Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 138)
- Language
- German
- Belongs to
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128 Goldschmidt, Zeena ureena. blieb allein mit den Brüdern, obwohl er in Lebensgefahr sehwebte. Und Joseph sprach: Benjamins Bruder ist gefunden; er ist hier, ich will ihn rufen, und er rief: Joseph, Joseph. Die Brüder erstaunten und schauten nach den vier Seiten. Und er sprach: Ich bin Joseph, den ihr nach Mizraim verkauft. TOSD WPQJ *0 myh 1^ Und sie konnten nicht antworten, sie schraken vor ihm zurück, denn das ganze Bewußtsein ihrer Schuld gegen ihn überwältigte sie. Rabbi Jochanan bemerkt: Wenn Josephs Brüder wegen ihres Vergehens einem Menschen gegenüber so heftig erschrecken, wie soll sich der Mensch vor dem Richter der Welt rechtfertigen, wenn er Rechenschaft für des Staubgeborenen Missetaten fordert? *QK TIJJH Lebt mein Vater noch? Wußte er nicht, daß sein Vater noch am Leben? Doch er meinte: Fürchtet nicht, daß ich euch Böses vergelten werde, lebt denn nicht mein Vater noch? Werde ich schlimmer verfahren, denn Esau, der an seinem Bruder Jakob beim Leben des Vaters nicht Rache nehmen wollte? — Ich bin Joseph, lebt denn nicht mein Vater noch, dem die Gabe der Prophetie zu eigen ist? Er müßte doch kraft dieser Gabe wissen, daß ich noch unter den Lebenden weile. — Doch als die Brüder noch immer erschrocken und schüchtern ihm gegenüberstanden, sprach er: ItfiOT ftJ 1t£^ Tretet doch näher und sie taten es. Als er sie überzeugt, daß er aufgenommen war in den Bund Abrahams, wiederholte er: VpV* \3K Ich bin Joseph euer Bruder, der sich trotz allem, was ihr ihm getan, brüderlich gegen euch zeigen wird. *OK b$ ibyi Tino Geht eilends hinauf zu meinem Vater, berichtet ihm, daß Gott mich zum Herrscher über Mizraim gesetzt; er komme zu mir, daß er im Lande Goschen wohne. Joseph wies seinem Vater Goschen in der Nähe der Hauptstadt zum Wohnsitz an, weil er wußte, daß Jakob in der Hauptstadt selbst nicht werde wohnen wollen, tsmn JÖ Dttf •JfilK "»JI^DI Ich werde dich dort verpflegen, damit ihr nicht verarmt, du und dein Haus. Nicht im heiligen Lande kann ich dir Nahrung spenden, der König würde sonst glauben, daß ich außerhalb seines Gebietes Getreidevorrat zu häufen gewillt sei. M^JJ 'fWffi pD^n *m yijn m*n Und eure und meines Bruders Benjamin Augen sehen. Ihr seht, daß ich beschnitten bin, auch