Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 587 (sequence 612)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Flesch, Der Pinax von Austerlitz. 587 ersichtlich. Auf Joel Glogau folgt Jakob Illowy aus Brod1). In den Jahren 1745 u. 1746 legalisirt er die Unterschriften der Pächter der Gemeindeeinkünfte. Im Jahre 1747 war das Rabbinat unbesetzt. Menaehem Mendl b. haraw mhrr Baruch Mannheim, der Gemeindebeglaubigte, und Abraham b. Daniel Dux, Vorbeter, legalisiren in diesem Jahre die Unterschriften (s. S. 100b u. a. a. St.). Chajim b. Lipmann Horowitz war von 1748—1759 Rabbiner in A. und folgte im Jahre 1759 einem Rufe nach Ung. Brod2). Juda Löb Ir-Chadasch3) (=Neu- 1) Er unterschreibt: f^moon» rrp ns min kttqd kmS*k 2p»>'pn; s. Gemeindebuch S. 99 u. a. v. a. St. Im Jahre 1728 wirkt er bereits in Kolin, wo er am 18. Ab 528 Paamone sohow und am 15. Ijar 535 Ateret Elijahu approbiert; s. Wachstein, Inschriften II, S. 66 u. S. 564, Stein, Jahrbuch d. tradionstr. usw. S. 91, Löwenstein, Index Approbationum S. 77, Nr. 1357. Jakob Illowy steht mit Ezechiel Landau in gelehrter Korrespondenz. Landau, der nicht verschwenderisch mit schmeichelhaften Titulaturen, bezeichnet ihn als mn oStrom »s^sian Srun, s. Nöda bijhuda II, Jore dea Nr. 19 u. 76. 2) Auf S. 90b des Gb. findet sich folgende hebräische Eintragung: ,,Worte der Wahrheit bestehen ewig, ein beglaubigtes Attest, daß ich, der LTnterzeichnete, von den vornehmen Vorstehern der Gemeinde meinen ganzen mir zustehenden Lohn vom Tage meines Amtsantritts bis zum heutigen Tage meiner Wahl zum in Brod alles in barem Gelde empfangen habe. Vom heutigen Tage an sind die Vorsteher der Gemeinde von mir oder solchen, die von mir bevollmächtigt, von jeder Pflicht, welche der Mund reden und das Herz denken kann, enthoben. Zur Bestätigung fertigt heute Montag, 7. Tamus 519 (= 2. Juli 1759) Chajim b. mhrr Lipmann bx'D z. Zt. in Brod in Mähren; s. auch oben. 3) Im Gb. S. 17a wird im Jahre 1774 nach dem Tode von Salman Dobruska in Brünn (über Dobruska vgl. Wachstein, Inschriften II, S. 527, der ihn als Hauptpächter des Brünner Tabakgefälles anführt; Grünfeld, Hickls Volkskalender XXII. Jahrg., S. 26 nennt ihn: Dobrudscha Propinationspächter, dessen Kinder später konvertiert und mit dem Prädikate ,,von Schönfeld" in den Adelsstand erhoben wurden) mit seiner Witwe Schöndl D. ein Ausgleich wegen einer Schuld arrangiert, diese Schuld wurde 1761 bezahlt und der frühere Rabbiner von A., Löb Steinitz, bestätigt die Zahlung. Einen Löb Steinitz, Rabbiner in A., finde ich nicht im Gemeindebuche, dahingegen ist die Amtswirksamkeit von Löb Neustadt im Jahre 1761 in Austerlitz durch das Gemeindebuch verbürgt, bestätigt er ja auf S. 90b den Empfang des Gehaltes für die Jahre 1761 u. 1762. Löb Steinitz und Löb Neustadt sind demnach identisch. Ob Löb Neustadt später in Steinitz lebte oder dort die Stetigkeit hatte, kann ich nicht entscheiden.