Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 193

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 193 (sequence 206)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2638044-2638085-2638086--2683-2640057
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

P ap o, Die sexuelle Ethik im Qorän. 193 so Baidhäwi: ^JJd j§> (*JC^ü^ (yjjs.*^ *) oJ3 „Und schicket etwas zuvor für eure Seelen —was euch zurückgelegt wird als Lohn und das ist, wie behauptet wird, der Wunsch nach Zeugung." Oder an andrer Stelle: Kxü^it £ iuXH CJt ^JLä X^juJU, %)Joy\ ^UaS J.^jüt wJLb „Und das (der Tadel der homosexuellen Sodomiten) ist eine Ermahnung, daß der Zweck des Beischlafs das Verlangen nach Nachkommenschaft sein soll und nicht etwa das Verrichten einer Notdurft." Dagegen wird das im Koran selbst sich findende Gebot, ledige Personen zu verheiraten3), von Baidhäwi nicht in dem Sinne aufgefaßt, es sei hiermit die Forderung gestellt, es habe jeder an der Fortpflanzung des Menschengeschlechtes mitzuwirken, sondern er meint darin eher die Absicht zu finden, der Prophet wolle damit der Inzucht einen Riegel vorschieben: m 3 y *. «• ^.^xiüi ^«wjüL Jw^wil £.Iäj*JI ^Ji ^Ai^Äj L*^ ^± UJ Os.*J ^ib XÜÄ^iJ! cXj^äj 2La*jZ1\ iUiiU 4)*J Jäilü f^*^ KxiLyj aJLc j^j^ „Nachdem er die Verwandtschaft verboten hat, welche vielleicht infolge des vertrauten Umgangs zu einer verderblichen Unzucht in der Familie führen würde, und da auch die Schönheit des Zöglings und die Zunahme der zärtlichen Neigung nach einem Fortdauernlassen dieses Zustandes verlangt, läßt er, außer der diesbezüglich bis zum höchsten Punkt getriebenen Drohung sogleich den Befehl der Verheiratung folgen, der ihn (vor Sünde) bewahren soll." An einer andern Stelle wieder spielt Baidhäwi bei einer neuerlichen Betonung der Forderung, der coitus dürfe nur der Vermehrung gewidmet sein, auf eine diesbezügliche biblische Vorschrift an: q/j & f£i rsjOsä Lo (j-Jii^ aßt (*XJ v^ülT Lo (jJtÄ^ *u£il lXJjJ! »j&jtl5*^ ^xxL\^ 5)^.baJi ^jü} H^iÜJ yjzls> ^y» 1) Baidh. I, S. 117. 2) ibid. II, S. 71. 3) S. XXIV, 32. 4) Baidh. II, S. 21. 5) ibid. 1,104. Gmnwald, Jahrb. f. jüd. Volksk. II. 13

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.