Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 480 (sequence 500)
- Language
- German
- Belongs to
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480 Grunwald, Mattersdorf. 2. Die KtPHp man ist ein heiliger Verein Und muss sich nebbach poyno sein, Wenn emol nihm on im Johr Kummt e Fall e trauriger vor. Und bei alle Niom nm Stellt die *wnp man ihren Mann. Drum trinken wir heut e por Gläselach Wein, Dass wir auch können lustig sein. 3. Aber dies soll nicht allein der rpfen sein, Nor zu trinken e Gläsele Wein, Nor um allemol lustig zu sein, Sondern nun sollen sich alle bestreben, Den heiligen Verein zu heben, Denn e ssach, denn e ssach, Denn ssach Geld braucht der Verein. 4. Drum wollen wir, drum wollen wir Bei'm Unterstützen nicht müssig sein, Daß sie sollen können viel nippst geben, Diöin* tnmbH frisch beleben. Sie sollen auch trinken e Gläsele Wein. Und auch emol lustig sein. 5. Wenn das würd tun e jeder Hin* Bekommen wir in 3 Jahren zu gesund und Leben Wieder so eine miyo man. .aus1? maT mn um Trauungsparodie. Der Chasan singt bei dem Bedecken: 1. Seht, da sitzt am Stuhl die holde Jungfrau, Ihr Herz, das strampelt ganz entzückt vor Frad, Denn Ghassene haben ist die größte Simche, Das sagt gewiß ohne Umstand jede Mad. 2. Seht enk on das Mäulele, das Göschele, Und das Goderl, das ist doch auch kein Spaß, Und das Bärtel, wenn das seht der Ghossen, Fällt er gewiß vor Simche gleich in Fraß. 3. Seht enk on den Chossen, den Rabbi Moische, Wie er da steht, so herzig unbetamt, E Nosen hot er doch, e ganz e groiße, Wie e Rüssel vün e Elefant. 4. Und e poor Fiss, wie e Ghuppestangen, Und e Puckel, wie e groißer Stier, Und grün und gelb sind doch seine Wangen, Darum, holde Braut, wir gratulieren dir.