Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 598 (sequence 623)
- Language
- German
- Belongs to
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598 F1 e s c h, Der Pinax von Austerlitz. wird der Rabbiner Läml aus Gaya erwähnt. Er verpflichtet sich am 12. Schebat 510 (= 19. Jänner 1750) für die Gemeindezugehörigkeit eine Steuer von 4fl. rhein. jährlich zu zahlen. Rabbiner Läml schließt bei seiner Übersiedlung nach Gaya auch einen Vergleich mit der Gemeinde wegen seiner zurückgelassenen Schulden. Im Haskarahbuche wird der aus A. stammende Rabbiner Aber Rabl1) genannt, der Ort seiner Amtstätigkeit ist mir nicht bekannt. III. Pachtverträge, Nachlässe, Gemeinderechnungen und diverse Verordnungen. Verpachtung von Ostermehl2). — S. 101a h. „Heute 22. Adar 509 (=12. März 1749) wurde beschlossen, die Lieferung des Pesachmehles dem Abraham David b. Hirsch, Wolf b. Moscheh und Michel ha-Levi in Pacht zu geben. Diese sollen sich mit dem Vermählen des Pesachmehles für die ganze Gemeinde beschäftigen, der Gemeinde haben sie dafür 7 Gulden zu entrichten. Die Pächter verpflichten sich, reines, weißes Mehl, das Viertel um 40 Kreuzer, und Mittelmehl um 5 y2 Kreuzer das Viertel zu liefern. Die Pächter verpflichten sich reines weißes Mehl zu liefern, wenn sie aber das Mehl nicht wie bedungen liefern, so hängt die Preisbestimmung vom Ermessen der Gemeinde ab. Ohne Erlaubnis der Gemeinde darf es niemand wagen Pesachmehl zu verschleißen. Auch haben sich die Pächter verpflichtet 3 Sack schwarzes Mehl, mit dem Gemeindesiegel verschlossen, in die Gemeindestube zu stellen, damit sie nicht weißes und schwarzes Mehl vermengen. Alle andern Punkte bleiben wie in den frühern Jahren. Die Pächter verpflichten sich auch das weiße Mehl schon in der Woche vor dem großen Sabbat (bviin fDttf) bereit zu stellen, damit die Lämmel aus Rufnamen von Ascher mit Bezug auf Gen. 49, 20 entstanden. Das Lamm in Palästina deckt sich mit dem Begriffe des „Fetten, Feisten." 1) Der Ort seines Wirkens wird nicht genannt. V'iun Der Familienname Rabl aus einer Abbreviatur oder Zusammenziehung ]2 entstanden. 2) Kontrakte von Ostermehl-Verpachtungen vom Jahre 1726—1784 im Gb. S. 16, 69a, 70, 96, 98—103,126—129,184,189a, 193b u. a. a. St.