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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 256

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 256 (sequence 270)
Language
German
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256 Papo, Die sexuelle Ethik im Qorän. Augen jener Geschlechter verabscheut, da dies seit jeher nie vorgekommen ist; und darum mißbilligen auch die Talmudlehrer in der Aggada Lot sehr." Von diesem Gesichtspunkte aus sind auch die anderen Fälle der Verwandtenheirat in der Bibel anzusehen. Abraham ist mit Sarah verheiratet, die in der Bibel als seine Halbschwester1) gilt. Nach dem Koran gilt sie als seine Nichte oder auch als die Tochter seines Oheims: aa5>| ^l* Joji Ajp*! **e, ^J! J^'ij wXJLj L^-aä^ üir+^J ^L*o qjww^I q./o c^oL^ \^)[)^ viJ*Jü ÜjIm 2)^y>li K.JU5 B>Lw „Und er (Abraham) zog weg von Charan, begleitet von seinem Brudersohn Lot b. Harän b. Asar und seiner Nichte Sarah bint Haran, die eine der schönsten Frauen der Welt, jedoch unfruchtbar war. Und man sagt auch, Sarah sei die Tochter seines Oheims Buhar b. Nachor gewesen." An der Heirat in diesem Verwandtschaftsverhältnis nimmt El-Balkhi keinen Anstoß, d. h. er findet es nicht für notwendig, zu erklären, wie eine derartige Ehe geschlossen werden durfte. Anders bei einer weiteren Eheverbindung, über die, nach Bibel- und Korangesetz verboten, dennoch in beiden historisch berichtet wird: die Ehe Jakobs mit den beiden Schwestern Leah und Rachel. El-Balkhi bringt hier die rabbinische Erklärung, es habe damals ein Verbot für eine solche Ehe nicht existiert: 3)(jy^^ jj-^r. lX£jus> „Und damals war es erlaubt, 2 Schwestern zugleich zu heiraten." Rubens copula mit dem Kebswreib seines Vaters wird im Koran nicht erwähnt. Im Talmud wird versucht diesen Unzuchtsakt zu beschönigen, indem man ihn nicht als vollführten coitus gelten läßt: pltn IDlKn b ]JW H MDm in '1 1ÖX td^d ntpjj 2py \n wi lötttip njnta xhx mn w&a nrbz ns% mm n"pü hd xbx nms &h)pw d^dp zw "ftto siwn vby rbya\ •«k hw ijot hzhiw id^d "wa 1) Genes. XX, 12. 2) El Balki, 1. c. S. 51, Zeile 10 ff. 3) ibid. S. 66, Zeile 8.

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