese zu Gericht citiren und ein Urteil herbeiführen. Nun teilt er uns mit, daß sich die Spesen, bis die gerichtliche Entscheidung erflossen, auf mehr als 1500 Gulden belaufen würden. Dahingegen verpflichtet er sich, weitere Kosten nicht zu fordern, so wir ihm die Entlastung erteilen. Die Enthebung wird ihm aucb unter der Bedingung gegeben, daß auch er keine wie immer geartete Forderung an die Gemeinde stellen wird. Im Auftrage der Vorsteher der Gemeinde: Naftali b. hrr Juda Reis Auerbach aus Brod, Beglaubter in Austerlitz. S. 131b h. Jahresrechnung während der Vorsteherschaft des R. Hirsch b. R. Moscheh ha-Levi vom Jahre 485/86 (=1725/26). Einnahmen: Briefelgelder 116fl. 36kr. —Beim Rabbiner Geld aus Wien 6 fl. Von Jakob Kanitz und Moscheh3) für Erlaubnis Türen einzubauen 7 fl. Von R. Hirsch b. R. Moscheh, Vorsteher, für seinen Schwager R. Kopel für die Jahre 485 und 1) Aus dieser Zusammenziehung der Familienname „Brass" entstanden, auch im Steuerbuche Raussnitz Brass via (= ben R. Selig), Jahr 1808. 2) Simon Sulzbach in Nikolsburg war zu jener Zeit Kreisvorsteher. 3) Vgl. oben.

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